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Autor Thema:  LM 20 und INTEL OPTANE  (Gelesen 293 mal)

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LM 20 und INTEL OPTANE
« am: 10.09.2020, 09:49:13 »
Moin allerseits,
ich habe mir einen neuen PC zulegen müssen, da der alte viele HW-Fehler bekommen hat.
Ich möchte LM 20 neben Win10 prof. installieren, was erstmal kein Problem darstellt, da ich das schon einige Male gemacht habe.
Um LM auf dem neuen PC zu testen, habe ich LM 20 mittels USB-Stick geladen (Cinnamon).
Das HDD-Laufwerk ist mit "INTEL OPTANE" ausgerüstet. Und hieran scheitert die ganze Sache nach meinem Dafürhalten.
LM läuft hoch, bringt aber sehr viele Lesefehler auf der HDD.
Zumal ich auch im Netz diesbezüglich auf einen Artikel gestoßen bin, der besagte, das LM (ohne Versionsangabe) mit Intel Optane massive Probs hat
und das nicht handeln kann. Ich weiß jedoch nicht, wie alt dieser Artikel war.
Habt ihr dazu nähere, aktuelle Infomationen bezogen auf LM 20 ??

PC: 4 x 4.2 Ghz / 32 GB speicher
Grafik: Nvidia Geforce RTX 2060, 8 GB
--UEFI--
SSD: 445 GB (Windows 10 prof.)
HDD: 1 TB INTEL OPTANE, gesplittet 2 x 500 GB
         (auf dieser HDD möchte ich LM 20 installieren.)

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #1 am: 10.09.2020, 10:18:47 »

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #2 am: 10.09.2020, 10:33:05 »
Wäre es nicht denkbar und letztlich einfacher, LinuxMint auf die vorhandene SSD zu installieren?
445 GB sollten doch für Win und LM ausreichend Speicherplatz sein.
Für Linux (System-Partition) reichen ca 20-30 GB.
Oder macht das keinen Unterschied?

Edit
Ist jetzt vielleicht zu einfach gedacht, weil ich nicht viel über diese neue Optane-Technologie weiß.
Nach einer flüchtigen Internet-Suche scheint es auch mit Windows damit Probleme zu geben.
https://www.borncity.com/blog/2020/06/05/windows-10-version-2004-probleme-bei-optane-systemen/
« Letzte Änderung: 10.09.2020, 10:45:54 von aexe »

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #3 am: 10.09.2020, 11:06:27 »
Wäre es nicht denkbar und letztlich einfacher, LinuxMint auf die vorhandene SSD zu installieren?
445 GB sollten doch für Win und LM ausreichend Speicherplatz sein.
Seh ich auch so.

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #4 am: 10.09.2020, 11:26:41 »
Hallo,
für den doch recht teuren M.2 Optane-Speicher könnte direkt eine zweite SSD verwendet werden, wäre günstige und effektiver. Optane ist sowieso nur eine reine Cache-Lösung, IMHO nur unter Windows10/64.

Erfüllt die Hardware überhaupt die erforderlichen Voraussetzungen für Optane? Mindestens i7/Kaby-Lake.
« Letzte Änderung: 10.09.2020, 11:30:55 von Flash63 »

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #5 am: 10.09.2020, 17:16:34 »
Danke für eure Antworten.
Den PC habe ich neu in der bestehenden HW-Ausführung gekauft. Das Windows 10 prof. läuft seit 3 Monaten ausgesprochen stabil und ohne Probs (auch sehr, sehr schnell, wird für CAD und Simulationen, sowie Video-Docs von Prozessabläufen benutzt). Win10 hat keinerlei Probs mit Optane. Prozessor = I7-8086. Die SSD ist bereits mit 290GB gefüllt und wird noch mehr werden.
Ich habe nicht die Absicht. an der HW rumzubasteln.


Ergänzung:
Lese gerade auf der Intel-HP, dass sich Optane deaktivieren lässt. Werde das probieren.
« Letzte Änderung: 10.09.2020, 17:46:36 von RebelRouser »

Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #6 am: 10.09.2020, 18:37:41 »
Ich würde Windows da nicht anrühren, läuft doch prima so wie es ist. Optane kannst Du sowieso nicht unter Linux nutzen, SSD (120GB für ~20€ + SATA-Kabel), je nach Bedarf natürlich auch größer, für Linux dazu und gut. Dann hast Du die 1TB-Platte und ~450GB-SSD komplett für Windows. Auf die Datenbestände auf den NTFS-Partitionen kannst Du doch direkt mit Linux zugreifen.

Z.B. eine Crucial BX500 120GB CT120BX500SSD1 ~20€ (genügt völlig)
Crucial MX500 500GB CT500MX500SSD1(Z) (3D-Nand) ~60€
oder auch
Western Digital WDS500G2B0A WD Blue 500GB 3D NAND ~56€
« Letzte Änderung: 10.09.2020, 18:49:05 von Flash63 »

mga

  • *
Re: LM 20 und INTEL OPTANE
« Antwort #7 am: 11.09.2020, 23:15:43 »
Hallo, ich bin auf diese Diskussion aufmerksam geworden, weil toffifee auf meinen Blogpost auf https://www.opvizor.com/ubuntu-how-to-use-intel-optane-memory-for-ssd-caching verlinkt hat.

Grundsätzlich kann man Optane in Linux nutzen, entweder als richtig schnelles Blockdevice, oder auch in der Funktion als Cache, wie von Intel vorgesehen. Die Voraussetzungen dazu, und wie man letzteres erreicht, stehen im o.a. Blogpost. Ich setze dieses Setup seit einigen Monaten täglich viele Stunden ein und schreibe gerade auf diesem Gerät, ohne je ein Stabilitätsproblem damit gehabt zu haben. So weit, so gut.

Aber: ein Dualboot mit einem gemeinsamen Optane-gechacheten Device für Linux und Windows wird (vorerst) nicht klappen.

Die Ursache ist relativ simpel - hardwareseitig ist das Optane-Memory ein eigenes Device, das aber im Verbund mit einer SSD oder HDD - ebenfalls eigene Devices - als Read/Write-Cache arbeiten soll. Dies wird auf der Windowsseite durch den Intel RST-Treiber erreicht. Der kümmert sich um das Cache-Management, also was wann vom Massenspeicher in den Cache wandert - und umgekehrt. Und hält darüber Evidenz, was wo zu finden ist.

Gäbe es im Linuxkernel ebenfalls einen Intel RST-Treiber, dann könnte dieser die selben Datenstrukturen zur Verwaltung des Verbundes implementieren, und wir wären schnell fertig. Leider gibt es diesen Treiber aber nicht, und so ist ein Optane/Massenspeicher-Verbund, der mit dem RST-Treiber erstellt wurde, auf Linuxseite nicht zu gebrauchen. Daher auch die Fehler beim Versuch auf die Daten zuzugreifen: man sieht zwar noch eine passende Partitionstabelle am Massenspeicher-Device, aber wenns dann an die Filesysteme geht, fehlen jene Daten, die nur im Optane-Memory stehen, und nicht auf den Massenspeicher geschrieben wurden. Wer auf so ein Filesystem schreibend zugreift, hat gute Chancen seine Backup-Restore-Strategie einem ausführlichen Test unterziehen zu müssen.

Umgekehrt genauso: Wenn man mit lvmcache die beiden Devices verheiratet, ist man schnell am Ziel, aber dann muß Windows in die Röhre schauen. Außer Intel implementiert lvmcache im RST-Treiber, was aber wohl nicht passieren wird. Ein Ausweg ist, Windows in eine VM zu verfrachten, aber das ist eine andere Geschichte.

Der eine oder die andere fühlt sich jetzt vielleicht an die sogenannten Host-RAIDs (https://www.heise.de/ct/hotline/Hostraid-unter-Linux-321640.html) erinnert, die vor vielen Jahren mit dem selben Problemen kämpften, bis ein paar beherzte Kernel-Hacker das Mapping der Windowstreiber im dmraid reimplementiert hatten. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sich das noch wer für Optane antun wird.

Kurzum: Optane geht in Linux, es beißt sich nur mit Windows. Und umgekehrt.

Nachtrag: Meine Optane-Erfahrungen beruhen auf dem HP Probook 650 G5 mit der Intel H10. Möglicherweise nicht direkt auf Dein Setup übertragbar.
« Letzte Änderung: 11.09.2020, 23:21:27 von mga »