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Autor Thema:  Debian - Einstieg und aktuelle News  (Gelesen 13741 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #15 am: 29.07.2020, 10:53:59 »
Das Problem, was ich an vielen Linux-Foren so sehe ist einfach, dass sie doch recht elitär daherkommen und die strenge Philosophie des Betriebssystems verfolgen.
Das stimmt nicht, weder Debian noch die Debian-User sind elitär. Mein Eindruck ist, was das angeht, dass man sich dort lediglich vehement gegen das "verschmutzen" wehrt.... also beispielsweise hinsichtlich des quasi obligatorischen Verhaltens von Windows-Nutzern, Software gedankenlos aus jeder beliebigen Quelle im Internet zu laden.  Das hat überhaupt nichts mit elitär zu tun, so ein  Verhalten ist durch die Unkontrollierbarkeit von Fremdsoftware in jeder Hinsicht schädlich für das Betriebssystem und infolgedessen auch für  den Nutzer. Für mich ist doch verständlich, dass Debian-Nutzer primär ein Betriebssystem haben wollen, was in sich zweifelsfrei als integer gelten kann und wo nicht im laufe der Zeit durch den allgemeinen Sprachgebrauch einer fahrlässigen Community genau diese Integrität beseitigt wird, wenn ständig irgendwelcher Mist aus anonymen Quellen aus dem Web empfohlen wird.  Wie kann sich denn sonst unter Windows soviel Schadsoftware so unbehindert verbreiten? Das funktioniert bei Linux-Betriebssytemen genau so... der einzige Unterschied zu Windows ist, weil Linux nicht über ein ähnliches Immunsystem wie Windows verfügt, bemerkt man das nicht mal.

Debian hat ein eigenes riesiges Repository... es hat ein offizielles Release namens  Stable... und wer damit nicht klar kommt, der ist vielleicht bei Debian falsch gelandet.  Der User "br01" beschreibt das sehr treffend: "Allerdings kippe ich mir auch nicht jeden Shit ins System. Das Wort verzichten und dessen Bedeutung, ist mir auch noch geläufig, was Programme anbelangt". Genau das gilt für Windows-User und die dann ins Linux-Universum wechseln eben nicht. Die installieren sich einen Firefox aus dem Web, weil sie der Meinung sind, der ESR bei Debian ist veraltet.... das ist doch Bullshit. 

Zitat
Es sind Linux-Nutzer, die alle Freiheiten haben, diese aber selbst nicht sehen, weil sie verbohrt auf eine Distribution und deren dahinterliegenden "Grundgedanken" folgen.
Meine grundlegende Motivation für Debian ist, das es meiner Meinung nach derzeit ein in jeder Hinsicht integres Betriebssystem ist. Das gilt für alle OS mit kommerziellen Hintergrund eben nicht genau so zweifelsfrei.

Zitat
So ist es im Debian-Forum so, dass da viele absolute non-free Gegner sind.

Das ist falsch, es wird sogar bevorzugt der non-free-netinstaller empfohlen, weil damit viele Anfangsprobleme sofort erschlagen sind. Aber man muss dabei unterscheiden, non-free als Zweig des Debian-Repos ist etwas anderes als Non-Free-Software aus dem Netz. Und das letzte wird mehr oder weniger rigoros abgelehnt, weil eben genau solche Software die Integrität des Betriebssystem unweigerlich infrage stellt.  Wer sich fremde Quellen in die Sources-List einträgt,  oder gedankenlos sudo verwendet oder ständig grafische Programme mit root-Rechten startet, muss sich eben oft selber um seine quasi hausgemachten Probleme kümmern, weil er selber aus einem vermutlich anfangs integren Betriebssystem ein unsicheres Betriebssystem gemacht hat. Solche wirklich groben Bedienungsfehler sich nicht schleichend durch den Sprachgebrauch ahnungsloser User etablieren zu lassen, ist für mich jedenfalls nicht elitär.

Zitat
Sie verwenden ausschließlich stable und nutzen keine Fremdpakete. Alles andere bezeichnen sie dann als "Franken-Debian"
Ja, so ist es ja auch. Genau so würde ich ein Windows als Franken-Windows bezeichnen, wenn sich ein  Anwender aus einer Geiz-ist-geil-Mentalität einen Windows-Installer oder beliebige Software aus dem Web runterlädt , bei denen die Key-Abfragen rausgepatcht wurden. Das war ja früher nicht unüblich, und wer sowas nutzt, ist selber schuld. Ich habe schon vor zig Jahren noch zu Win-XP-Zeiten regelmäßig alle WinPro-Setup-CD plus MS Office für etliche System legal gekauft, eben weil ich nie ein Franken-Windows betreiben wollte. Warum sollte ich davon heute bei Debian abweichen? Bei mir gibt es nicht eine einzige Installation, die nicht mit Stable läuft oder auf der Software installiert ist, die nicht aus dem Debian-Repo stammt.

und stampfen solche Distributionen wie LMDE oder auch MX-Linux, wo wirklich findige Entwickler tätig sind gnadenlos in den Boden.Ganz ehrlich... die sind doch so überflüssig wie ein  Kropf. Es gibt Debian, es gibt Ubuntu, ArchLinux, Fedora, Suse... alles vollverwertige und eigenständige Linuxbetriebssysteme, die wirklich alles abdecken. Es gibt Linux Mint, welches sich geradezu vorbildlich um die User kümmert, die von der Windowsseite mal Linux-Luft schnuppern wollen. Allerdings ist LM für mich auch nur ein Ubuntu,  was aber durch eine wirklich gute Tuningwerkstatt sehr erfolgreich aufgehübscht wurde. Ich glaube nicht, dass solche Produkte wie LMDE oder MX-Linux mehr als einen imaginär-ideellen Wert für eine kleine Randgruppe haben. Ich halte die für VÖLLIG überflüssig.

Zitat
Da kann man schon viel machen.
Aber nicht alles, was man machen kann, sollte man auch machen. Das sind dann immer nur die möglichen Wege, wenn mit dem eigentlichen Stable genau das nicht möglich ist, was man als Funktion unbedingt benötigt. Ansonsten sehe ich das wie im Zitat von br01. Wer Backports nur deshalb verwendet, weil da  ein aktuellere Programmversion liegt, obwohl die Stable-Variante keine Defizite hatte, hat definitiv nicht verstanden, wie Debian idealerweise verwendet wird.

« Letzte Änderung: 29.07.2020, 11:08:40 von Patchpanel »

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #16 am: 29.07.2020, 11:16:25 »
@Patchpanel
Jo, das passt schon soweit. Lasse mir deine Gedanken dazu auf jedenfall mal schmecken. :)

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #17 am: 29.07.2020, 11:16:51 »
Nur geduld gevatter...
Ich bin  aber jetzt raus... weil ich Grundsatzdiskussionen für eher wenig erfolgversprechend halte, wenn dann letztlich die Gefahr besteht, dass doch nur Ideologien diskutiert werden. Sowohl Debian als auch LM  füllen beide erfolgreich eine bestimmte Nische, das muss man nicht gegeneinander abwägen, beides ist sinnvoll. Mir gings zuletzt nur um das "elitär". was ich schon öfter gelesen haben... und ich bin der Meinung, nur wenn man als neu angekommener Besucher (mit der Chance vielleicht sogar zu bleiben) etwas noch nicht versteht, ist dieses etwas nicht automatisch elitär.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #18 am: 29.07.2020, 13:33:02 »
Dieser Thread entwickelt sich finde ich in die falsche Richtung. Ich will wirklich keine Grundsatzdiskussionen führen, sondern Erfahrungen austauschen, Ideen entwickeln und Fragen zu Debian klären. Ich hielt es für eine gute Idee, diese Inhalte allen zugänglich zur Verfügung zu stellen, damit alle davon profitieren können. Wenn da allgemeines Interesse besteht, können wir das gerne so machen. Andernfalls unterhalten sich die Leute darüber eben mittels PM.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #19 am: 29.07.2020, 13:39:44 »
Ich will wirklich keine Grundsatzdiskussionen führen, sondern Erfahrungen austauschen, Ideen entwickeln und Fragen zu Debian klären.
So hatte ich deinen Eröffnungspost auch verstanden und so hast du es dort ja bereits im ersten Satz formuliert.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #20 am: 29.07.2020, 13:56:49 »
das passt schon. Ein wenig Grundsätzliches zu Beginn gibt auch Informationen zur Distribution und ist deshalb ja nicht schadhaft. Ganz sicher reicht das aber jetzt an dieser Stelle. :)

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #21 am: 29.07.2020, 14:58:13 »
So sei es. :) Ich bin jetzt eh erstmal für ein paar Tage unterwegs und werde deshalb wahrscheinlich nicht schreiben können.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #22 am: 29.07.2020, 22:23:35 »
Debian ist ein gutes Fundament für Linux Systeme die wir verwenden. Aber als Betriebssystem ist es im Alltag untauglich. Wer gerne basteln möchte nimmt einfach Debian oder Arch. Um sich die Zeit zu vertreiben. Ich hab das jetzt schon mal hinter mir. Debian und Arch. Nein Danke. Da bleib ich doch lieber bei meinem Lieblings System. MX Linux mit Cinnamon Desktop. Da weiß ich wenigstens das ich ein System habe was zu 99% Perfekt ist und brauche nicht ständig nach irgendwas zu suchen weil MX alles bietet.

Wolfenstein

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #23 am: 29.07.2020, 22:33:16 »
Da bleib ich doch lieber bei meinem Lieblings System. MX Linux mit Cinnamon Desktop. Da weiß ich wenigstens das ich ein System habe was zu 99% Perfekt ist

Zitat
MX Linux ist ein hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs mittelschweres Linux-Betriebssystem, das auf der Distribution/Variante Debian/stable (‚stabil‘) basiert und zentrale antiX-Komponenten verwendet.

Ja, ja, was wäre dein MX ohne Debian, ohne Antix und Linux Mint??   ;D ;D

Zum Weiterlesen!
https://de.wikipedia.org/wiki/MX_Linux

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #24 am: 29.07.2020, 23:49:58 »
Dann gäbe es MX Linux nicht. Und wenn Otto nicht den Motor erfunden hätte könnte ich auch keine Harley fahren. Und wenn es diesen Jesus nicht gegeben hätte. Für mich eine Legende. Würden wir nicht das Jahr 2020 schreiben. Noch Fragen ?

Wolfenstein

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #25 am: 30.07.2020, 00:37:39 »
Noch Fragen ?

Ja.

Können wir zum Thema zurück kommen?

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #26 am: 30.07.2020, 06:59:59 »
An Debian stable herumbasteln? Eher nicht!
Einmal eingerichtet und konfiguriert.... > läuft, läuft und läuft.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #27 am: 30.07.2020, 07:46:59 »
lasst uns doch hier bitte bei Debian bleiben. Andere auf Debian basierende Distributionen haben ebenso ihre Berechtigung. MX ist auch gut und deren Entwickler haben echt was aufm Kasten. Das dann aber doch bitte in nem anderen Thread diskutieren.

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #28 am: 30.07.2020, 10:07:48 »
Einmal eingerichtet und konfiguriert.... > läuft, läuft und läuft.
Genau so ist... wenn man es kann, läufts und läuft und läuft. Ums kaputt zu kriegen. muss man es quasi  erschlagen. Diese Erfahrung habe ich hier mittlerweile bei zig im Alltag genutzten Installationen und über Jahre. Und anders rum, wenn man es nicht kann, ist Debian schuld... also eigentlich alles normal, so wie immer *fg

Re: Debian - Einstieg und aktuelle News
« Antwort #29 am: 30.07.2020, 10:56:41 »
Also hier dann mal meine Erfahrung mit Debian:

Zunächst einmal gestaltete sich schon der Download der richtigen ISO etwas aufwendiger als bspw. bei Manjaro. Bis man zum passenden Image vorgedrungen ist, muss man aufmerksam lesen. Nach der Installation der Live-Version funktionierte WLAN erst einmal nicht. Will man als etwas entspannter einsteigen, sollte man sich daher die non-free iso.hypbrid des gewünschten Desktops herunterladen. Dann braucht man auch nur wie gewohnt auf das Netzwerk-Icon klicken, WLAN-PW eingeben und fast gut; bis die Verbindung unter Buster stand, musste ich den Vorgang mehrfach wiederholen. Später baute sich die Verbindung immer recht langsam auf. Firefox als Startobjekt gab dann schon immer einen Verbindungsfehler an.

Das die Software gut abgehangen ist, war mir bewusst, so müsste man bspw. für die LO-Version von Buster auf der Libreoffice-Website ins Archiv hinabsteigen.

Die komfortabelste Desktop-Variante schien mir KDE zu sei. Cinnamon in Version 3. irgendwas fand ich sehr rudimentär im Vergleich zum Mint-Cinnamon. Xfce hätte mir am besten gefallen, wäre da nicht dieser Bug mit dem schwarzen Bildschirm, zu dem es kam, wenn das t410 aus dem Bereitschaftsmodus aufwachte. Im Debian-Forum habe ich dann gelesen, dass dieser Bug bereits vor dem Freeze (Testing wird zu Stable) bekannt war. Das hatte für mich dann nichts mehr der sagenhaften Stabilität von Debian zu tun. Emotionaler Erstgedanke: „Da wird bis zu Verwesung getestet und dann so ein Bug – runter von meiner Festplatte.“ Dafür gibt es sicherlich einen Workaround, aber nach dem vielen Geteste mit backports und apt-pinning, war ich etwas angefasst und lasse seitdem Gras über die Sache wachsen, bis ich mir Debian irgendwann mal wieder mit etwas mehr Gelassenheit gebe.

Das ich überhaupt soviel probiert habe – trotz einer gewissen Enttäuschung eine interessante und zugleich empfehlenswerte Erfahrung – verdanke ich Robert Goedl mit seiner Website www.linux-bibel-oesterreich.at. Er ist ein erfahrener und hilfsbereiter Ansprechpartner wenn es um Linux und insbesondere um Debian geht. Für seine Unterstützung bin ich im sehr dankbar und empfehle jedem, sich seine Website einmal anzuschauen.