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Autor Thema:  LMDE4, Start von Programmen bei Rechnerstart, nicht erst bei Nutzeranmeldung  (Gelesen 377 mal)

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Ich suche Informationen darüber, wie man Programme bereits bei Rechnerstart starten lässt oder auch eine Weile nach Rechnerstart, nicht jedoch erst bei Anmeldung des Nutzers am System.

Nach meinem Verständnis scheint mir das von mir gesuchte sich nicht über folgende Wege konfigurieren:
* Über Start–Einstellungen–Startprogramme aufrufbare GUI

Fragen:
* Wie nennt sich das was ich suche (evtl. Dienst, Service oder Daemon ?)
* Wo kann man das auf Dateiebene konfigurieren (vmtl. eher per systemctl, da dies im Gegensatz zu systemd per Terminal aufrufbar ist ?)
* Gibt es hierfür gar eine GUI (Systemüberwachung, "msconfig")
« Letzte Änderung: 24.06.2020, 23:41:34 von John.Miller »


Fragen:
* Wie nennt sich das was ich suche (evtl. Dienst, Service oder Daemon ?)
* Wo kann man das auf Dateiebene konfigurieren (vmtl. eher per systemctl, da dies im Gegensatz zu systemd per Terminal aufrufbar ist ?)
* Gibt es hierfür gar eine GUI (Systemüberwachung, "msconfig")

Im Moment besteht für LMDE4 die Arbeitshypothese das:
* systemctl verwendet wird
* das entsprechende per Hand konfigurierbare Dateien sich in etc/init.d befinden bzw. angelegt werden können

Eine GUI habe ich bisher nicht finden können.
  * evtl. startet man gewünschte Scripts über etc/init.d/cron und vlt. gibt es für cron wiederum eine GUI
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 00:37:17 von John.Miller »

wie man Programme bereits bei Rechnerstart starten lässt
   
An was für Programme denkst du?  Oder tatsächlich an zusätzliche Dienste?

Dienste startet man mit systemd, das passende Kommando dazu ist systemctl (sudo systemctl start <Dienst>). Eine grafische Oberfläche gibt es erstmal nicht dazu. Du kannst mal hier https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2017/03/bitparade/ schauen, ob da was für dich dabei ist.
Ich persönlich bearbeite solche Sachen immer per Kommandozeile (sudo systemctl edit <Dienst>).

Gruß
Whitie

An was für Programme denkst du?  Oder tatsächlich an zusätzliche Dienste?
Ich möchte LMDE4 etwas besser verstehen. Generell wären als Dienst zu startende Dinge wohl so etwas wie:
* DNS
* Fileserver
* Druckerserver
* usw.

Aber es geht bei meiner Frage erst einmal rein um ein besseres Verständnis.

Dienste startet man mit systemd, das passende Kommando dazu ist systemctl
Das ist interessant. Ich hatte vermutet das systemd und systemctrl unterschiedliche Dinge sind. Das klingt jetzt für mich so, das man obwohl LMDE4 systemctl verwendet, man wohl möglich GUIs für systemd verwenden kann. Ich werde mal gleich in Ruhe deinen Link lesen. Mal sehen ob da vlt. sogar eine von hause aus in der LMDE4 Anwendungsverwaltung verfügbare GUI dabei ist. https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2017/03/bitparade/
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 10:02:57 von John.Miller »

Nach meinem Verständnis hat das alles wenig mit LMDE4 zu tun.
Der init-Prozess ist bei Linux der erste Prozess des Systems (Prozess-ID 1). Danach werden alle anderen Prozesse gestartet, also auch die grafische Oberfläche und die Nutzeranmeldung. Auf welche Art dies geschieht, ist vom Init-System abhängig.
Der Klassiker ist SysVinit, neuerdings verwenden die meisten Distributionen systemd
systemctl ist ein Werkzeug von systemd, ein weiteres journalctl.

Die Idee einer GUI für systemd erscheint mir abwegig, da in dem Zeitraum, während dem das Init-System den wesentlichen Teil seiner Arbeit verrichtet, ja noch gar keine grafische Oberfläche eingerichtet ist.
Außerdem gibt es eben die sehr differenzierten Werkzeuge für das Terminal, mit denen man sich halt erst mal beschäftigen muss.
Das sollte dann aber auch völlig ausreichend sein, um die Vorgänge beim Rechnerstart zu verstehen und zu erforschen.

Bestenfalls könnte ich mir vorstellen, dass eine GUI nachträglich Informationen über laufende Prozesse liefert und das Ein- oder Ausschalten derselben erleichtert. Zu einem grundlegenden Verständnis trägt das aber im allgemeinen wenig bei.
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 10:20:32 von aexe »

Der init-Prozess ist bei Linux der erste Prozess des Systems (Prozess-ID 1). Danach werden alle anderen Prozesse gestartet,
Mein  Erwartungswert ist, das sich für nach meinen Betrachtungen heraus stellt, das man das was ich machen will, möglicher Weise am besten mit einem Cron Job macht und das ich heraus finden muss wie man das macht.

Die Idee einer GUI für systemd erscheint mir abwegig,
Es scheint durchaus generell mehrere GUis hierfür zu geben. https://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=62572.msg825602#msg825602

Die Idee einer GUI für systemd erscheint mir abwegig, da in dem Zeitraum, während dem das Init-System den wesentlichen Teil seiner Arbeit verrichtet, ja noch gar keine grafische Oberfläche eingerichtet ist.
An Dingen zu schrauben, wenn sie bereits oben sind, ist aber recht gängig.
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 10:30:31 von John.Miller »

Empfehlung:
https://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=35348.0
"systemd und das Journal in Linux Mint 18 verwenden"
Ist zwar schon etwas älter, aber immer noch weitgehend gültig und lesenswert.

Ich habe nicht behauptet, dass es keine GUIs gibt, die in irgendeiner Weise auf systemd zurückgreifen. 
Selbstverständlich müssen das viele grafische Anwendungen sogar tun, weil systemd eine zentrale Funktion im Betriebssystem hat.
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 10:40:26 von aexe »

Hallo John.Miller

Mit @restart als Cronjob sollte das gehen. @restart bedeutet ja nach einem unabhängig von Zeit und Tage beim Rechnerstart ausführen!

Tschau
TuMirNix

Mit @restart als Cronjob sollte das gehen. @restart bedeutet ja nach einem unabhängig von Zeit und Tage beim Rechnerstart ausführen!


cron/anacron waren vorgestern, heutzutage erledigt man so was mit einem systemd.timer 8)

Wozu braucht man denn überhaupt einen Cronjob oder einen systemd.timer wenn etwas beim Systemstart erledigt werden soll?
… unabhängig von Zeit und Tage beim Rechnerstart ausführen!

Ich möchte LMDE4 etwas besser verstehen. Generell wären als Dienst zu startende Dinge wohl so etwas wie:
* DNS
* Fileserver
* Druckerserver
* usw.

Das sind alles keine Prozesse, die eines angemeldeten Users oder einer grafischen Oberfläche benötigen, und die als nicht-interaktive (bez. auf einen menschlichen User) Dienste ihren Job tun. Dabei handelt es sich immer um sowas wie Client-Server-Netzwerkkommunikations-Prozesse, was etwas anderes als Prozesse mit Interaktion durch den User ist. Solche Prozesse werden bei Systemstart automatisch von root gestartet, wobei der Prozess anschließend unter root-Rechten weiterlaufen kann oder es wird durch systemd ein Kontextwechsel auf einen virtuellen unberechtigten User durchgeführt. Mit Dir als regulären echten Linux-User und einer lokal laufenden grafischen Benutzeroberfläche hat das alles nix zu tun.

BTW, Samba, Cups, etc. sind Allerwelts-Lösungen, aber was verstehst Du unter DNS? Willst Du einen eigenen DNS-Server betreiben? Wozu das denn? Ganz nebenbei bemerkt würde ich für alle Server-Lösungen kein Betriebssystem mit grafischer Unterstützung wählen, das ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv und behindert mehr, als das es hilft.

Für den automatischen Start grafischer Programme gilt, dass sie eines angemeldeten User benötigen, damit der x-server für diesen User die Dialoge dieses Programmes überhaupt anzeigen kann. Das geht meiner Meinung nach nicht mit systemd-service-units.... zumindest ich würde gar nicht erst versuchen, dass darüber zu lösen.
« Letzte Änderung: 25.06.2020, 14:58:53 von Patchpanel »