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Autor Thema:  Homeserver selbst bauen  (Gelesen 1677 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Homeserver selbst bauen
« am: 01.06.2020, 19:48:29 »
Moin moin.
Vermutlich übernehme ich mich mit diesem Thema.
Derzeit habe ich eine Synology NAS DS 215 als Emby Server in Betrieb.
Nachteil.... Nicht besonders fix, nur 2 Schächte, keine 4K Unterstützung.

Überlegung war bislang, auf die Ds218+ ein Upgrade. Bleibt jedoch wieder bei den 2 Schächten.

Neben dieser DS tut noch eine 213+ Ihren Dienst für Photos, Dokumente etc.

Nun kommt mir in den Sinn, ein offenes System selbst zu basteln.
Vorteil wäre aus meiner Sicht, dass ich ggf. mehr Platten einsetzen kann, (es liegen bei mir noch ungenutze rum, die aber in der DS zu klein sind)
Gehäuse hätte ich noch, zwar Big Tower, aber wenn der im Keller steht, ist es mir eh egal. Cat 6 ist dort vorhanden.
Mehrfach habe ich gelesen, dass einige sich einen Homeserver zusammengestellt haben.
Was ist erwarte...
Relativ Strom sparend, dennoch die 4 K Video schafft. Und zwar problemlos.
Ruckeln würde ich extrem nerven.
Ggf. - rein aus performanten Gründen - zwei Netzanschlüsse.
(Ob es Sinn macht?)


Also..... hat das schon jemand von Euch mit Erfolg und nachgehender Freude an dem Teil zusammen geschustert?
Ggf. mit welche Soft und wie schwer zu administrieren. Synology ist da ja absolut easy.
Wenn ja, wäre ich an Tipps interessiert.

Wie gesagt, Emby Server, Fire Tv mit Kodi ist bislang meine Wahl und läuft einigermaßen gut. Nur eine Frage der Zeit, bis der Plattenplatz arg knapp wird.
(Zeichne enorm viele Dokus auf. Und gute TV Filme per OTR) Bislang mit Verzicht (ja ja ja, dünnes Eis) 6,8 TB bei zwei 4 TB ohne Raid.

So, ich habe so weit ausgeholt, damit die üblichen warum Fragen ausbleiben.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #1 am: 01.06.2020, 21:45:25 »
Schau doch mal unter https://www.elefacts.de/ ... da gibt es gut erklärte Bauanleitungen für jeden Zweck.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #2 am: 01.06.2020, 23:04:19 »
Coool, habs gerade überflogen..... Schau ich mir die nächsten Tage mal genauer an.
Was es so alles gibt...

Wo bekommst du blos die ganzen Quellen her...... ?
Danke

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #3 am: 02.06.2020, 17:13:30 »
Wenn es kostengünstig und dennoch flexibel sein darf - schonmal über einen Raspberrypi-Server nachgedacht?
Mit der neuen Generation Modell 4B, die endlich Gigabit Ethernet und USB3 an Bord haben, macht ein kleiner Heimserver echt Laune. Und 4K-Material abzuspielen geht auch ohne Probleme, hängt lediglich von der Festplattenleistung ab, aber nach intensiven Tests mit aktuellen herkömmlichen HDDs kann ich sagen: Es ist eine stabile Datenrate von 300-500 MBit/s im internen Netzwerk kein Problem mehr. MIt SSD könnte es gar noch weiter auszureizen sein, nur fehlt mir aktuell noch ein USB3-Gehäuse für ne SSD, soll aber demnächst kommen.

Emby sollte darauf auch laufen, hab ich bisher nicht getestet, da andere Anforderungen bei mir, aber ein SMB/NAS ist mit den Pis eigentlich gar nicht schwer zu realisieren und läuft sehr stabil und Platz- und kostensparend. In meinem Fall steure ich externe Festplattengehäuse mit 4 HDDs per USB3 an.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #4 am: 02.06.2020, 18:19:02 »
naja ... aber zwischen einem RasPi und einem "richtigen" Rechner liegen schon Welten ... alleine in der Flexibilität und Ausbaubarkeit. Aber deswegen ist es ja auch so wichtig zu überlegen, was man eigentlich machen will und wie erweiterbar es sein soll ... ohne Probleme!

Die Links entstehen im Laufe der Zeit ..... und bei Technikaffe.de (jetzt elefacts) bin ich im Forum auch aktiv seit meinem eigenen Projekt diesbezüglich.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #5 am: 04.06.2020, 10:54:17 »
Schon richtig, aber während die ersten RasPis noch eher unter Spielerei liefen, sind die aktuellen Modelle durchaus ernstzunehmen als Klein-Server. Für private Zwecke durchaus ausreichend, viel mehr wird auch ein "großer" nicht im privaten Kleinnetzwerk liefern können, oder übersehe ich gerade etwas, worauf Du hinaus willst?
Wo siehst Du, immer noch im Blick auf ein privates Kleinnetzwerk, konkrete Nachteile der RasPis? Dass die Software einer "richtigen" Linux-Distri natürlich hier und da noch unkomplizierter ist, ist unbestritten, aber das geht schon eher in Richtung Sonderfälle.

Nun gut, ging mir im wesentlichen darum aufzuzeigen, dass auch, je nach Gusto, eine kleine Lösung inzwischen beachtliche Leistung bietet. Insbesondere, wenn es sowieso nur EINE Hauptaufgabe ist, für die ein anderer Rechner oversized wäre...

Dennoch - spannendes Thema ;-)
Ich hatte ja mal vor, mittels Mini-Servern der Marke BananaPi ein kleines Netzwerk aufzubauen, das mir den Austausch von Videodaten zwischen Win- und Linux-Software erleichtern sollte. Leider waren die Bananas mit USB2 doch beiweitem zu langsam. Mit USB3 an den neuen RasPis hat sich das geändert. Gegenüber einer direkt angeschlossenen HDD oder SSD natürlich kein Vergleich, aber das liegt mehr am gängigen Netzwerkstandard von 1GBit, das den Festplatten inzwischen unterlegen ist.
Solange ich aber von den RasPis heute mehr Downloadleistung als über die Internetleitung habe, bin ich sehr zufrieden. Und die Telekom bietet hier endlich knapp 200 MBit/s an, der Raspi liegt noch drüber... ;-)

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #6 am: 04.06.2020, 11:27:14 »
Zum Thema Raspi 4 NAS gibt es hier einige interessante Hinweise bzgl. Datenraten und Stromversorgung
https://www.heise.de/ct/artikel/Der-Raspberry-Pi-4-als-NAS-Basis-4723627.html

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #7 am: 04.06.2020, 14:04:56 »
Hi, zuerst mal vielen Dank an die Antworten.

Mit dem Raspi kann ich mich für diese Aufgabe nicht wirklich anfreunden. Irgendwie zweifel ich daran, dass hier eine 4K Möglichkeit besteht. Alleine bei Synology ist diese erst aber der 218er Version möglich.

So richtig peile ich das zwar alles noch nicht, (Wissensnotstand ohne Ansatz, den beiseitigen zu wollen ;-) ), aber die Aufgabe ist eigentlich ja klar.
Viele viele Filme (Lt. Emby sollten sich ca 4.200 Filme im Bestand befinden), die ich gerne zentral halten möchte. Grund: Wohnzimmer, Schlafzimmer und wohl auch notgedrungen bald Enkelkinderzimmer mit TV und FireTV Stick mit Kodi.

Sollte eigentlich klappen. Bislang geht es auch, aber ich komme so langsam an Kapazitätsgrenzen. Es nervt mich auf der anderen Seite, immer wieder Festplatten gegen größere auszutauschen und die "alten" nicht mehr richtig zu verwenden.
Dazu kommt wie schon angedeutet, dass die aktuelle Syn DS kein 4 K kann. Dies wird aber bald das übliche Format werden.
(bald in meiner Zeitrechnung...)
Den Link, den Michelle_Br gepostet hatte, habe ich schon arg im Blick. Derzeit sind leider noch andere Arbeiten im Vordergrund, aber dann werde ich den Boden mal durchforsten, was ich noch an Bauteilen habe, die sich ggf. in so ein Projekt einbringen lassen.

Alternativ wäre wieder eine fertige Lösung.

Nur, ich finde es schon zeitaufwendig genug, die Filme sauber zu sortieren. Dann noch ellenlang an den Rechnern zu basteln? Alle Nase lang nachjustieren?
Nee, die Zeit, die ich habe, will ich noch genießen.
(im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten)

Ergo, erst mal Pause hier, Anregungen habe ich bekommen.

Mein jetziger Stand: Entweder selbst bauen und dann mit OpenMediaVault - oder wieder Synology und dann die fertige Lösung.

Beides Charmant. Wobei ich ungerne auf emby verzichten wollte.
(Wäre ja auch mit einem selbstgebauten Linux machbar. Frage nur, welche Rechner und GPU Leistung ich unbedingt für die 4 K benötige. Das peile ich bei weitem nicht.)

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #8 am: 04.06.2020, 15:01:51 »
Off-Topic:
Das Thema steht bei mir aktuell auch wieder auf dem Plan!

Eigentlich habe ich ja bereits ein Selbstbau-NAS (www.elefacts.de bzw. www.technikaffe.de) welches ich mit OpenMediaVault (aktuell Version 5.x) als OS betreibe und auf dem zusätzlich noch EmbyServer und Nextcloud im Docker laufen.

Als Hardware verbaut ist ein Intel Pentium G4560 mit 8GB DDR4-2133 und 4x 8TB WD Red NAS-Festplatten.

Auch wenn es insgesamt funktioniert, werde ich mit der Installation, Konfiguration und Einrichtung von Docker Containern nicht warm. Alleine die Nextcloud-Einrichtung hat mich kürzlich mehrere Tage gekostet bis das mal lief, auch die Einrichtung des Emby-Servers mit Transcoding (w/Streaming über das Internet!!!) war damals nicht einfach.

Die Anleitungen dazu sind häufig sehr dürftig, nicht vorhanden, nicht verständlich, nicht auffindbar, ...?!?

Bei meinen Recherchen bzgl. Installation von Nextcloud im Docker unter OMV bin ich kürzlich auf ein Video gestoßen, mit welchem ich es eingerichtet bekommen habe, allerdings war die Beschreibung noch für OMV4, weshalb ich hier und da andere Lösungen brauchte.

In den Kommentaren hat der Ersteller des Videos dann auch darauf hingewiesen, dass die Anleitung veraltet sei, und er mit Proxmox nun andere Wege gehen würde.

Aktuell beschäftige ich mich daher mit Proxmox und darunter laufenden virtuellen Instanzen, entweder als VM oder als LXC (Linux Container). Dazu habe ich mir einen betrieblich ausgemusterten PC besorgt, diesen mit einer SSD und HDD ausgestattet, und teste aktuell das ein oder andere.

Ziel:
Ablösung meiner bisherigen NAS-Lösung durch einen Homeserver mit Proxmox mit diversen Funktionalitäten, die auch etwas über "normale" NAS-Funktion und Media-Server hinausgehen.

Aktuell sind installiert (mit kleineren/größeren Problemen):
  • OpenMediaVault (Testinstanz), wobei ich hier aktuell überlege, ob das für die NAS-Funktion überhaupt erforderlich wäre?
  • Jellyfin statt Emby, mit Zugriff auf meine bisherigen Filme -> Transcoding funktioniert leider noch nicht -> passende Anleitung?
  • Nextcloud als persönliche Cloud mit genug Speicherkapazität mit Zugriff auf OMV-Freigaben per SMB/CIFS inkl. Nextcloud Talk
  • OpenVPN für den gesicherten Zugang ins häusliche Netz - würde die Fritz!Box-Lösung ersetzen
  • Pi-Hole als zentraler Werbeblocker
  • Reverse Proxy für den Zugriff von extern auf diverse Dienste
  • Jitsi Meet - hier bekomme ich die Anbindung aus dem Internet über den Reverse Proxy nicht hin?!?
  • ....weitere könn(t)en noch folgen
Auf jeden Fall kann ich jedoch ein Selbstbau-NAS/Homeserver empfehlen!

Hylli

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #9 am: 04.06.2020, 17:36:12 »
Naja, man kann da natürlich einen ziemlichen Aufwand betreiben, oder man legt sich einfach einen Mediaplayer (z.b. Himedia Q10) zu. 4K ist damit locker möglich und selbst eine DS 215j langweilt sich bei der Datenübertragung. Deine übrigen Platten kannst du via USB an der Syno und oder am Mediaplayer betreiben.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #10 am: 04.06.2020, 19:40:06 »
Hi, die Usb Lösung kommt auf keinen Fall in Frage. Das frisst endlos Strom und ich beim Bibliotheken Scann absolut langsam. Zudem, wenn mehr als einer auf die Daten zugreift, geht das Ganze wohl komplett in die Kniee.

Mir war was, mit der Fähigkeit des Transcodierens. Schaut man auf dei Homepage von Synology, ist eine Fähigkeit UHD und  4K wohl erst ab 218 gegeben.
ich merke auf jeden Fall bei der jetzigen 215, dass die schon arg an ihre Grenzen kommt.
Hängt wohl auch von der Datenmenge ab. Wie gesagt, ich bin kein Fachmann und werde es auch nicht werden.

Davon ausgehend, dass hoffentlich noch super Dokus kommen, ggf. auch viel für unsere Enkelin, wird das nicht bei dem Status bleiben.
Ich genieße es, vom TV Programm unabhängig zu sein.
Meine DVD Sammlung habe ich schon komplett eingescannt. Die Teile lagern für die Achäologen der nächsten Jahrtausenden.
(Das sind die Burschen, die alle Steine, die eine scharfe Kante haben, als Faustkeil indentifizieren und mit einer einzelnen Feder neben dem Skelett stur und steif die These aufstellen, dass unsere Steinzeitvorfahren sich mit Federn geschmückt hatten... *lol*)




Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #11 am: 04.06.2020, 23:38:11 »
Wenn es kostengünstig und dennoch flexibel sein darf - schonmal über einen Raspberrypi-Server nachgedacht?

Ich habe auch noch eine DS 213+ aber auch eine DS918+ und bin sehr zufrieden. Zurzeit teste ich den Pi4 mit 4GB Ram und OMV5. Geht auch, ist auch echt alles sehr schnell. Läuft nun seit 38 Tage und ich habe alle Updates die mir angeboten werden installiert.

In der Nacht macht der PI4 dann mir rsync ein Backup auf die DS213+. Bin sehr erstaunt, läuft bis dato sehr gut.

naja ... aber zwischen einem RasPi und einem "richtigen" Rechner liegen schon Welten ... alleine in der Flexibilität und Ausbaubarkeit.

Stimmt auch, aber um mal OVM 5 zu testen und für einen Haushalt reicht es aus. Auf einem Server wird das mit Sicherheit noch besser laufen, aber der braucht aber wieder mehr Strom.

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #12 am: 05.06.2020, 09:22:13 »
Mir war was, mit der Fähigkeit des Transcodierens. Schaut man auf dei Homepage von Synology, ist eine Fähigkeit UHD und  4K wohl erst ab 218 gegeben.
Schon richtig, aber transcodieren muss das NAS ja nur wenn das Endgerät die Daten nicht 1:1 wiedergeben kann. Ein Mediaplayer kann das, deshalb ist das transcodieren nicht nötig. 

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #13 am: 05.06.2020, 09:35:57 »
@Renalto:
Transcodieren muss das NAS zum Beispiel auch, wenn man Filme über das Internet streamen will, und die Uploadgeschwindigkeit des heimischen Internetanschlusses nicht hoch genug ist um den unkomprimierten Stream zu übertragen, oder umgekehrt gegebenenfalls auch die Downloadgeschwindigkeit, die am aktuellen Standort für das Streamen zur Verfügung steht.

Ich denke, dass es insbesondere auch darum ging!

Hylli

Re: Homeserver selbst bauen
« Antwort #14 am: 05.06.2020, 09:47:02 »
@hylli
Da hast du natürlich Recht. Ich hatte es so verstanden, das es um das Heimische Netzwerk geht.