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Autor Thema:  LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit  (Gelesen 468 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« am: 28.06.2019, 22:41:56 »
Hallo,
ich hatte bisher ein LUKS-vollverschlüsseltes System (Mint 18.3 MATE 64-bit);  nach dem Versuch, einen USB3-Hub einzustecken ist es abgekackt, so daß ich es neu installieren mußte.
Zunächst habe ich LMDE installiert - nach mehreren Partitionierungs-Fehlversuchen..
Als ich gemerkt habe, daß es bei LMDE keine Vollverschlüsselung gibt, habe ich wieder Mint Mate 18.3 installiert, wieder mit LUKS Vollverschlüsselung.

Daraufhin habe ich in meinem Papierkorb massenhaft Daten gefunden, 356 Objekte mit 16,2 GB Volumen.

Nun frage ich Euch: Wie kommen diese Daten in meinen Papierkorb ?

Wenn ich ein verschlüsseltes System überinstalliere, darf doch nichts mehr übrigbleiben ! Vor allem nach den unverschlüsselten Partitionierungsversuchen.

Wie man es dreht und wendet, mit der LUKS-Verschlüsselung ist etwas gewaltig faul. Entweder war es vorher nicht verschlüsselt, oder das System hat irgendwelche Reste gefunden, und mit der neuen Paßphrase - welche gleich der alten war - entschlüsselt. Ohne zu fragen einfach mal probiert ... ?

Mit TrueCrypt ist mir so etwas nie passiert, aber laut Vielen hier ist ja TrueCrypt so unsicher, und LUKS so toll.

Gruß Tilmann


Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #1 am: 28.06.2019, 23:46:58 »
Nur “drüber“ installieren bringt vielleicht nix, hättest auch die Partitionen formatieren sollen.

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #2 am: 29.06.2019, 00:50:03 »
Ich kann auch nicht mit Vollverschlüsselung umgehen, deshalb lasse ich es bleiben.
Für wirklich wichtige und sensible private Daten benutze ich einen verschlüsselten Container.
Den mache ich im normalen Betrieb auch nicht auf.
Veracrypt ist der Nachfolger von Truecrypt und etwas anderes als LUKS.

Vollverschlüsselung hat nur einen Wert, solange man den Rechner nicht einschaltet.
Dann ist alles offen zugänglich. Wozu also?
Insbesondere bei Open-Source Software.
Macht nur Ärger und verbraucht Resourcen.
« Letzte Änderung: 29.06.2019, 01:19:12 von aexe »

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #3 am: 29.06.2019, 09:23:58 »
Vollverschlüsselung hat nur einen Wert, solange man den Rechner nicht einschaltet.
Dann ist alles offen zugänglich. Wozu also?
Das ist schon sinnvoll z.B. bei Laptops/Notebooks bei Reisen, bei Diebstahl
oder wenn man sie sonst wo liegen lassen sollte.
Nicht aus Spaß bieten Standarddistributionen, unter anderem auch
Linux Mint schon bei der Installation diese Option an!
Ein anderer nicht bedachter Aspeckt ist eine nicht gerechtfertigte
oder willkürlich unbegründete Hausdurchsuchung.
Man ist nicht verpflichtet das Passwort offenzulegen.
Nach Recherchen im Netz bekommt man dann seinen Rechner
irgendwann unberührt zurück===>da meistens nicht entschlüsselbar
(hängt natürlich von der Qualität des Passwortes ab)
https://www.youtube.com/watch?v=DweeWfW1cLg

« Letzte Änderung: 29.06.2019, 10:51:55 von Hollex »

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #4 am: 29.06.2019, 11:15:08 »
Mich überzeugen diese bekannten Gegenargumente nicht.

Wer viel auf Reisen ist und dazu neigt, seine Sachen zu verschlampen, kann ja über Verschlüsselung und Passwortqualität nachdenken.
Aber genügt dann nicht auch der erwähnte Crypto-Container?
Ebenso bei Diebstahl oder einer willkürlichen, nicht gerechtfertigten Hausdurchsuchung. Wobei ich mich frage, wie wahrscheinlich letzteres in unseren Breiten ist und ob dann eine Verweigerung der Passwortherausgabe noch eine Option ist. 

Ich meine, die meisten Unfälle passieren im häuslichen Umfeld, mit eingeschaltetem Rechner, beim Surfen im Netz oder sonstigen Aktionen, wie zum Beispiel oben von Tilman geschildert.

Wenn aber mit LUKS verschlüsselte Dateien aus irgendeinem Grund auf dem Datenträger liegen bleiben, ist das sinnloser Datensalat, es sei denn, man kennt das richtige Passwort zur Entschlüsselung.
« Letzte Änderung: 29.06.2019, 11:20:48 von aexe »

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #5 am: 29.06.2019, 11:25:31 »
Mich überzeugen diese bekannten Gegenargumente nicht.
Mein einziges Argument für eine Vollverschlüsselung ist....man kann so herrlich seine Paranoia pflegen  ;)

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #6 am: 29.06.2019, 11:33:30 »
Aber genügt dann nicht auch der erwähnte Crypto-Container?
Ebenso bei Diebstahl oder einer willkürlichen, nicht gerechtfertigten Hausdurchsuchung. Wobei ich mich frage, wie wahrscheinlich letzteres in unseren Breiten ist und ob dann eine Verweigerung der Passwortherausgabe noch eine Option ist.
Ich denke, ein Crypto-Container würde genug Schutz bieten, sofern man alle persönlichen Dinge, wie z.B.  private Bilder,
wichtige Dokumente, Passwörter u.s.w. auch wirklich im Container dann ablegt.
Laut der Anwältin im Video ist die Herausgabe des Passwortes keine Pflicht!
(im Video ab 23:07 min.)
Off-Topic:
Auf meinem Desktop Rechner mit Arch habe ich keine Verschlüsselung,
über einen Container werde ich da aber mal nachdenken, schaden kann es ja nicht.  :)
« Letzte Änderung: 29.06.2019, 17:45:05 von Hollex »

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #7 am: 11.07.2019, 11:46:47 »
Zitat
Ich denke, ein Crypto-Container würde genug Schutz bieten

Das darfst Du denken, aber der Rechner hat eine Auslagerungsdatei, und bei SSD weiß man sowieso nie, wo was als nächstes gespeichert wird, also lieber alles grundsätzlich verschlüsselt.

Es hat auch jeder das Recht Datenschutz für Paranoia zu halten. Je mehr Ahnung jemand hat, umso eher ist er bereit seine Daten zu schützen.
Und je mehr Ahnung jemand von Politik hat, umso eher ist er diesem System gegenüber kritisch eingestellt.

Aber was meine eingangs gestellte Frage angeht: Von Euch weiß auch niemand was ...

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #8 am: 11.07.2019, 12:19:40 »
Was genau ist denn die Frage?

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #9 am: 11.07.2019, 13:46:59 »
Ähhm, ja wie gesagt, ein nur “drüberinstallieren“ bringt zwar ein neues System auf die Platte aber die alten Daten sind/waren ja noch verschlüsselt vorhanden. Das könnte dann der Datenmüll in deinem Papierkorb sein. Das Livesystem hat ja keinen Zugriff auf die verschlüsselten Daten, sondern sieht ja nur irgendwelche kryptischen Dateien, wenn du sie nicht vorher entschlüsselst. Daran wird es liegen. Deshalb die Partition oder Platte bei der Installation formatieren lassen.
(Meine Vermutung)

Leere den Papierkorb und der Mist sollte weg sein. Übrigens glaube ich nicht, dass sich der “Müll“ da noch entschlüsseln lässt.


Könnte auch noch sein, dass das tatsächlich Sachen in dem Papierkorb sind, die du mal gelöscht hattest, aber nur in den Papierkorb gesteckt wurden. Ich mein mal irgendwas gelesen zu haben, dass das bei verschlüsselten Systemen/Containern/Verzeichnissen irgendwie Probleme ergibt, wenn man nur in den “Papierkorb“ löscht.
« Letzte Änderung: 11.07.2019, 13:59:51 von Mintnix »

Re: LUKS-Vollverschlüsselung - Mint 18.3 MATE 64-bit
« Antwort #10 am: 11.07.2019, 21:11:02 »
Ich bin mir nicht sicher, aber gibt es nicht beim "drüberinstallieren" die Option, aus dem alten System Daten zu übernehmen?