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Autor Thema:  Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge  (Gelesen 1120 mal)

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Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« am: 18.06.2019, 00:53:25 »
Hallo zusammen,

Mint 19.1 Tessa, Cinnamon 64bit, startete plötzlich nicht mehr.

Das System wurde bis dahin stets aktuell gehalten, anstehende Updates möglichst rasch installiert. Allerdings wurde das NB selten neu gestartet und stattdessen in Bereitschaft gehalten. Microcode und Nvidia-Treiber hatte ich noch nicht installiert. Und dann passierte das:
Ich schaute YT-Videos, als beim nächsten Video plötzlich der Ton fehlte. Also klickte ich anderes an usw. Kein Ton mehr. Mixer war aber i.O. Also Firefox neu gestartet, der lief aber noch. Also Prozess gekillt, FF neu gestartet, immer noch kein Ton. Naja, also mal ein kompletter Neustart. Und dann fuhr er nicht mehr hoch. 

Auch über den Recovery-Mode konnte ich nicht mehr starten. Also startete ich mit einem Live-System und setzte eine Timeshift-Wiederherstellung. Funktionierte auch nicht. Zugriff auf das Dateisystem hatte ich aber, konnte also noch mal ein paar Daten sichern. Aber irgendwas hats da zerschossen aber ich weiß grad nicht, wie ich den Fehler eingrenzen soll.

Meine HDD hat zwei Partitionen, einmal die EFI-Bootpartition und dann die ext4, auf der wohl eine Inkonsitenz vorliegt und "fsck manuell ausgeführt werden soll. Mittels Livesystem hab ich also fsck manuell ausgeführt und es fand zahlreiche verwaiste Einträge und anderes. Hab dazu leider kein Log. Hab mal alles mit "yes" durchlaufen lassen und anschließend erneut geprüft, da war alles wieder i.O. Und siehe da- Mint startet wieder!  :D

So schön das auch ist- aber was ist da passiert, wie konnte es dazu kommen und warum half auch Timeshift nicht weiter? Und wie kann man das vermeiden? Gibts da jetzt noch eine Möglichkeit, herauszufinden wie es dazu kommen konnte? Ein HDD-Defekt liegt lt. Testdisk wohl nicht vor. Oder hat jemand schon mal solche Erfahrungen gemacht und kann berichten, woher so was rühren kann? Liegt hier irgendwas im Argen oder kommt so was schon mal vor?

Könnt ihr mir da weiter helfen bzw. mich schlau machen?

Danke & Gruß
 :) 

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #1 am: 18.06.2019, 09:55:42 »
Moin,
Das System wurde bis dahin stets aktuell gehalten, anstehende Updates möglichst rasch installiert. Allerdings wurde das NB selten neu gestartet und stattdessen in Bereitschaft gehalten. Microcode und Nvidia-Treiber hatte ich noch nicht installiert.
Nun, einige Updates erfordern auch wenn nicht darauf hingewiesen wird einen Neustart. Wurde dein System denn erst kürzlich neu installiert und nach der Installation ein Erstupdate gemacht?

Welche Updates du schon ausgeführt hast zeigt dir der Aktualisierungsverlauf der Aktual.-Verwaltung oder das Log in Synaptik an. Du kannst auch in /var/log/apt/history.log nachschauen und das hier mit Copy/Paste als Codeblock zeigen, die Erstellung eines Codeblock zeigt dir die "Hilfe" Oben in der Titelleiste.

Meine HDD hat zwei Partitionen, einmal die EFI-Bootpartition und dann die ext4, auf der wohl eine Inkonsitenz vorliegt und "fsck manuell ausgeführt werden soll.
wann oder wobei wurde das angezeigt?

Timeshift-Wiederherstellung. Funktionierte auch nicht.
Aufgrund des inkonsistenten Filesystems wird wohl auch Timeshift seinen Dienst verweigert haben.

Von Vorteil wäre erst einmal deine System Übersicht zu zeigen:inxi -Fzdie komplette Terminalausgabe bitte als Codeblock warum und wie zeigt dir die "Hilfe" Oben in der Titelleiste?

Grammatik korrigiert....

« Letzte Änderung: 19.06.2019, 14:26:07 von kuehhe1 »

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #2 am: 19.06.2019, 00:48:26 »
Das OS wurde damals mit Tessa neu installiert, natürlich mit Erstupdate und dann auch allen weiteren. Aber eben nicht immer ein Neustart/Neuanmeldung...

Timeshift verrichtete sehr wohl seinen Dienst, stellte wohl aber auch dann eben die entstandene Inkonsistenz wieder her.

Im Nachhinein kann ich es mir nur so erklären, dass (gewisse) Updates erst nach einem Neustart/Neuanmeldung wirksam werden und wenn man stetig nur updatet aber selten neu startet, diese Vorgänge nicht korrekt abgeschlossen werden können. Das führt dann womöglich zu verwaisten Einträgen und damit zu einem inkonsistenten Dateisystem. Klingt zumindest plausibel.

Von Windows ist man ständige Neustarts ja gewohnt, von Linux eben nicht, und da es keine Hinweise darauf gibt, kann so was wohl schon passieren. Eine andere Ursache kann ich mir jedenfalls so nicht erklären, wohl aber die Tatsache, dass fsck es wieder hinbiegen konnte, da die zugrunde liegenden Abhängigkeiten und Strukturen dem System ja bekannt sind, aber teilweise nicht mehr vorhanden waren. Mein Glück!

Ob und ab wann, mit welchen Updates, das Unheil dann seinen Lauf nahm, dürfte wohl kaum mehr nachvollziehen zu sein. Aber evt. kann jemand meine Erklärung bestätigen oder andere mögliche Ursachen nennen.

Also werde ich mir mal angewöhnen, nach jedem Update neuzustarten, schaden kanns ja nicht. Und solange ich keine Updates installiere, kann ich ja in Bereitschaft bleiben. Im Bild ist die Fehlermeldung beim starten zu sehen. Vlt kennt jemand ja so was auch aus anderen Gründen.

Danke & Gruß  :)

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #3 am: 19.06.2019, 04:06:35 »
Klingt zumindest plausibel
Das Problem an deiner Theorie ist, das sie auf der falschen Annahme beruht, dass (gewisse) Updates erst mit einem Neustart abgeschlossen werden können.

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #4 am: 19.06.2019, 07:14:00 »
Also werde ich mir mal angewöhnen, nach jedem Update neuzustarten, schaden kanns ja nicht. Und solange ich keine Updates installiere, kann ich ja in Bereitschaft bleiben.
Machen kann man das schon.
Nur ist es völlig überflüssig, nach jedem Update einen Neustart zu machen.
Siehe Antwort von atze.
Ein inkonsistentes Dateisystem lässt sich damit auch nicht vermeiden.
Möglicherweise bemerkt man dieses aber erst bei einem Neustart.

Ebenso braucht es manchmal einen Neustart, damit ein fehlerfrei abgeschlossenes Update wirksam wird.
So kann man zum Beispiel, solange der Speicherplatz ausreicht, so viele neue Kernel installieren wie man will – das System wird trotzdem weiterhin mit dem alten Kernel laufen, bis nach einem Neustart der neueste Kernel geladen wird.

Ich sehe ansonsten keinen Zusammenhang zwischen Updates und dem Bereitschaftsmodus des Rechners.
Wenn man den Rechner nicht mehr braucht, kann man ihn herunterfahren oder - wenn grundsätzlich möglich - in Bereitschaft versetzen.
Im zweiten Fall verbraucht man ohne einen Nutzen weiterhin Energie, weil der Arbeitsspeicher in Betrieb bleibt.

Ob das Standby zu fehlerhaftem Dateisystem führen kann oder dies vermeidet, weiß ich nicht. 
Mir erscheint irgend ein ursächlicher Zusammenhang dabei eher unwahrscheinlich.

Kurzum finde ich beide Angewohnheiten irrational und extrem, sowohl Neustart nach jedem Update als auch andauernde Bereitschaft des Rechners.
« Letzte Änderung: 19.06.2019, 07:36:43 von aexe »

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #5 am: 19.06.2019, 14:43:49 »
Hi :)
hast du ein hardware problem schon mal ins auge gefasst?... smart werte der platte und speicher check über nacht laufen lassen?

wenn hier manche das thema energie verschwendung ansprechen... der ruhezustand (hibernation) beseitigt das problem ;)

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #6 am: 19.06.2019, 21:25:10 »
So kann man zum Beispiel, solange der Speicherplatz ausreicht, so viele neue Kernel installieren wie man will – das System wird trotzdem weiterhin mit dem alten Kernel laufen, bis nach einem Neustart der neueste Kernel geladen wird.
Ähnliches gilt eigentlich für jedes Update. Pauschal kann man sagen: Man kann ein Paket sooft aktualisieren wie man will, so lange die Anwendung/der Service/die Bibliothek nicht neu gestartet bzw geladen wird, wird weiterhin die alte Version verwendet

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #7 am: 19.06.2019, 21:30:26 »
@atze
sage mal Jein,
Es gibt auch Pakete die gleich genutzt werden.
Aber im Prinzip hast du recht. ;)

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #8 am: 19.06.2019, 21:55:39 »
Wenn der Speicherplatz knapp wird, kann es auch zu Problemen bei/nach Updates kommen.
Überprüfen mit df -h

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #9 am: 20.06.2019, 00:54:00 »
@atze
sage mal Jein,
Es gibt auch Pakete die gleich genutzt werden.
Aber im Prinzip hast du recht. ;)
das bezweifle ich. Kannst du ein Beispiel nennen

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #10 am: 20.06.2019, 01:00:03 »
Off-Topic:
Das Problem an deiner Theorie ist, das sie auf der falschen Annahme beruht, dass (gewisse) Updates erst mit einem Neustart abgeschlossen werden können.
 
Es gibt auch Pakete die gleich genutzt werden.
das bezweifle ich
Was denn nun?

Beispiel: flvstreamer
« Letzte Änderung: 20.06.2019, 19:31:40 von aexe »

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #11 am: 20.06.2019, 01:03:11 »
@aexe
Kannst du deine Frage etwas präzisieren?

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #12 am: 20.06.2019, 01:08:31 »
Nein.

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #13 am: 20.06.2019, 01:19:35 »
Dann wird sie wohl unbeantwortet bleiben müssen.

Beispiel: flvstreamer
Du willst mir also sagen, dass eine bereits laufende Instanz von flvstreamer bei einer Aktualisierung des Pakets durch die neue Version ausgetauscht wird? Also angenommen ich starte flvstreamer währenddessen wird das Paket aktualisiert und die bereits laufende Instanz ist plötzlich die neue Version, ohne Laufzeitunterbrechung!?

Re: Unerwartete Inkonsistenz, verwaiste Einträge
« Antwort #14 am: 20.06.2019, 01:55:13 »
@Dual
In Deinem angehängten Bild wird ein Raid6-System mit Btrfs angezeigt.
Btrfs kann in Zusammenhang mit Raid6 instabil werden!
https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Status