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Autor Thema:  Wine + Windows Programme  (Gelesen 420 mal)

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Wine + Windows Programme
« am: 21.02.2019, 14:02:35 »
Lange Zeit habe ich mich geärgert, dass es kein foobar2000 und kein ImgBurn bzw. AnyBurn für Linux gibt. Jetzt war ich mal so frei und habe mich an deepin bedient und denen ihr deepin-wine in Debian Stretch eingebaut. Das geht, wenn man die Backports dazu nimmt.

Vorteil: Eine sehr schlanke wine-Umgebung und die Chinesen arbeiten hier auch mit Paketen. Sie haben ein eigenes foobar2000 deb-Paket, was in /opt/deepinwine/foobar2000 abgelegt wird. Die kleine Windows-Umgebung mit dem foobar2000 Programm wird dort gezippt hinterlegt und der Programmstarter entpackt die gezippte Datei nach ~/.deepinwine/deepin-foobar2000 und startet die .exe
Durch dieses Vorgehen stehen vorinstallierte Pakete auch hier systemweit zur Verfügung und sie verhalten sich so, wie native Linux-Programme. Wenn das ~/.deepinwine Verzeichnis noch nicht existiert wird es eben aus /opt an die richtige Stelle entpackt. Genau dieses Verhalten habe ich dann mit dem Brennprogramm AnyBurn nachgestellt und genauso verpackt, wie deepin es macht.

Ist richtig gut und nach vergleichbaren Linux-Pendants sucht man vergeblich. Anyburn kann nämlich bin/cue oder wav/cue Images brennen, was normalerweise Standard sein sollte. foobar2000 ist nicht nur ein guter Player, sondern erstellt auch punktgenaue Cuesheets und packt dieses in eine flac-Datei. (Embedded Cuesheet). Es gibt Linux-Player (Deadbeef und qmmp), die so etwas abspielen können, vielleicht kann auch abcde durch umfangreiche Konfiguration so etwas erstellen mittels mkcue, aber beim Brennen hörts dann wirklich auf. Diese Dinge sind leider unter Linux weniger verbreitet.

Gibt es noch andere hier, die auf wenige Windows Programme nicht verzichten möchten?
« Letzte Änderung: 21.02.2019, 14:24:11 von dphn »

Re: Wine + Windows Programme
« Antwort #1 am: 21.02.2019, 16:38:26 »
Ich kann mich auch ohne Windows arrangieren. Das mag aber auch daran liegen, dass ich wenig "Spezialformate" genutzt habe. So etwas wie Cuesheet ist mir nur namentlich bekannt.

Natürlich hatte ich unter Windows auch ein paar Favoriten-Programme, aber die meisten davon habe ich auch unter Linux. ;)

Ich habe früh damit begonnen auf Programme zu setzen, die es für mehrere Plattformen gibt, also mindestens Windows und Linux. Die gängigen Beispiele sind zum Beispiel:
Firefox, Thunderbird, OpenOffice später LibreOffice, VLC MediaPlayer, 7zip (hier reicht mir der Archivmanager nach installiertem p7zip), GIMP, Inkscape, Scribus,...

Hylli :)
« Letzte Änderung: 21.02.2019, 16:42:10 von hylli »

Re: Wine + Windows Programme
« Antwort #2 am: 21.02.2019, 17:57:03 »
Hi
Die paar Windowsprogramme , die ich selten hin und wieder nutze , laufen auf einem Windows 10 to Go Stick , der keine Verbindung zu irgendeinem Netzwerk aufbaut .
MfG soyo

Re: Wine + Windows Programme
« Antwort #3 am: 22.02.2019, 08:01:45 »
was ich da jetzt gemacht habe, ist nicht ganz sauber. Da sagt man wohl auch FrankenDebian zu, ha ha. ;D

Macht aber nix. Mir geht's um Innovation und Erfahrung. Genau das macht auch deepin irgendwie aus, die trauen sich nämlich was. Ein Minus-Punkt hingegen ist, dass das System nicht transparent ist. Dem Benutzer wird foobar2000 genau wie andere Apps dort im AppStore angeboten, ohne dass er darüber aufgeklärt wird, was er da alles installiert, wenn er auf den Button drückt. Die Umsetzung ist hingegen sehr gelungen.

Ausloten was geht ist reizvoll und wenns kracht, ist auch ein System wieder schnell eingespielt. Deshalb bin ich als nun 2jähriger Linuxer auch recht weit gekommen und Lernen aus Erfahrung ist immer gut. Eierlegende Wollmilchsäue unterlaufen diesen, aus meiner Sicht wichtigen Prozess.

Zur Zeit rennt die Kiste wie geschmiert. 314 MB RAM Verbrauch nach dem Start unter Xfce mit systemd. Zuvor hatte ich da SysV mit systemd-shim als Init-System, da war der RAM-Verbrauch sogar etwas höher. Das lässt sich in der Konstellation mit deepin-wine aber so nicht betreiben.

Re: Wine + Windows Programme
« Antwort #4 am: 22.02.2019, 09:05:35 »
Wie, was jetzt? Deepin oder Xfce?

Ich nutze Antergos Deepin mittlerweile auf meinem Jumper EZBook 2. Das läuft da ordentlich flott und verbraucht nach Start und ohne weitere Optimierungen ca. 340MB RAM. Gleiche Erfahrungen mit Antergos Deepin habe ich auch unter VirtualBox gemacht.

Mit irgendeinem Arch Installer, habe ich auch ein Arch Deepin virtuell aufgesetzt, das verbraucht ca. 50MB RAM mehr gegenüber Antergos Deepin. Ich habe allerdings noch nicht geprüft, was da für den Mehrverbrauch verantwortlich ist.

Zu guter letzt habe ich gestern mal virtuell eine Ubuntu Minimal Installation durchgeführt, und per PPA den Deepin Desktop nach installiert. Auch hier liegt der RAM-Verbrauch direkt nach dem Start ca. 50MB höher gegenüber Antergos Deepin.

Alles in allem, sagt mir der Desktop aber sehr zu, nachdem ich diesen mehr oder minder "klassisch" eingestellt habe. (Klassisch = Panel gesamte Breite + "normales" Startmenü links unten!)

Ich verwende aber auch unter Deepin nur nativ verfügbare Linux-Programme, auf Spielereien mit WINE verzichte ich eigentlich komplett.

Hylli

Re: Wine + Windows Programme
« Antwort #5 am: 22.02.2019, 09:50:21 »
@hylli

ich nutze MX Linux mit Xfce, genauer gesagt, das in meiner Signatur verlinkte System mit Mint-Geschmack. Basis: antiX 17.3.1/Debian Stretch. In dieses System habe ich deepin-wine mit foobar2000 eingebaut.

Habe kurz das deepin-repo dazugeschaltet und die Backports aufgemacht. Dann deepin-wine, deepin-foobar, den Compiler-Stack gcc-7/g++-7 installiert und das deepin-Repo wieder entfernt. Aus den Backports werden ja nur nach Bedarf Pakete geholt. Ist hier erforderlich gewesen.