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Autor Thema:  Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?  (Gelesen 887 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Hallo grüne Gemeinde,

ich habe meine Fotos inzwischen fast alle auf DVD gespeichert (ca. 300 DVDs, das hat zwei USB-Brenner gekostet) und ich möchte die Verzeichnisse nun noch zusätzlich auf Festplatten speichern, ehe ich sie vom Rechner lösche. Entgegen allen Unkenrufen erscheinen mir DVDs als sehr sicher und langlebig. Ich habe seit 2002 Fotos in Verzeichnissen auf DVDs, vorher Kleinbildfilm-Scans von Dias auf CDs gesichert und bis heute ist mir noch keine einzige der Scheiben ausgefallen oder "hat Löcher gekriegt", wie die Zeitschriften manchmal verbreiten. Entweder ging sie nach dem Brennvorgang gar nicht oder sie funktionierte und das bis heute.

Einerseits möchte ich, dass die Festplatten auch für die Windowsnutzer in meiner Familie benutzbar sind, andererseits sollte es aber auch ein Dateiystem sein, dass nicht einfach mal den Geist aufgibt und nicht mehr lesbar ist - das habe ich bei ext2 schon mal schmerzlich erleben müssen. Meine Enkel nutzen in der Schule zwangsweise Windows oder Mac - je nachdem, wie es die Eltern mal zugestimmt hatten. Pinguine sind in den Schulen in Bayern und Baden-Würtemberg als Störung im Unterricht verpönt. Eine Enkelin hat mit den Lehrern richtig große Schwierigkeiten gekriegt, als sie ihren Linux-Thinkpad ins Spiel brachte - aber das ist eine andere Sache.

Ich muß also erst einmal akzeptieren, dass mein familiäres Umfeld in Schulen und in Unternehmen um mich herum kein Linux verwendet und es beruflich dann auch nicht verwenden wird.

Mir fallen jetzt nur fat32 und ntfs ein. Kann man eine 1TB große Platte komplett in einer Partition mit fat32 formatieren und ist das dann stabil ? Oder sollte ich die Platte in zwei Partitionen a 500 Gigabyte aufteilen? Wenn ich ntfs benutzen würde, kann dieses Dateisystem von Linux immer und uneingeschränkt gelesen und beschrieben werden ? Auch dann hier die Frage - in einer großen einzigen Partition oder in zwei Partitionen aufgeteilt ?

Gruss
vom Bären

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #1 am: 11.02.2019, 08:49:08 »
Zugriff von Linux und Win, da würde ich NTFS nehmen.
Partitionierung kann man machen, wie man will.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #2 am: 11.02.2019, 09:27:54 »
Bezüglich der Langlebigkeit von DVDs habe ich leider ganz andere Erfahrungen gemacht. Bei mir waren nach ca. 10 Jahren etwa 40% der DVDs (aufgezeichnete Filme, Bilder usw.) nicht mehr lesbar. Man sah oft schon von Rand her den eindringenden Sauerstofftod der Daten, der Aufbewahrungsort war ein Regal im Wohnzimmer. Ich habe hauptsächlich Marken DVDs verwendet, da die ja angeblich langlebiger sein sollen. Alles Blödsinn, gerade die von Memorex, Verbatim und wie sie alle heissen waren bei den Ausfällen überdurchschnittlich vertreten. Wie gesagt, das ist MEINE Erfahrung  ???

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #3 am: 11.02.2019, 10:25:47 »
Dazu kommt, dass man auf Fotos auf hunderten DVDs nur unbequem Zugriff hat. Meine Holde hatte seinerzeit alles auf kartonweise CDs gesichert, das haben wir dann mal auf eine Handvoll DL DVDs zusammengedampft. Aber inzwischen archiviert sie auf HDD, damit sie einfacheren Zugriff hat. NTFS würde ich auch vorschlagen.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #4 am: 11.02.2019, 10:31:08 »
ist einsehbar mit den HDDs, aber wenn so ein Gerät plötzlich nicht mehr will, ist das ein super Gau! Also doch doppelt sichern, auf zwei Festplatten ?
Manchmal denke ich, dass uns die alten Neanderthaler, Griechen, Römer, Ägypter und wie sie alle heißen mögen, mit ihren Steintafeln und ihrer Archivierung voll in den Schatten stellen.
Was bleibt von uns in 2000 Jahren ? Digitale Friedhöfe ..... ?

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #5 am: 11.02.2019, 10:36:29 »
DVDs muss man genau wie HDDs ab und an einem Gesundheitscheck unterziehen, das ist klar. 2 Festplatten sind bei heutigen Preisen auch kein Problem.
Sichere Archivierung ist eine Wissenschaft für sich. Die Vorfahren hatten aber einfach nicht so viel zu archivieren wie wir heute, das war ihr Vorteil. ;)

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #6 am: 11.02.2019, 10:37:47 »
Moin,
MEINE Erfahrung
dieselben negativ Erlebnisse habe ich hier ebenfalls hinter mir. Seither machen sich die verfärbten und abblätternden CD, DVD, DVD-RW gut als Blumenuntersetzer.

Seit diesen Ausfällen mit namhaften Speichermedien sichere ich nur noch auf HDD's da sich auch SSD's als Datengrab erwiesen. So haben selbst ältere 3,5" HDD's noch ihre Daseinsberechtigung in externen ICY-Boxen. Gaanz Wichtiges wird zweifach gesichert. Formatiert hab ich die HDD's aus Kompatibilitätsgründen in mehrere fat 32 Partitionen a' 250GB.
« Letzte Änderung: 11.02.2019, 10:41:24 von kuehhe1 »

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #7 am: 11.02.2019, 10:40:22 »
Was ich noch nicht rausgehört habe:

Wie willst du deiner Familie die Daten zugänglich machen? Festplatten ausleihen?

Wenn alle die Fotos nur bei dir zu Hause sehen sollen bzw Zugriff drauf haben sollen, dann wäre vielleicht ein NAS (muss kein festes Gerät eines beliebigen Herstellers sein!) eine Idee.

Du könntest ja trotzdem ein ext4 oder ein btrfs nehmen und einfach ne samba Freigabe erstellen.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #8 am: 11.02.2019, 10:42:10 »
Da ließe sich dann auch mit RAID eine gewisse Ausfallsicherung realisieren.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #9 am: 11.02.2019, 10:49:52 »
Mit aktuellem Kernel wäre für mich BtrFS die erste Wahl. Das kann mit Prüfsummen die Datenintegrität feststellen und ggf. reparieren (scrub). Für Windows gib es einen Dateisystem-Treiber (OS).
https://de.wikipedia.org/wiki/WinBtrfs

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #10 am: 11.02.2019, 10:53:10 »
...

Magneto Optical Disk...

https://de.wikipedia.org/wiki/Magneto_Optical_Disk

war mein favorisiertes sicherungssystem, bis zu dem zeitpunkt wo die datenmengen ins unermessliche wuchsen,
weil die menschen keinen blassen schimmer hatten was sie taten.

CAD zeichnungen von gebäuden in die schlaue architekten fenster mit allen schräubchen plazierten, aktennotizen
als Excel-Tabelle mit 2000 formatierten zellen, bilder in auflösungen welche in der bildschirmbetrachtung nicht erforderlich sind...

So wie es heute ist, es wird einfach etwas gemacht ohne sinn und verstand.
Verzeichnistiefen die ich nur unter Linux lesen kann, dateinamen mit irren sonderzeichen in allen schriftarten des planeten.

Heute als müssiggänger habe ich einige verschlüsselte container mit 2gb, welche ich durch simples kopieren auf eine externe HD
ziehe wovon eine im bankschliessfach liegt und eine zuhause in einer brandschutzbox. Das BS liegt auf einer 32gb partition
welches sich als image auf einem simplen stick passt und sich am mann befindet.

Bevor ich mich mit datensicherung beschäftige muss man sich ersteinmal gedanken zur daten-ökonomie machen.
Nur das wesentliche in platzsparender form sichern.

Es gibt derzeit kein vernünftiges und sehr sicheres, für den privatanwender, bezahlbares sicherungsmedium.
Ergo, ein rotierendes system in dem die speichermedien turnusmäßig ersetzt werden, so es denn die wichtigkeit der daten erfordert.
Bei bildern muss ich überlegen ob denn diese in der höchstmöglichen auflösung gespeichert werden müssen.
Vielfach reicht die auflösung von 640x480 für familienfotos aus womit ich dann auch den kram in einen conatiner von 2gb bekomme,
anstelle von 30 cd.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #11 am: 11.02.2019, 11:19:36 »
Also doch doppelt sichern, auf zwei Festplatten ?
Wenn es sich um wichtige Daten handelt, würde ich dir noch zu einer 3. Sicherung raten und zwar auf einer Festplatte, die nicht bei dir zu Hause lagert und die du gelegentlich ebenfalls aktualisieren solltest (z.B. im Austausch).

Für das Lagern außer Haus bietet sich eine Verschlüsselung an auf einem Nicht-Windows-Dateisystem (ext4 mit LUKS). Dieses kann von Windows nicht gelesen werden und beugt so dem Problem von z.B. mit einem Verschlüsselungstrojaner verseuchten Windows-Betriebssystem vor, das natürlich versuchen würde, auch die Daten auf der Backup-Platte beim Anschließen zu verschlüsseln.

Re: Welches Dateisystem zum Archivieren nimmt man vorteilhafter ?
« Antwort #12 am: 11.02.2019, 11:55:18 »
Ich würde auch ein NAS empfehlen. Entweder ein fertiges von z.B. Synology oder Qnap, oder ein Eigenbau-NAS mit UnRAID oder OpenMediaVault (OMV)...

Hylli