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Autor Thema:  Mint versus Manjaro  (Gelesen 2698 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Mint versus Manjaro
« am: 03.12.2018, 09:56:13 »
Hallo,

gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder bei distrowatch.com reingeschaut. Ich war ziemlich überrascht, dass Mint mitlerweile durch Manjaro von der Spitzenposition verdrängt wurde. Durch ein bisschen quer lesen habe ich herausgefunden, dass seitens der Ubuntu Entwickler in der letzten Zeit einige umstrittene Entscheidungen getroffen wurden die nicht besonders gut bei der Community angekommen sind. Das hat dann dazu geführt, das viele Ubuntu und damit auch dem Abkömmling Mint den Rücken gekehrt haben. Viele haben nun wohl das auf Arch basierende Manjaro entdeckt, dass ziemlich genial sein soll. Die größten Vorteile sollen wohl das Rolling-Release-Modell (damit immer ein aktuelles System) und die tolle Hardware Unterstützung sein. In diesem Kontext überlege ich ersthaft zu Manjaro zu wechseln, vorab würde mich allerdings Eure Meinung zu folgenden Punkten interessieren.

1. Womit ist der Aufstieg von Manjaro bei distrowatch.com Eurer Meinung nach zu begründen?

2. Welche Linux Distros verwendet Ihr und warum?

3. Würde Ihr eher Mint oder Mnjaro bevorzugen? Bitte mit Begründung.

4. Hinsichtlich des Paketmanagers wird weder das auf Debian basierende dpkg noch das auf Red Hat basierende urpm verwendet, stattdessen wird  das auf Arch basierende Pacman verwendet. Wenn man nun eine Software, die nicht Bestandteil der Repos ist, manuell downloaden und installieren möchte wird meistens nur die *.deb und die *.rpm zur Verfügung gestellt. Wie kann ich solch eine Software installieren wenn keine spezielle Pacman Installationsdatei angeboten wird?

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #1 am: 03.12.2018, 10:08:08 »
Wie kann ich solch eine Software installieren wenn keine spezielle Pacman Installationsdatei angeboten wird?
https://wiki.archlinux.de/title/Hauptseite

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #2 am: 03.12.2018, 10:11:57 »
Viele Fragen!

Zu einem Punkt werde ich was sagen. Für mich gilt: Paketmanagment (deb) und Desktop (Xfce) des BS wechsle ich nur höchst ungern.

Schau mir auch gerne mal "was anderes" an. Aber dann in einer VM  ;D

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #3 am: 03.12.2018, 10:45:40 »
Zufälle gibt`s  ;D
Ich spiele gerade mit Manjaro Deepin.
Klasse Optik, immer top aktuell, leider erkennt der Dateimanager
seit dem letzten Update mein Handy im "MTP-Modus" nicht mehr,
Luckybackup funktioniert nicht - Ursache ?,
dafür funktioniert "Pinta" ( mein Lieblingsmalprogramm  ;D ) -
was seit LM19 bei mir nicht mehr funktionierte.

Zu1) keine Ahnung
Zu2) Linux Mint Cinnamon, läuft stabil und ich habe mich dran gewöhnt
Zu3) mit Pacman liegst du wohl richtig - habe ich aber noch nie benötigt,
Software die nicht in den Repos liegt habe ich bisher immer im "AUR" (Arch User Repos ) gefunden.
Um "AUR" im Paketmanager einzubinden - gehst du auf Einstellungen und aktivierst die "Einbindung von AUR".


Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #4 am: 03.12.2018, 10:55:13 »
Software die nicht in den Repos liegt habe ich bisher immer im "AUR" (Arch User Repos ) gefunden.
Um "AUR" im Paketmanager einzubinden - gehst du auf Einstellungen und aktivierst die "Einbindung von AUR".

Software aus dem AUR muss man selbst kompilieren, was wohl relativ fehleranfällig sein soll.

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #5 am: 03.12.2018, 11:11:01 »
Hab mal ne Zeit lang Manjaro in einer VM gehabt.

Sieht erst mal gut aus und nicht die "Ochsentour" der Installation, wie bei Arch. (Die sei jedoch jedem empfohlen, der mal tiefer in Linux einsteigen möchte  :D )

Minus Punkte meines Erachtens:

- alle paar Tage ziemlich "dicke" updates. Halt RR release.

- kann ab und zu nach updates auch mal hängen, und dann?

- AUR schön und gut. Nur was ist, wenn DAS, was DU da brauchst, nicht da ist? Und die AUR Gesellschaft ist ein zwar hilfreicher, aber auch elitärer Kreis. Da kannst du nicht einfach mal ein AUR Paket auf die Schnelle bauen oder bauen lassen ....

Mein BS muss rund laufen! Alles weiter (mal anschauen, Experimente, aus reiner Neugier mal probiert) in eine VM.

Ich fahr sogar mein jetziges BS auch in einer VM und schau mir manche Änderungen dort an, bevor ich damit ans eigentliche BS geh.




Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #6 am: 03.12.2018, 11:12:44 »
Off-Topic:
dafür funktioniert "Pinta" ( mein Lieblingsmalprogramm - was seit LM19 bei mir nicht mehr funktionierte
Was hast du für Probleme mit dem Programm (läuft hier unter LM 19/64 Cinnamon völlig problemlos)?

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #7 am: 03.12.2018, 11:14:46 »
Unterm Strich ist es doch wie allzu oft eine Frage der persönlichen Vorlieben. Jetzt könnte man zu den Pro´s und Kontra´s bestimmt ganze Bücher schreiben....*schmunzelt

1. Man muss verstehen, dass Ubuntu-basierende Distributionen (Mint Mate und Cinnamon etc.) GRUNDLEGEND anders sind, als in dem Fall ARCH-basierende Distributionen. Das führt dazu, dass man grundlegend andere Regeln beachten muss.

2. Rolling Release - das gibt es ja bei Debian auch - aber was erst einmal toll klingt, kann auch ein Nachr´teil sein, wenn man sich nicht mit seinem System auskennt und dies bei potentiellen Fehlern pflegen / warten muss. Ich habe auch hier schon einige Stimmen gelesen, die sich bei so einem Roll-Up-Procedere ihr System zerschossen haben und dann aufgeschmissen waren - ärgerlich vor allem bei einem Produktivsystem.

3. Software-Installationen sind nicht so einfach, wie bei Debian / Ubuntu ... via ppa bzw. *.deb ...... mit dieser Selbst-Kompilation muss man sich eben auch erst einmal beschäftigen.

4. absoluter Vorteil dieses Procederes: das System soll wohl einiges fluffiger sein!

... und so könnte man sicher noch einige Bsp. bringen, was man eben neu lernen / neu beachten muss.


Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #8 am: 03.12.2018, 11:31:18 »

2. Rolling Release - das gibt es ja bei Debian auch - aber was erst einmal toll klingt, kann auch ein Nachr´teil sein, wenn man sich nicht mit seinem System auskennt und dies bei potentiellen Fehlern pflegen / warten muss. Ich habe auch hier schon einige Stimmen gelesen, die sich bei so einem Roll-Up-Procedere ihr System zerschossen haben und dann aufgeschmissen waren - ärgerlich vor allem bei einem Produktivsystem.


Schau mir da gerade Siduction an.  ::)

Debian Testing als RR, das isses wohl nicht.

Und vielleicht hier noch ein Link

https://www.heise.de/ct/artikel/c-t-uplink-25-1-Linux-Distributionen-4236737.html

Einfach mal rein hören.


Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #9 am: 03.12.2018, 11:37:10 »
Hallo,
zu 1 keine Ahnung.
Zu 2 Arch mit Cinnamon wegen pacman und dem Build System.
https://wiki.archlinux.de/title/Pacman
Zu 3 ich würde ein Manjaro bevorzugen, allerdings ist mir da schon zu viel gedöns vorinstalliert, deshalb verwende ich ein Arch warum? Siehe 2.
Zu 4 das ist nicht besonders schwierig, normalerweise, findet man so gut wie alles in den Repos.
Was nicht in den Repos ist, findet man eigentlich immer im AUR.
Manjaro verwendet Pamac als Gui für Pacman, da kann man das AUR freischalten.
Es gibt auch AUR helper.
https://wiki.archlinux.org/index.php/AUR_helpers
Ich verwende so etwas aber nicht, die paar Pakete, die man tatsächlich nicht in den Repos findet, kann man auch manuell installieren.
Ich will mir ja nicht mein ganzes System mit irgendwelchem Zeug zumüllen, was ich nie verwende.
Das geht so, als Beispiel xnview. Du suchst bei Arch auf der Webseite im AUR nach xnview
https://aur.archlinux.org/packages/xnviewmp/
auf der rechten Seite steht Download snapshot, das Paket herunterladen und entpacken.
Dann in den xnviewmp Ordner wechseln. Dort befindet sich eine Datei die sich "PKGBUILD" nennt.
du öffnest du in dem Ordner ein Terminal und gibst "makepkg" ein, jetzt wird ein Paket erstellt das man installieren kann.
Die Endung lautet *.pkg.tar.xz z. B.
pacman -U xnviewmp-0.92-1-x86_64.pkg.tar.xzwenn Pamac installiert ist, geht auch ein Doppelklick.
Das Beste daran ist, man kannst die PKGBUILD so veränden oder eigene erstellen wie man möchte "Grundkenntnisse sollten aber vorhanden sein".
Z. B. Avidemux mit nvenc oder eigene Nemo Actions. Hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter.

LG
« Letzte Änderung: 03.12.2018, 11:48:34 von sc44 »

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #10 am: 03.12.2018, 11:48:34 »
@grhansolo
Zitat
Software aus dem AUR muss man selbst kompilieren, was wohl relativ fehleranfällig sein soll.
Nöö, funktioniert ohne mein zutun.

@tml
Zitat
Was hast du für Probleme mit dem Programm (läuft hier unter LM 19/64 Cinnamon völlig problemlos)?
Pinta stürzt, seit LM 19, bei mir ständig unkontrolliert ab,
gleiches Verhalten bei Ubuntu 18.04 und höher -
auch bei Deepin (basiert auf Debian)

siehe auch
https://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=49850.msg693575#msg693575


Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #11 am: 03.12.2018, 11:51:37 »
Nöö, funktioniert ohne mein zutun.
Wenn du über Pamac installierst, merkst du es ja auch nicht, weil es im Hintergrund abläuft.
Ich würde AUR aber nicht freischalten, aber jedem das seine.

Nur was ist, wenn DAS, was DU da brauchst, nicht da ist?
Dann erstellt man sich selber eine PKGBUILD.
« Letzte Änderung: 03.12.2018, 12:06:21 von sc44 »

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #12 am: 03.12.2018, 12:36:21 »

Nur was ist, wenn DAS, was DU da brauchst, nicht da ist?
Dann erstellt man sich selber eine PKGBUILD.

Naja, bezweifle nicht, das du das hin kriegst Nur, Jedermanns Sache ist das nicht.  :D

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #13 am: 03.12.2018, 13:16:33 »
Naja, es ist auf jeden Fall wesentlich einfacher als ein *.deb Paket zu erstellen, das geht zwar auch mit einem Befehl "dpkg -b"
da muss aber dann schon die Ordnerstruktur vorhanden sein. Wenn man selber kompiliert kann man bei *.deb z. B checkinstall
verwenden, das macht die Sache etwas einfacher. PKGBUILD Vorlagen zum testen und ausprobieren, für eigene Projekte, gibt es genug,
Wer natürlich nur mit AUR helpern arbeitet bekommt die nie zu sehen. 

Re: Mint versus Manjaro
« Antwort #14 am: 03.12.2018, 13:20:28 »
Selber nutze ich 1x Manjaro 18 xfce & 1x LM 19 xfce.

Um überhaupt über Manjaro eine Meinung abzugeben,sollte man es zunächst mal nutzen,entweder über VM oder als duales 2-System.
Natürlich kann es passieren,so wie gestern,dass ein größeres "Updates-Vorkommen: 652 MB. auftaucht,aber ohne Probleme aktualisiert.

Zu 1.Wie schon geäußert, liegt es für mich zum großen Teil,an den unliebsamen Entscheidungen in der Vergangenheit und Gegenwart von Ubuntu und deren Derivate.
Man sucht sich dann halt Alternativen,dazu auch die Neugierde was "anders" auszuprobieren,zumal als Rolling Release und schon stellt man fest,sieht gut aus,schnell installiert und den mit dem Rest wird man auch noch fertig.

zu 2. 1x Manjaro 18 xfce 1x LM 19 xfce

zu 3. Würde mich für Manjaro entscheiden,da mir das "Gewusel" innerhalb Ubuntu + Verwandtschaft nicht so ganz passt.

AUR muss ich aktivieren um meinen Drucker & Scanner zu installieren und ist danach außen vor.

Ist halt meine Meinung aber "Jeder"  wie er möchte ;)