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Autor Thema:  Upgrade von LMDE 2 Mate  (Gelesen 1448 mal)

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CLImate

  • Gast
Upgrade von LMDE 2 Mate
« am: 29.09.2018, 15:27:46 »
Für die Weiterverwendung von LMDE 2 Mate sehe ich drei Möglichkeiten:
a) mint-Pakete aktualisieren und die Desktop-Umgebung Mate auf 1.16 aus debian stretch downgraden;
b) alles aktualisieren und dabei Mate auf 1.20 aus debian stretch-backports anheben;
c) komplett auf debian umsteigen.

Hier beschreibe ich zunächst b), da dies am ehesten der bisherigen Update-Politik von LMDE 2 Mate entspricht. Wahrscheinlich werden über die backports auch neuere Mate-Versionen verfügbar sein.

Die Vorbereitung ist zunächst wie in der offiziellen Anleitung zum Versions-Upgrade von LMDE 2 betsy auf LMDE 3 cindy:
https://community.linuxmint.com/tutorial/view/2419
(oder die Kurze Zusammenfassung unter https://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=50750)

Um die Anleitung hier kurz zu halten beschreibe ich hier nur kurz, was gemacht werden soll. Weitere Erklärungen folgen in Antwort #1.

a) timeshift installieren und konfigurieren

Wen man timeshift verwenden möchte, ist jetzt die beste Zeit es zu installieren und zu konfigurieren.
Wer kein timeshift verwenden möchte, der legt eine leere Konfigurationsdatei an mit "sudo touch /etc/timeshift.json"

b) Umstieg auf lightdm
Den bisherigen Displaymanager MDM gibt es in debian stretch nicht mehr. Es gibt aber bereits ein neues, anderes Paket mit dem Namen mdm, weshalb eine Aktualisierung zu Problemen führen würde. Der Umstieg auf einen anderen Displaymanager ist daher nicht optional. Empfohlen wird lightdm so wie auch in LMDE 3 Cinnamon genutzt:
apt install lightdm lightdm-settings slick-greeter Bei Nachfrage LightDM wählen.
apt remove --purge mdm mint-mdm-themes*
sudo dpkg-reconfigure lightdm
sudo reboot
c) mintupgrade installieren
apt install mintupgrade
d) mintupgrade anpassen
Ich habe in /usr/bin/mintupgrade Anpassungen vorgenommen, damit das Upgrade auch unter LMDE 2 Mate funktioniert und dafür finden sich im Anhang Patch-Dateien, die heruntergeladen und mit nachfolgenden Kommandos einfach und schnell angewendet werden können.
cd Downloadssudo patch /usr/bin/mintupgrade <  mintupgrade-mate.txtsudo patch /usr/share/linuxmint/mintupgrade/apt_destination_sources < apt_destination_sources-mate.txt
e) empfehlenswert: Die Anzeige im Terminal umstellen damit über alle Zeilen gescrollt werden kann
Bearbeiten → Profileinstellungen → Bildlauf → unbegrenzt

f) mintupgrade
in Mintupgrade kommt mehrfach die Rückfrage, ob fortgefahren werden soll. Für den vollständigen Druchlauf ist stets mit "y" zu antworten.

Upgrade-Simulation
mintupgrade check Wichtig: vor weiteren Aktionen, die Ausgabe prüfen!

Download der LMDE 3 Pakete mintupgrade download
Tipp: Wenn man sich sicher ist das Upgrade auch durchführen zu wollen, kann man diesen Punkt auch überspringen. Mit dem nachfolgenden Kommando werden auch Pakete heruntergeladen, sofern noch nicht geschehen bzw. zwischenzeitlich neue Pakete eingetroffen sein sollten. Der Unterschied liegt nur darin, dass nach dem Download direkt mit der Installation begonnen wird.

g) Anwenden
Achtung: dieser Schritt ist nicht reversibel! mintupgrade upgrade

h) Downgrade und Entfernen fremder Pakete
Systemverwaltung > Anwendungspaketquellen > Maintenance (Wartung)

i) abschließend
Anpassen der Info-Datei
sudo sed -i 's/betsy/cindy/' /etc/linuxmint/infosudo sed -i 's/Betsy/Cindy/' /etc/linuxmint/infosudo sed -i 's/LMDE 2/LMDE 2→3/' /etc/linuxmint/infoAnpassen der Vorlage der Paketquellen, damit man wie gewohnt über die Anwendungspaketquellen einen lokalen Spielserver wählen kann.
cd Downloadssudo patch /usr/share/mintsources/cindy/official-package-repositories.list < post_patch_mintsources.txt

CLImate

  • Gast
Re: Upgrade von LMDE 2 Mate
« Antwort #1 am: 29.09.2018, 15:29:25 »
Wie angekündigt beschreibe ich nun, was und warum ich es mache.

a) Anpassung der Datei /usr/bin/mintupgrade

Zeile 15 erklärt sich eigentlich von selbst, da hier die unterstützte Version festgelegt wird.
Zitat
-SUPPORTED_EDITIONS = ["cinnamon"]
+SUPPORTED_EDITIONS = ["mate"]


Zeile 28 enhält eine Liste der Pakete, die nicht entfernt werden sollen. Sollte trotzdem ein Entfernen nötig sein, bricht mintupgrade ab. Deshalb passe ich das von cinnamon-Paket auf mate-Pakete an
Zitat
-IMPORTANT_PACKAGES = ["cinnamon", "xplayer", "xreader", "xed", "mintsystem", "metacity", "nemo", "nemo-preview"]
+IMPORTANT_PACKAGES = ["mate-desktop", "xplayer", "xreader", "xed", "mintsystem", "metacity", "marco", "caja"]


Zeilen 220 bis 224, es sollen nach dem upgrade die mint-info- und mint-meta-Pakete passend zur Desktop-Umgebung installiert werden. Nur die gibt es unter cindy nicht, weshalb nach dem Installation-Versuch von mint-info-mate der Gesamtablauf abgebrochen würde. Gleiches gilt für mint-meta-mate. Die entsprechenden Zeilen werden mittels "#" auskommentiert und somit nicht mehr ausgeführt.
Zitat
-        self.progress("Re-installing the info-package for your edition of Linux Mint")
-        self.check_command('sudo apt-get install --yes %s' % self.mint_info, "Failed to install %s" % self.mint_info)
+#        self.progress("Re-installing the info-package for your edition of Linux Mint")
+#        self.check_command('sudo apt-get install --yes %s' % self.mint_info, "Failed to install %s" % self.mint_info)
 
-        self.progress("Re-installing the meta-package for your edition of Linux Mint")
-        self.check_command('sudo apt-get install --yes %s' % self.mint_meta, "Failed to install %s" % self.mint_meta)
+#        self.progress("Re-installing the meta-package for your edition of Linux Mint")
+#        self.check_command('sudo apt-get install --yes %s' % self.mint_meta, "Failed to install %s" % self.mint_meta)


Die Auskommentierung in Zeile 226/227 ist optional. Wer das Paket mint-meta-codecs installiert hat, dem wurde bis zu diesem Zeitpunkt des Programmalbaufs bereits aktualisiert. Wer es nicht installiert hat, hat sich vielleicht absichtlich so entschieden. Warum also es verpflichtend vorschreiben?
Zitat
-        self.progress("Re-installing the multimedia codecs")
-        self.check_command('sudo apt-get install --yes mint-meta-codecs', "Failed to install mint-meta-codecs")
+#        self.progress("Re-installing the multimedia codecs")
+#        self.check_command('sudo apt-get install --yes mint-meta-codecs', "Failed to install mint-meta-codecs")


a) Anpassung der Datei /usr/share/linuxmint/mintupgrade/apt_destination_sources
Wie eingangs schon beschrieben soll Mate  aus den Backports installiert werden, also muss auch die entsprechende Paketquelle eingetragen werden.
Zitat
+# debian-backports to get a supported MATE newer than betsy delivered
+deb http://deb.debian.org/debian/ stretch-backports main contrib non-free

Es ist keine weitere Anpassung nötig (Apt-Pinning). Anfang hatte ich von kpmplizierte Regeln geschrieben, welche Pakete aus welche Quelle installiert werden sollen, aber der Test zeigte, dass die bereits bestehenden Regeln ausreichend sind.

c) zu den abschließenden Anpassungen der /etc/linuxmint/info sowie /usr/share/mintsources/cindy/official-package-repositories.list ist bereits genug geschrieben.
Zitat
+deb $basemirror/ $basecodename-backports main contrib non-free