Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
12.07.2020, 04:54:19

.
Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Mitglieder
  • Mitglieder insgesamt: 24253
  • Letzte: chemin
Statistiken
  • Beiträge insgesamt: 670263
  • Themen insgesamt: 54299
  • Heute online: 254
  • Am meisten online: 2287
  • (22.01.2020, 19:20:24)
Benutzer Online

Autor Thema:  Linux vom Stick starten  (Gelesen 2851 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

omgThreadstarter

  • *
Linux vom Stick starten
« am: 05.05.2016, 22:08:42 »
Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage zum Start "LinuxMint 17.3 Cinnamon" vom Stick, den ich mit "unetbooting-windows" aus der ISO erstellt habe.
Ich möchte, dass meine Tochter Online Banking über einen Stick mit Linux erledigt. Es funktioniert soweit auch alles bestens. Nur möchte ich einige Einstellungen (PW für WLAN, Firefox auf Desktop, ggf. Hintergrundbild) so festlegen, dass diese Vorgaben beim Start mit dem Stick gleich gesetzt sind.
Die Akzeptanz, derart gesichert zu arbeiten, stiege damit enorm.
Ich bitte um hilfreiche Tipps.

Vielen Dank
Otto

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #1 am: 05.05.2016, 22:42:43 »
Ich gehe mal davon aus, das du ein Live-System auf dem Stick hast.
Dieses Live-System ist zum Testen.
Du musst eine Linux System auf dem Stick oder einer Externen Platte installieren oder ein Dual Boot System auf dem Rechner.
« Letzte Änderung: 05.05.2016, 23:03:36 von tommix »

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #2 am: 05.05.2016, 22:48:45 »
Um Einstellungen auf dem Stick speichern zu können, müsstest Du einen persistenten Speicherbereich anlegen, oder wie tommix schon geschrieben hat, eine feste Installation machen.
Das würde aber die Sicherheit beeinträchtigen.
Dauerhafter Speicher geht auch mit Unetbootin für Windows nicht.
Bei so einem Stick sollte man auch über Verschlüsselung nachdenken, können ja leicht verloren gehen, die Dinger.

Zum Thema Online-Banking gab es schon etliche Threads, schau doch danach mal mit der Suche.
Ist auch immer ziemlich kontrovers diskutiert worden.

Ich persönlich halte ein Live-System auf USB-Stick nicht für ideal, schon gar nicht für längere Zeit.
Der Benutzer verfügt außerdem über Systemverwaltungsrecht, was für Bankgeschäfte nicht notwendig ist, aber ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellt.

Für gelegentliches Banking mag es angehen, aber dann ohne Persistenz.
Ich mach das mit meinem normalen LinuxMint, das regelmäßig aktualisiert wird.
Wie wäre es denn mit einem eigenen Standardbenutzer nur für den Zweck, mit eingeschränkten Rechten?
Dem kann man die Oberfläche ja schick gestalten und mitgeben, was sonst noch an Voreinstellungen gewünscht ist.
« Letzte Änderung: 05.05.2016, 23:11:22 von aexe »

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #3 am: 05.05.2016, 23:00:13 »
Zitat aexe:  müsstest Du einen persistenten Speicherbereich anlegen....

Das geht unter Windows mit dem Linux Live Creator, (siehe Computerbild.de)

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #4 am: 05.05.2016, 23:09:10 »
Ja klar, dafür gibt es auch unter Windows Möglichkeiten, aber - soweit ich weiß - eben nicht mit UNetbootin, was der TE ja verwendet hat, um den Live-Stick zu erstellen. Das geht nur mit der Linux-Version und mit einem Ubuntu-basierten ISO.

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #5 am: 05.05.2016, 23:21:17 »
Ja, ist natürlich richtig aexe.
Hatte ich ignoriert, da er oben von LM 17.3 Cinnamon sprach.
Ich weiß nur nicht, ob es nicht besser ist nicht Cinnamon zu nehmen? (Boot Dauer?)

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #6 am: 05.05.2016, 23:35:47 »
Ich würde kein Cinnamon und auch kein LinuxMint nehmen, eher LMDE 2 LXDE oder so einen anderen schlanken Desktop. Dann funktioniert der Stick auch an schwachen Rechnern.
Debian - weil die Rechteverwaltung dort etwas strenger ist.
Allerdings geht mit Debian-ISOs auch prinzipiell kein persistenter Speicher, was mich aber in dem Fall nicht stören würde.

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #7 am: 06.05.2016, 08:33:57 »
Wenn Sicherheit an erster Stelle steht, würde ich folgendes tun:

1. Virtualbox installieren
2. Das Live-System "tails" herunterladen und die ISO davon in eine VM packen.

Beim Starten der VM bootet tails von der ISO. Beim Beenden bleiben keine Rückstände auf dem Rechner. Auch kein Wlan-Passwort.
Als Nebeneffekt kann man anonym im Internet surfen, da der in tails verwendete Browser das Tornetzwerk benutzt.

alternativ:

Wer seine Bankdaten auf dem Stick mitnehmen  und an einem beliebigen Windowsrechner (unter Linux eine VM mit Windows, oder wine) bearbeiten möchte, nimmt die USB-Version des kostenpflichtigen "Alf-Banco".  Das ist ein Banking-Programm für die Hosentasche, welches per HBCI-Protokoll arbeitet. Eine nochmalige Steigerung der Sicherheit erreicht man dann noch durch Verwendung eines Chipkartenlesers.
« Letzte Änderung: 06.05.2016, 08:38:54 von Kiro »

Fritx

  • Gast
Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #8 am: 06.05.2016, 08:51:30 »
Ich würde Lubuntu LTS Daily Build nehmen und die (je nach Geschmack) immer mal wieder auf den neusten (Sicherheits-)Stand bringen (d.h. eben wieder neu drauf, vorher mit zsync aktualisieren, geht sehr fix). Und dann natürlich im Gast-Account, der bei jedem Start wieder frisch ist.

http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/trusty/daily-live/current/
https://wiki.ubuntuusers.de/zsync/

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #9 am: 06.05.2016, 12:40:46 »
TAILS (bzw den TOR-Browser) halte ich nicht für eine gute Idee.

Warum muss ich denn anonym mit meiner Bank kommunizieren?
Wenn ich die Bank wäre, würde ich sowas gar nicht zulassen.

Außerdem ist man damit sehr auffällig und unter Umständen erst recht ein Ziel für dunkle Machenschaften.
Also wenn überhaupt, dann nur mit Alu-Hut.  ;D

Fritx

  • Gast
Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #10 am: 06.05.2016, 14:18:31 »
Ich selbst nutze fürs Tagesgeschäft Hibiscus mit HBCI-Cardreader. Und wenn ich dann (ganz selten) mal übers Webinterface gehen muss, dann halt mit dem Gastzugang. Und das ganze natürlich von einer tagesaktuellen Festinstallation. Kann ich gut mit schlafen, ist nachts eh mit Zeitschloss gesichert  :)

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #11 am: 06.05.2016, 16:25:46 »
Warum muss ich denn anonym mit meiner Bank kommunizieren?
Wenn ich die Bank wäre, würde ich sowas gar nicht zulassen.
Gegenüber der Bank bin ich nicht mehr anonym, sobald ich mich mit Benutzerkennung und PIN als Kontoinhaber legitimiert habe. Auf welchen verschlungenen Pfaden die Verbindung zustande kam, kann der Bank egal sein.

Zitat
Außerdem ist man damit sehr auffällig und unter Umständen erst recht ein Ziel für dunkle Machenschaften.
Das muss Edward Snowden anders gesehen haben, sonst hätte er Tails nicht verwendet und würde es nicht empfehlen.


Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #12 am: 06.05.2016, 17:08:53 »
Auf welchen verschlungenen Pfaden die Verbindung zustande kam, kann der Bank egal sein.
Hoffentlich ist das bei meiner Bank nicht der Fall.
Denn wenn jemand mal anonym einen dicken Batzen Geld auf mein Konto überweist, würde ich doch gerne wissen, bei welcher Adresse ich mich dafür bedanken kann. :D

Off-Topic:
Ich weiß nicht, was Ed Snowden heute verwendet und empfehlen würde.
Wusste auch nicht, daß der ein Fachmann für Bankgeschäfte ist.
« Letzte Änderung: 06.05.2016, 17:17:39 von aexe »

Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #13 am: 06.05.2016, 17:35:39 »
Auf dem Schaden wird man vermutlich sitzen bleiben, wenn die Bank nachweisen kann, dass man grob fahrlässig gehandelt hat, z.B. ohne Virenscanner unterwegs gewesen.  Doch ist die Nutzung von Tor eine grob fahrlässige Handlung? 
Wenn sicher sein will, nutzt HBCI mit Chipkarte.

omgThreadstarter

  • *
Re: Linux vom Stick starten
« Antwort #14 am: 06.05.2016, 18:28:42 »
Vielen Dank an alle, die mir mit Rat & Tat und guten Ideen zur Seite gesprungen sind.
Otto