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Autor Thema:  Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?  (Gelesen 4438 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« am: 11.02.2016, 21:40:10 »
Ich habe auf einer SSD die EFI-Partition, Swap und / und auf einer HDD /home. Was muss ich bei einer Neuinstallation machen, damit /home bestehen bleibt?

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #1 am: 11.02.2016, 21:49:12 »
Da musst du im Installer das home nur zuweisen (benutzen als home), ohne es zu formatieren oder zu löschen.
Ist darin noch ein userkonto, kann man das sogar übernehmen, musst dann halt den selben Namen wieder nehmen.
Das wars eigentlich.

P.S.: Auf die richtigen Partitions-Bezeichnungen musst du natürlich achten.

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #2 am: 11.02.2016, 21:49:33 »
Wenn du das Partitionieren der Festplatte manuell machst, kannst du /home einbinden und nicht formatieren!

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #3 am: 11.02.2016, 22:07:00 »
Eine Frage noch. Da sind ja noch haufenweise andere versteckte Ordner usw. drin, was passiert damit bei einer Neuinstallation (mit einem andere DE)?

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #4 am: 11.02.2016, 22:17:33 »
"Solche Dateien und Verzeichnisse findet man am häufigsten im Homeverzeichnis eines jeden Benutzers. Sie enthalten die Einstellungen von Anwendungsprogrammen. So können Konfigurationsdaten und eigene Daten im Homeverzeichnis stehen, ohne dass man als Anwender den Überblick verliert."
LINK

was meinst du mit DE?

Nijel

  • Gast
Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #5 am: 11.02.2016, 22:23:46 »
Die neue DE kann mit den alten Einstellung der anderen DE nichts anfangen. Da entsteht dann Datenmüll.
Welches Linux hast du bisher drauf und was soll künftig drauf sein?
Es kommt ggf. auch auf den Versionssprung an. Es könnte z. B. auch Programme mit den Einstellungen ihrer Urahnen ins Trudeln kommen.
« Letzte Änderung: 11.02.2016, 22:26:52 von Nijel »

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #6 am: 11.02.2016, 22:28:14 »
Wenn Du eine andere Desktop-Umgebung (DE), also zB MATE verwenden willst, sind die alten Konfigurationsdateien von zB Cinnamon nicht sehr sinnvoll.
Deshalb verwende ich anstelle einer Home-Partition eine separate DATEN-Partition, in der die persönlichen Dateien abgespeichert sind. Die bleiben nach einem Systemwechsel erhalten und sind unabhängig davon erreichbar.

Das 'Home' mit den 'Dot-Files' hat jedes BS für sich, bzw wird im Fall einer Neuinstallation neu angelegt und zwar innerhalb des Systemverzeichnisses ( / ) auf der entsprechenden System-Partition.
« Letzte Änderung: 11.02.2016, 22:37:45 von aexe »

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #7 am: 11.02.2016, 22:30:24 »
Eine Frage noch. Da sind ja noch haufenweise andere versteckte Ordner usw. drin, was passiert damit bei einer Neuinstallation (mit einem andere DE)?
Das mit dem alten Konto übernehmen, ist so eine Sache. Denn die darin befindlichen Konfigs werden zum einen ja nur bei gleicher GUI wieder benutzt. Sind bei anderer grafischen Umgebung teilweise unnütz.
Mache ich nur bei gleicher GUI sowie gleichen System.

Am besten du bindest das home wie beschrieben ein und  installierst dann ganz normal mit neuen Konto.
Und wenn du das System nach der Installation zum ersten Mal hochfährst, machst du die System-Aktualisierung und arbeitest mit Verlinkungen, dahin wo die alten Daten stehen.
Bsp.: ln -s /home/alteskonto/Dokumente  /home/neueskonto/DokumenteZuvor im neuen userkonto den Ordner Dokumente löschen.
Damit verlinkst du im neuen Konto den ordner an die Stelle, des alten Kontos. Mache ich hier nur so, da zwei unterschiedliche Distris.
Nach den Schema mit allen Ordnern und Dateien verfahren, wo erforderlich. Also auch versteckte Ordner wie .mozilla oder .thunderbird, usw.

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #8 am: 11.02.2016, 23:46:44 »
Deshalb verwende ich anstelle einer Home-Partition eine separate DATEN-Partition, in der die persönlichen Dateien abgespeichert sind. Die bleiben nach einem Systemwechsel erhalten und sind unabhängig davon erreichbar.

Wie machst du das bei der Installation? Einfach z.B. meine HDD mit ext4 formatieren aber keinen Einbindepunkt angeben?

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #9 am: 12.02.2016, 00:10:15 »
Übersehe jetzt die Situation auf Deinen Platten nicht so genau, soll das alte System komplett weg ?
Ich mach das immer überlappend, also behalte erst mal das alte System und installiere das neue daneben.

Also für eine Neuinstallation eine neue ext4-Partition mit ca 20 G erstellen (Gparted) und als System-Partition (/) dem Installer zuweisen, sonst nichts weiter einbinden, swap ist meistens auch keiner notwendig, also falls bereits vorhanden, einfach übernehmen, nicht neu formatieren. (Installation-Modus: Etwas Anderes)

Wenn die alte Home-Partion erhalten geblieben ist, kannst Du ja von dort selektiv Daten importieren oder extern sichern und eine Daten-Partition daraus machen. Auch die alte System-Partition kann man ja später irgendwie wieder verwenden.
Es gibt viele Möglichkeiten mit Linux.

Edit
Eine vorhandene Daten-Partition kann man während der Installation (statisch) einbinden, oder nachträglich durch Eintrag in die /etc/fstab. Man kann das aber auch bleiben lassen und nur bei Bedarf einhängen und darauf zugreifen (mit dem Datei-Manager).
« Letzte Änderung: 12.02.2016, 00:32:38 von aexe »

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #10 am: 12.02.2016, 02:04:23 »
Wenn du das Partitionieren der Festplatte manuell machst, kannst du /home einbinden und nicht formatieren!
Und als Faustregel nach der Neuinstallation nur die eigenen Ordner Bilder/Dokumente/Downloads/Musik/Videos/Vorlagen und nur die versteckten Ordner .mozilla/.thunderbird/.filezilla zum neuen User kopieren/verschieben. Das sollte unabhängig von der Desktop-Umgebung (desktop environment) funktionieren und verschleppt keine alten Systemfehler.
« Letzte Änderung: 12.02.2016, 02:35:12 von Jake_Sully »

ZeckeSZ

  • Gast
Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #11 am: 12.02.2016, 09:42:51 »
Ich gehe einmal davon aus, dass du ein Linux Mint installieren möchtest. Bevor du also auf "Installieren" klickst, binde dein altes home ein und verschiebe alle ".verzeichnisse" und ".dateien" in einen dafür neu erstellten Ordner (z.B. "old").
Jetzt die Installation anschieben und home wie schon mehrfach beschrieben einbinden (nicht formatieren).

Im neuen System schiebst oder kopierst du die ".daten" von Programmen, deren Einstellungen du behalten möchtest, zurück an den dafür vorgesehenen Ort. Achte darauf, das Verzeichnis ".config" nicht komplett, sondern nur die entsprechenden Inhalte daraus zu übernehmen. Bereits neu erstellte Dateien/Verzeichnisse kannst du überschreiben/zusammenführen.

Bevor du loslegst, Datensicherung nicht vergessen.
« Letzte Änderung: 12.02.2016, 10:01:55 von ZeckeSZ »

ZeckeSZ

  • Gast
Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #12 am: 12.02.2016, 09:59:02 »
als Faustregel
Wer hat die denn aufgestellt? Warum soll ich auf meine Konfigurationsdateien für z.B. VirtualBox, Calibre, LibreOffice, BlueFish, KeePassX usw. verzichten? Ich setzte mich doch nach einer Neuinstallation nicht hin und konfiguriere stundenlang die von mir verwendeten Programme. Wir reden hier schließlich nicht von Windows.

Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #13 am: 12.02.2016, 10:35:06 »
@h3r3t1k
da halte ich doch ebenfalls mal dagegen. Als einzelner Nutzer auf einem Desktop würde ich mir hier keinen Bären aufbinden lassen und mein home-Verzeichnis selbstverständlich wieder zurücksichern. Völlig egal ob es sich dabei um einen neuen Desktop oder ein neues Linux handelt - vorausgesetzt die Systeme basieren auf Debian (also Debian selbst, alle *buntus, die Mints, Xandros und zahlreiche andere). Hier hat bisher keiner den unumstößlichen Nachweis gebracht das Probleme "definitiv" durch Konfigurationsdateien aus dem home-Verzeichnis und nicht andere ungünstig zusammentreffende Umstände hervorgerufen wurden. In deinem home befinden sich fast nur Konfigurationsdateien von Programmen. Die meisten entstanden weil du beim Benutzen derselbigen im Prog bestimmte Einstellungen vorgenommen hast oder auch nur vor langer Zeit mal einem Tipp aus dem Netz/Forum zur Personalisierung deines Systems gefolgt bist. Meist kann man sich kaum noch daran erinnern. Warum aber auf etwas verzichten was einst für gut befunden wurde. Es wird höchst selten zu Überschneidungen kommen. Die globale Konfigurationen in /etc, die schon eher "das System" beeinflussen könnten, sind ja außen vor und gehören zum Bereich Neuinstallation. Hast du in 10 Jahren dein System besser kennengelernt kannst du dann auch mal wieder eine Machine ganz neu aufsezten und konfigurieren (und dabei auch Ballast loswerden und dabei auf neue Fragen für das Forum stoßen  ;) ). Nur wegen einigen im home-Verzeichnis mglw. "überflüssigen", oder besser gesagt nicht genutzten, Dateien fange ich doch ohne echte Probleme nicht wieder bei Null an. Zum Glück ist das eine individuelle Entscheidung. Sie hängt natürlich nicht unwesentlich davon ab vieviel Erfahrung du im Umgang mit Linux bisher gesammelt hast; was du dir selbst zutraust; ..... wieviel Zeit du übrig hast. Es nimmt sie dir aber keiner ab, denn "BillyG" hat mit Linux nix am Hut und du bist root.

ZeckeSZ

  • Gast
Re: Neuinstallation ohne /home zu überschreiben?
« Antwort #14 am: 12.02.2016, 11:45:52 »
hat bisher keiner den unumstößlichen Nachweis gebracht
Da stellt sich dann aber auch die Frage, wo in deinen Ausführungen die gegenteiligen Nachweise sind.

Da ich hier im Forum wohl einer der wenigen bin, die grundsätzlich noch mit einer home- anstatt einer Datenpartition arbeiten, behaupte ich einmal, damit einige Erfahrung zu haben. So hatte ich etliche Probleme beim Umstieg von Ubuntu (nach dem Wechsel zu Unity) zu Mint (immer: Cinnamon), das System hängte sich regelmäßig weg. Erst nachdem alle Konfigurationsdateien, die nicht mit irgend welchen Anwendungen zu tun hatten, entfernt worden waren, lief das System stabil.

Auch von Mint 13 zu 16 funktionierte es nicht reibunglos, was auch nicht verwunderlich war, da Nemo Nautilus ablöste. Auch hier mussten die systemspezifischen Konfigurationsdateien entfernt werden.

Der Umstieg von Mint 16 auf 17 war einigermaßen ok. Einigermaßen, denn da kann ich mich sogar noch an ein Negativbeispiel erinnern: Hier im Forum wurde manchmal darauf hingewiesen, bei bestimmten Programmen im Autostart (Startprogramme) zu versuchen, eine Verzögerung einzustellen. Diese Einstellungsmöglichkeit fehlte bei mir völlig.

Von der Idee, das komplette home-Verzeichnis zurückzuspielen, möchte ich daher dringend abraten.