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Autor Thema:  Beim Backup der Linux-Partition, wird der Bootmanager dabei mitgesichert?  (Gelesen 1134 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Umgebung: Linux Mint 17.2 Cinnamon

Hi,
Ich habe auf meiner SDD Win 7 und Linux Mint installiert (vorher war Win7 und Win8 da drauf, von daher ist es ein Multibootsystem mit 2 Bootmanagern - ok, der Windows Bootmanager wäre jetzt obsolet).

Da ich bisher immer nur jeweils einzelne Patitionen gesichert habe, frage ich mich nun ob ich mein System so überhaupt wieder herstellen kann - falls die SSD mal schlapp macht.

Meine Sicherung bestand bisher aus den Volumen der Systempatition von Windows7 (dort liegt der Windows-Bootmanager und andere bootrelevante Dateien für Windows), der eigentlichen Windows7-Partition und der Linuxpartition.
Nun habe ich gehört, dass Grub bei der Installation von Linux etwas für sich abzwackt und sich quasi in eine eigene Partition verewigt. Da Grub aber als Erstes startet, wäre ohne die Sicherung dieser kleinen Extrapartition keine komplette Wiederherstellung möglich. Habe ich das so richtig verstanden?

-volker-

Wenn Du Dich über den Bootloader GRUB bei Linux informieren willst, schau in das vorzügliche Wiki der ubuntuusers.de
Hier ein paar Links :
https://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Grundlagen
https://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Konfiguration
https://wiki.ubuntuusers.de/Partitionierung/Grundlagen#Wie-und-wo-werden-Partitionen-verwaltet

Ob bei einer Systemsicherung der Bootloader gesichert wird oder nicht, lässt sich so allgemein nicht beantworten.
Es kommt darauf an, mit welcher Methode die Sicherung gemacht wird.
https://www.linuxmintusers.de/index.php?action=wiki;page=Backup

Man kann den Teil, der nicht auf der System-Partition liegt, sondern in einem speziellen Bereich am Anfang der Festplatte, auch separat sichern und ggf wieder herstellen, zB so :
https://wiki.ubuntuusers.de/dd#MBR-Boot-Loader-und-Partitionstabelle-sichern
Manche Backup-Programme bieten auch diese Möglichkeit.

Ob er nach der Rücksicherung wieder funktioniert, kommt auf den Einzelfall an. 
Wenn nicht - meistens lässt sich der Grub wieder reparieren :
https://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Reparatur

Bei einem UEFI-Rechner sind die Verhältnisse anders, als bei einem mit klassischem BIOS-Boot.
« Letzte Änderung: 08.10.2015, 14:35:44 von aexe »

Danke Schön für die vielen Infos.
Wenn Grub(2) sich im MBR verewigt (UEFI kommt - wenn es nach mir geht - nie auf meinem privaten Rechner drauf) ist das für mein BackUp-Programm kein Thema. Acronis True Image sichert den MBR immer extra mit.

-volker-

Manchmal will man den MBR auch nicht zurücksichern, wenn zB zwischenzeitlich die Partitionierung geändert wurde. Dann hat sich ja auch die Partitionstabelle (MFT) geändert.
Oder ein zusätzliches Betriebssystem installiert wurde, welches den Grub (MBR) neu geschrieben hat.

Früher hab ich meine Systemsicherungen unter Windows immer mit Macrium Reflect gemacht. Davon gibt es eine gute 'free Version'.
(Recovery-CD erstellen usw). Damit kann man auch Linux-Partitionen sichern.

Seit ich Windows den Rücken gekehrt habe, verwende ich Clonezilla.
Da gibt es den Standard-Modus, bei dem die Einstellungen weitgehend automatisch nach Vorgabe erfolgen, und den 'Experten-Modus' bei dem man sie manuell ändern kann.
Ist am Anfang etwas unübersichtlich und nicht einfach zu erkennen, was die einzelnen Optionen bedeuten.
« Letzte Änderung: 08.10.2015, 16:50:38 von aexe »

Von Macrium Reflect habe ich bisher auch nur Gutes gehört. Benutze halt die Variante von Acronis. Ist auch eine Gewohnheitssache. Seit dem ich eine 1TB externe Backup-Platte habe, können mich Festplattenausfälle nicht mehr jucken.
Früher hatte ich HDD's immer nach einer gewissen Zeit ausgetauscht - jetzt können sie drin bleiben, bis sie hinüber sind.

Einzig der Mainboardcrash wird wohl Neuinstallationen nach sich ziehen. Ich habe hier zwar auch noch ein Win7-Backup mit deinstallierten Treibern (soweit es geht sind MS-Standardtreiber installiert) - aber ob das diesmal wieder funktioniert wird sich erst im Ernstfall zeigen. Ich mag Systemneuinstallationen nämlich gar nicht.

-volker-

Systemneuinstallationen ... kommt auf das System an.
Mit LinuxMint geht es flott und kann sogar Spaß machen  :D
Inzwischen ist es ja nicht mehr so oft notwendig, weil es seit LM 17 das System-Upgrade über die Aktualisierungsverwaltung gibt.

Ich mach aber trotzdem in manchen Fällen (sehr stark individualisiertes System, viel daran herumgeschraubt) lieber eine saubere Neu-Installation.
Dann spart man sich nachträglichen Ärger und Zeitaufwand alles wieder hinzubiegen.
Das kann nämlich wesentlich länger dauern und ekelhaft sein.

Datensicherung und eine Liste mit den zusätzlichen Software-Paketen vorausgesetzt.