LMDEHowToTEMP

Diskussion zum Seiteninhalt

Einleitung

Was ist Linux Mint Debian Edition (LMDE)?

Linux Mint Debian Edition (LMDE) ist eine Rolling Release-Distribution basierend auf Debian Testing.
Es steht eine Live-DVD mit GNOME-Desktop sowohl für 32-Bit als auch für 64-Bit-Prozessoren zur Verfügung.
Der Zweck von LMDE ist ein System, das genauso aussieht und die gleiche Funktionalität bietet wie die auf Ubuntu basierende Main-Edition, gleichzeitig aber auf Debian basiert.
LMDE ist 100% mit Debian kompatibel, welches wiederum nicht mit Ubuntu kompatibel ist.

 
 

Für wen ist LMDE geeignet?

LMDE ist für alle geeignet die Ihr Betriebsystem nur einmal installieren möchten und trotzdem immer auf den aktuell Stand bleiben wollen (Rolling Release).

 
 

Was beteutet Rolling Release?

Rolling Release bedeutet das LMDE immerfort aktualisiert wird. Es gibt nur eine Betriebsystem-Version und es erscheint auch in Zukunft keine aktuellere Version. Aber es werden Snapshots veröffentlicht, das heißt eine Kopie aller im Moment im Repositorie liegenden Software-Versionen.

 
 

Welche  Vor- und Nachteile hat LMDE gegenüber der Ubuntu Main-Edition?

Vorteile:
Sie müssen das System nicht immer neu installieren. Es wird kontinuierlich neue Software-Versionen und Updates geben.
Es ist schneller und leistungsstärker als auf Ubuntu basierende Editionen.
Nachteile:
Durch die kontinuierliche Aktualisierung mit neuen Software-Versionen und Updates, die noch nicht so gründlich getestet und geflickt wurden, wie im "Stable Release", ist es im Vergleich zu einer Version von Linux Mint mit festem Veröffentlichungstermin, nicht so stabil. Es wird wahrscheinlich häufiger passieren das Probleme auftreten, die das laufende System beeinträchtigen können. Diese sollten sich aber schnell beheben lassen. Aus diesem Grund erfordert LMDE tiefer gehende Linuxkenntnisse, auch im Umgang mit dem Terminal, speziell mit dpkg und apt.
Debian ist weniger benutzerfreundlich/Desktop-optimiert als Ubuntu. Rechnen Sie deshalb immer mit ein paar Ecken und Kanten.

 
 

Installation

Deutsche Sprachdateien nachrüsten

Leider fehlen je nach eingesetzter Version von LMDE bei einigen Programmen die deutschen Sprachdateien. Diese lassen sich jedoch folgendermaßen nachrüsten:

Firefox

Sollte Firefox noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes firefox-l10n-de
 

Fortunes

Um beim Start im Terminal deutschsprachige "Glückskekse" und andere humorvolle Aphorismen angezeigt zu bekommen, muss man das Paket fortunes-de installieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes fortunes-de
 

GIMP

Sollte die Hilfe von GIMP noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes gimp-help-de
 

LibreOffice

Wer die Büro-Suite LibreOffice nutzt, öffnet ein Terminal und installiert die deutschen Sprachdateien mit folgenden Befehl:

sudo apt-get install --yes libreoffice-help-de libreoffice-l10n-de
 

OpenOffice

Wer die Büro-Suite OpenOffice nutzt, öffnet ein Terminal und installiert die deutschen Sprachdateien mit folgenden Befehl:

sudo apt-get install --yes openoffice.org-help-de openoffice.org-hyphenation-de openoffice.org-l10n-de openoffice.org-thesaurus-de
 

Thunderbird

Sollte Thunderbird noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes thunderbird-l10n-de

 
 

Google Chrome installieren

Google Chrome kann mit folgendem Befehl ganz einfach über das Terminal installiert werden.

32-Bit:

wget -c https://dl-ssl.google.com/linux/direct/google-chrome-stable_current_i386.deb && sudo dpkg -i google-chrome-stable_current_i386.deb

64-Bit:

wget -c https://dl.google.com/linux/direct/google-chrome-stable_current_amd64.deb && sudo dpkg -i google-chrome-stable_current_amd64.deb

 
 

Grafiktreiber installieren (ATI)

Der proprietäre Catalyst-Treiber bietet im Gegensatz zu den freien Treibern eine ausgereifte 3D-Beschleunigung und sorgt für eine optimale Steuerung des Lüfters für die GPU.
Um die aktuelle Version des Treibers aus der Paketquelle zu installieren, muss man im Terminal folgende Befehle ausführen:

sudo apt-get install --yes fglrx-control fglrx-glx fglrx-modules-dkms
sudo aticonfig --initial

und anschließend das System neustarten.

 
 

Grafiktreiber installieren (Nvidia)

Der proprietäre NVIDIA-Treiber bietet im Gegensatz zu den freien Treibern eine ausgereifte 3D-Beschleunigung, unterstützt OpenGL sowie die Hardware-Beschleunigung von HD-Videos über VDPAU.
Um die aktuelle Version des Treibers aus der Paketquelle zu installieren, muss man im Terminal folgende Befehle ausführen:

sudo apt-get install --yes nvidia-kernel-dkms nvidia-glx build-essential nvidia-settings nvidia-xconfig
sudo nvidia-xconfig

und anschließend das System neustarten.

Für die Hardware-Beschleunigung von HD-Videos über VDPAU wird das Paket libvdpau1 benötigt.

sudo apt-get install --yes libvdpau1

Sollte danach die CPU-Belastung beim Abspielen von HD-Videos noch immer sehr hoch sein oder unschönes Tearing auftreten, sorgt dieser Befehl:

sudo nvidia-xconfig --no-composite
und ein anschließender Neustart für Abhilfe.

 
 

Schriftarten: Windowsschriftarten installieren

Sollte die Schrift in Webseiten falsch dargestellt werden, kann man - bis auf Tahoma - die Schriftarten von Windows XP nachinstallieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes ttf-mscorefonts-installer
Die Schriftart Tahoma wurde nicht von Microsoft freigegeben, genauso wenig wie die neuen Schriften von Vista oder Windows 7.

 
 

Troubleshooting

Bootsplash

Plymouth ist noch nicht stabil genug, um in LMDE benutzt zu werden. Alternativen wie usplash oder splashy sind veraltet, und anstatt sie nur vorübergehend benutzen, wurde beschlossen, lieber keinen Standard-Boot-Splash zu verwenden.
Wer während des Bootvorgangs daher gerne sehen möchte, was an Meldungen durchläuft, muss die Folgenten Änderungen an seinem System vornehmen:
[1.0] /etc/default/grub bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/default/grub

[1.1] Code ändern und speichern

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
in
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="vga=0x0318"
ändern.

[2.0] update-grube ausführen (Terminal)

sudo update-grub

 
 

GDM3 PC Beep - Anmeldemelodie deaktivieren

1. Möglichkeit:

[1.0] Lautstärkeregler öffnen (Alt+F2)

gnome-volume-control.gstreamer

[1.1] Im Lautstärkeregler angekommen klickt man auf "Einstellungen".
Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, mit dem Titel "Einstellungen des Lautstärkereglers".
Darin befinden sich auswählbare Mischer für die Wiedergabe.
Jetzt macht man ein Häkchen bei "Beep" und klickt auf "Schließen".
Zurück gekommen im Lautstärkeregler, klickt man im neu hinzugekommen Eintrag "Beep", auf dem im unteren Teil angezeigten Lautsprechersymbol, wodurch dieser jetzt stumm geschalten ist.

2. Möglichkeit:

[1.0] ALSA Mixer für GNOME installieren (Terminal)

sudo apt-get install --yes gnome-alsamixer

[1.1] Lautstärkeregler öffnen (Alt+F2)

gnome-alsamixer

[1.2] Im GNOME ALSA-Mischpult klickt man im Reiter "Beep", auf dem im unteren Teil angezeigten Eintrag "Stumm".

 
 

Interne Laufwerke: mounten dauerhaft legitimieren

Wenn es stört, das beim mounten interner Laufwerke das Passwort abgefragt wird, kann das hiermit ändern.

(Alt+F2)

gksu gedit /usr/share/polkit-1/actions/org.freedesktop.udisks.policy

im zweiten Block der Datei, ungefähr Zeile 34 "auth_admin_keep" in "yes" ändern.

Sieht danach so aus:

<action id="org.freedesktop.udisks.filesystem-mount-system-internal">
    <description>Mount a system-internal device</description>
    <description xml:lang="da">Montér en intern enhed</description>
    <description xml:lang="de">Eingebautes Gerät einhängen</description>
    <message>Authentication is required to mount the device</message>
    <message xml:lang="da">Autorisering er påkrævet for at montere et fil system</message>
    <message xml:lang="de">Zugriffsrechte werden benötigt um das Gerät einzuhängen</message>
    <defaults>
      <allow_any>no</allow_any>
      <allow_inactive>no</allow_inactive>
      <allow_active>yes</allow_active>
    </defaults>
  </action>

 
 

Pidgin OSD Notify anzeigen

Wer möchte das Pidgin den Benachrichtigungsdienst (Desktop Popup bzw. Gnome Notify) benutzt, muss das Paket pidgin-libnotify installieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes pidgin-libnotify

Sollte Pidgin laufen, muss man das Programm neustarten. Danach kann man das Plugin in Pidgin unter:
Plugins > libnotify Popups > Plugin konfigurieren
konfigurieren.

 
 

Synaptic: Schnellsuche aktivieren

Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes apt-xapian-index

 
 

Spracheinstellung nachträglich korrigieren

Wer während der Installation von LMDE mehr auf die Deutschlandflagge, als auf den Text, geachtet hat und sich nun über die komische Übersetzung wundert, hat "German, Low (Germany)" anstatt "German (Germany)" ausgewählt.
Um das zu ändern wechselt man ins Terminal und führt folgenden Befehl aus:

sudo dpkg-reconfigure locales
Jetzt setzt man - mit der Leertaste - bei "de_DE.UTF-8 UTF-8" ein Häkchen und entfernt das Häkchen bei "nld_NLD.UTF-8 UTF-8".
Die hier gemachten Angaben werden in der Datei /etc/locale.gen gespeichert.

 
 

Rechner ausschalten: dauerhaft legitimieren

[Alt+F2]

gksu gedit /usr/share/polkit-1/actions/org.freedesktop.consolekit.policy

Zeile ~26 "auth_admin_keep" in "yes" ändern.

Sieht danach so aus:

<action id="org.freedesktop.consolekit.system.stop-multiple-users">
 <description>Stop the system when multiple users are logged in</description>
 <message>System policy prevents stopping the system when other users are logged in</message>
 <defaults>
 <allow_inactive>no</allow_inactive>
 <allow_active>yes</allow_active>   
 </defaults>
 </action>

 
 

Updates: sources.list auf "Linux Mint Debian Latest"-Repositorie umstellen

Ab LMDE 201108 ist die Umstellung nicht mehr notwendig, da dort das "Latest"-Repositorie standardmäßig genutzt wird.
In der Datei /etc/apt/sources.list stehen die sogenannten Software-Repositorie. Diese enthalten Programmpakete und die dazu gehörigen Metadaten (z.B.: Beschreibungen der Pakete, Abhängigkeitsinformationen und Änderungsprotokolle). Belässt man nach der Installation von LMDE die Software-Repositories im Originalzustand, kann es bei Updaten des Systemes schnell zu Problemen kommen, die das System teilweise unbrauchbar machen. Das passiert deshalb, weil in dem standardmäßig aktiviertem "Debian Testing"-Software-Repositorie fast täglich neue Updates verfügbar sind, welche teilweise wichtige Abhängigkeiten nicht einhalten und dadurch Teile des Systems lahmlegen können. Um dieses Problem möglichst zu verhindern, haben die Macher von LMDE das "Linux Mint Debian Latest"-Repositorie erstellt. Dieses enthält einmal monatlich Updates, die vorher auf Problemen bei den Abhängigkeiten geprüft wurden und danach freigegeben werden.
Um dieses Software-Repositorie zu aktivieren, geht man folgendermaßen vor:
[1.0] /etc/apt/sources.list bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/apt/sources.list

[1.1] Code ändern und speichern

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free

in
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free

ändern.

[2.0] Software-Repositories neu einlesen lassen (Terminal)

sudo apt-get update

[3.0] mintUpdate für Debian installieren (Terminal)

sudo apt-get install mintupdate-debian

[4.0] Updates installieren (Terminal)

sudo apt-get upgrade

 
 

     • Linux Mint Debian (201012) released! (englischsprachig)
     • Linux Mint Debian auf LinuxMintUsers.de
     • Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch
     • "Linux Mint Debian Latest"-Repositorie (englischsprachig)

 
 
 
 
Quellen: /var/www/www.google.de/