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Autor Thema:  Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only) Entwicklungsthread  (Gelesen 4652 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Hallo zusammen,

habe mir einen Net-Install mit der Ubuntu Mini ISO gemacht.

Ich habe diese ISO http://cdimage.ubuntu.com/netboot/xenial/ hier genommen. Da gibt's auch immer ein frisches Image mit dem aktuellen 4.4er Kernel. Ich bevorzuge nach wie vor diesen.

LM Sources und LM Keyring installiert und dann hab ich ne kleine, superschnelle XFCE-Umgebung installiert.

Das System hat gepackt rund 800 MB und entspricht von der Ausstattung dem Arch-Image, was ich letztens hier mal angeboten habe. Dieses LM kommt auch mit wicd als NetworkManager und ja, bin sehr zufrieden mit der Arbeit. Es ist eben kein Remaster, sondern komplett neu gebaut.

Leider kann ich das nicht anbieten, da Ubiquity so was von buggy ist. Der Installer kann einfach kein aktuelles UEFI-Grub mehr installieren. Ständig stürzt er ab.

Es geht über einen Umweg. Ubiquity lässt sich mit dem Schalter -b aufrufen und installiert dann komplett durch ohne einen Bootloader. Den kann man dann über chroot nachinstallieren und das Mint-Bootlogo einzubinden erfordert auch nochmal extra Aufwand. So ein Image will ich natürlich nicht anbieten, das ist alles andere als benutzerfreundlich.

Habt ihr ähnliches mal ausprobiert und Erfahrungen gesammelt? Ich will nämlich bei puren Linux-Neulingen gerne das installieren. Ein System ohne viel Ballast, aber ein Image wäre halt schön.
« Letzte Änderung: 03.09.2017, 10:16:24 von dphn »

Re: Linux Mint und Ubiquity
« Antwort #1 am: 12.08.2017, 11:53:05 »
Hab noch was rausgefunden...

Linux Mint ist schon anders, wie Ubuntu.

Die Ubuntu-Paketquellen befinden sich ja in /etc/apt/sources.list. Bei LM wegen mintupdate aber in /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list

Beim erstellen der LiveCD habe ich das auch berücksichtigt, allerdings wird erst nach dem Installieren mit Ubiquity diese sources.list mit den Ubuntu-Paketquellen generiert, auf der LiveCD ist eine sources.list mit 0, die nur aus Kompatibilitätsgründen dabei ist.

Es liegt also wieder mal am Ubiquity-Skript, was auf Ubuntu ausgelegt ist. Auf dem LM Installationsmedium ist unter bin/ubiquity nämlich ein angepasstes Skript zu finden. Jetzt werde ich das mal austauschen und hoffen, dass es funktioniert.

Werde ein neues ISO bereitstellen, die grub-Installationsmethode bleibt allerdings. Es ist hinreichend bekannt, dass beim Einspielen neuerer Kernel der Installer abschmiert. Dasselbe passiert auch mit einer Original Mint, wenn Aktualisierungen über das Netz geladen werden.

Re: Linux Mint und Ubiquity
« Antwort #2 am: 12.08.2017, 12:31:22 »
Voraussetzung ist sda1 für den Grub!
Sollte der Ort für den Grub nicht besser wählbar sein?
Was ist zB mit Rechnern die mit konventionellem BIOS-Boot laufen und den Grub auf sda erwarten?

Re: Linux Mint und Ubiquity
« Antwort #3 am: 12.08.2017, 21:00:35 »
Das mit der sources.list klappt nicht. Die ist nach der Installation immer voller Daten und sollte bei LM doch leer sein. Bei LM ist doch /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories maßgebend.

Was steht denn in eurer /etc/apt/sources.list nach einer Sonya-Installation? Würde mich mal interessieren. Mintupdate geht nur dann richtig, wenn in dieser Datei keine Daten stehen, bzw. alles auskommentiert ist oder sie auch gar nicht da ist. Wie sieht das bei euch aus?

@aexe
Na ja, ist halt ein Notbehelf. Für den Otto-Normal-User, der auf /dev/sda1 die EFI-Partiition hat und auf /dev/sda2 das / System. Also 95 % der User, die mit Linux anfangen und automatische Partitionierung machen. Da geht das dann so recht einfach. Ansonsten gibts ja noch die Super-Grub-Disk.

Normale BIOS-Installation ist noch einfacher. Da eben grub-install-bios eingeben anstelle von grub-install-efi Da installiert er in den MBR der ersten Festplatte (/dev/sda).
« Letzte Änderung: 02.09.2017, 14:24:34 von dphn »

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #4 am: 15.08.2017, 20:55:26 »
geil viel glück uswn u dafür hast ah themen usw von mint drin und jo wenst fertig ist wärds ma mal angucken frag mal challe der hat ah was gebastelt vielcht kan der dir helfen https://www.linuxmintusers.de/index.php?action=profile;u=7668

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #5 am: 15.08.2017, 21:42:29 »
heute niema ich wärds die woche mal probieren was hast alles so von mintquellen usw drinn ?

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #6 am: 15.08.2017, 21:58:51 »
Angefangen habe ich mit Ubuntu Net-Install ohne alles.

LM Sources eingespielt und Linux Mint Keyring importiert.

Meta-Pakete: mint-meta-xfce (beinhaltet die vorkonfigurierte xfce-Umgebung sowie alle LM-Tools wie mintupdate, mintinstall, etc. leichte Anpassungen waren nötig da anderer Browser und wicd anstelle von NetWorkManager, sonst wären die ein oder anderen Programmstarter ins Leere gelaufen) Außerdem: mint-meta-codecs (incl. VLC-Player)

Software:
Abiword, Gnumeric, gthumb, leafpad, Pale Moon, Geary-Mail, Bleachbit, gtkorphan, Gparted, gnome-system-tools, tlp, wicd-gtk

Xfce-Addons außerhalb des Meta-Pakets:
PulseAudio Plugin, Clipboard-Plugin, Power-Manager Plugin, menulibre, xfce-Terminal

Greeter:
lightdm-gtk-greeter mit Settings-Tool. (lightdm-gtk-greeter-settings)

That's all

Das System kommt wie ein ganz normales Mint, nur ist kaum was drauf, aber für einfache Standardaufgaben ist es gerüstet. Für alte Hardware, als Zweitsystem und für die, die lieber selbst sich die Software aussuchen möchten.
« Letzte Änderung: 15.08.2017, 22:04:49 von dphn »

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #7 am: 15.08.2017, 22:21:34 »
oky klingt intersant  ;D

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #8 am: 16.08.2017, 14:01:36 »
Hab mal ne allgemeine Frage zum Thema. Besteht für sowas hier überhaupt Bedarf? Anlass für mich, dass hier zu machen, war die Bitte von nem Freund. Der bekommt das nächste Woche installiert.

Mal ne Überlegung dazu. Wir sind hier im LM-Forum und das ist ein LM-System. Die Resonanz möchte ich mal als recht "verhalten" interpretieren. Würde Clem aber die gleiche Zusammenstellung anbieten, würde sich der ein oder andere vielleicht kugeln vor Freude. Gut, sind nur Vermutungen, aber prinzipiell ist es ja völlig wurscht, wie der Typ jetzt heißt, der das System gebaut hat.

Selbstverständlich ist das auch eine Vertrauensfrage, auch das ist klar. Mich kennt ja hier keiner, ich kann nur versuchen möglichst differenziert darzustellen, dass in allen meinen Projekten oft Sysyphus-Arbeit dahintersteht. Nur merkt der User der das installiert nicht, nach was für Paketen ich ne ganze Weile gesucht habe, weil das ein oder andere Tool nicht starten wollte.

Nix für ungut, ich überlege nur ob ich mir künftige Beiträge dieser Art sparen kann, oder ob wirklich auch Interesse an sowas besteht.

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #9 am: 16.08.2017, 14:16:45 »
Ich lese solche Beiträge schon interessiert mit, aber da ich kein Mint mehr verwende, ist es in der Praxis für mich nicht relevant.
Prinziepiel finde ich solche Systeme schon gut, ich nutze für Debian zB. immer den Netinstall, weil man dort auch entscheiden kann, was installiert wird.

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #10 am: 16.08.2017, 14:29:00 »
Ich fand das jetzt ziemlich interessant... Evtl mal in ner VM testen

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #11 am: 16.08.2017, 15:03:23 »
bitte weita machen finde so mini iso sehr gut  ;D und lade ma iso grade runta  ;D

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #12 am: 16.08.2017, 17:22:17 »
So eine 'Mini'-Version von Mint ist doch durchaus interessant und ich denke, dass auch Bedarf und Nachfrage dafür entstehen könnte.

Es gibt zwar von DeVIL-I368 die inoffizielle, leichtgewichtige LXDE-Editionen, die zielen aber eher Richtung Lösung für ein Mint mit allen Zutaten bei älterer und schwacher Hardware.

Auch für moderne, potente Rechnern finde ich viele Anwendungen, welche die "Rundum, für jeden Zweck etwas dabei"-Distris wie LinuxMint naturgemäß mitbringen, nicht nötig bzw brauche ich sie nicht, weil ich sie nicht benutze.
Bisher hab ich dann oft viele Pakete nachträglich entfernt, was aber nicht für jeden Benutzer einfach und ohne mögliche Komplikationen machbar ist.

Wesentlich besser wäre für diesen Fall selbstverständlich ein Basis-OS mit allen heute üblichen Komfortfunktionen, zu dem man bei Bedarf zusätzliche Anwendungen hinzufügen kann, idealerweise (auch für Maus-Schubser machbar) mit einer Art Post-Installations-Script, welches (automatisch) passende Zusatzsoftware zur Auswahl anbietet.
Ich habe auch schon Distris gesehen, die das so machen, aber dafür andere Nachteile und Einschränkungen haben.

Die Mühen und den Arbeitsaufwand, der damit verbunden ist, werden die meisten nicht abschätzen können, die sich nicht selbst schon mal mit Qualitätsanspruch an ein derartiges eigenes Projekt gewagt haben.

Die zunächst etwas verhaltene Reaktion der LMU-Gemeinde solltest Du nicht negativ bewerten, normalerweise hagelt es doch erst mal Kritik, Bedenken, Sinnfragen, Alternativ-Vorschläge und ähnliche Unfreundlichkeiten.  ;)
Wenn Dich das von weiteren Aktivitäten abhalten sollte, bin ich gerne zu weiteren Lobeshymnen bereit, auch ohne das 'MiniMint' bisher probiert zu haben. (Zeit- und Speicherplatz-Mangel).
Download läuft schon.
Vielleicht finden sich ja sogar noch Mitstreiter für so ein "Community-Projekt", zumindest um mal darüber zu diskutieren.

Interessant würde ich einen Versuch finden, die ISO-Datei unter die 700 MB zu drücken, falls das überhaupt noch machbar ist. Das wäre dann echt 'minimal'.
Mir fehlen dafür aber die Fähigkeiten.

Edit
Gibt es eine offizielle Prüfsumme für den ISO-Download?
Bei mir:  sha256sum cf70a4f50c40c184cb698486a73adfe4bcd601d3ba243be5b47436d8218a7c4d
« Letzte Änderung: 16.08.2017, 18:12:23 von aexe »

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #13 am: 16.08.2017, 20:58:12 »
Danke für die Reaktionen. Ne, alles gut. Ich mache dann auch gerne weiter mal sowas. Es steckt ne Menge Arbeit drin und genau darum gehts. Ich mache das gerne, überwiegend eben mit Arch Linux und Derivaten. Das ist leichter, wenn man sich in diese Systeme eingefunden hat, weil die eben die Development-Tools für Ihre Distris auch zur Verfügung stellen.
Das ganze System hier ist ohne Hilfsmittel nur im Terminal im chroot gebaut worden. Gut, jetzt hab ich mir natürlich Skripte angelegt, die das Bauen vereinfachen, da die Paketauswahl eben steht.
Aber auch das System wieder bereinigen, User-Settings löschen, Passwörter löschen, fstab zurücksetzen, Log-Zero. Zuvor sollte man lokalisieren, welche Pakete nur für Installationsskripte sind, so dass man diese während der Installation wieder entfernen lässt (filesystem.manifest-remove). Hier sind Clem und seine LM-Entwickler schlampig. Die nehmen einfach die filesystem.manifest-remove von Ubuntu. D.h. da stehen Sachen drin, die es bei Mint gar nicht gibt. Das Skript will zum Beispiel die ubiquity-slideshow-ubuntu entfernen, anstelle der verwendeten ubiquity-slideshow-mint.

Nach diesen Arbeiten wird das System in einem virtuellen Datenträger kopiert und gemountet, und hieraus das File-System als squashfs gepackt und in ein isolinux Image gesteckt. Der letzte Schritt ist die Erzeugung des Images mit genisoimage.

So mal grob der Weg. Was natürlich gut ist, wenn kein Tool benutzt wird. Ich kann überall und jederzeit eingreifen und ja aexe. 700 MB. Das geht, aber nur ganz ohne Software und ich müsste das squashfs noch stärker komprimieren. Hat zwei Nachteile. Das Live-System hat überhaupt keine Tools mehr an Board und es braucht ewig, bis es im Arbeitsspeicher entpackt ist. Ich habe hier schon mit -comp -xz komprimiert, das ist schon Maximum. Kleiner geht dann noch durch den Blocksize, ist aber wirklich nicht zu gebrauchen. Bevor das System startet hat der User seinen USB-Stick schon in die Tonne gekloppt und sagt... Linux läuft nicht. :P
« Letzte Änderung: 02.09.2017, 14:27:41 von dphn »

Re: Linux Mint xfce Mini Edition (64bit only)
« Antwort #14 am: 17.08.2017, 20:39:13 »
Hab jetzt die ISO-Datei auf einen MultiSystem-USB-Stick übertragen.
Ging ohne Fehlermeldung.
Allerdings startet das System nur bis zum LM-Logo, dann geht es nicht mehr weiter.
Mit Strg+Alt+F1 auf die Konsole: BusyBox.
Ich probier es später noch mal.