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Autor Thema: [gelöst]  Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung  (Gelesen 559 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

[gelöst] Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« am: 23.01.2021, 03:14:12 »
Linux Mint 20.1 -> Cinnamon. Ich verwende es im dual Boot mit Windows.

Ich habe qemu und den Virt-Manager installiert. Dann Virt-Manager  (KVM/QEMU) aufgerufen. Dann, da Zugriffsrechtefehler, in
"/etc/libvirt/qemu.conf" user und group auf root gesetzt und Linux Mint in der VM installiert. Am Ende gab es in der virtuellen Maschine kein
runterfahren.

Danach konnte ich mein System nicht mehr normal runterfahren. Es kommt dann ein Bild von Linux Mint, dass man beim Beenden
normalerweise nicht sieht. Jedenfalls wurde es schlimmer, und dann habe ich Timeshift angewendet. Danach neu gestartet,
Ergebnis: Grub rescue. Also Grub repariert. Meldung "erfolgreich". Danach ging das System wieder, aber seit dem kein dual Boot mehr.
Linux wird direkt gestartet - kein Windows mehr.

Jetzt kommt's: Ein paar Tage später - ich dachte Windows ist aus dem Bootloader entfernt - mache ich dasselbe mit derselben
virtuellen Maschine -> wieder hängt das System beim runterfahren. Aber: Nach Neustart ist das Menü mit Windows und Linux wieder da.
Und ich kann Windows starten.

Fazit: Ich habe keine Vorstellung, in welchem Zustand mein System ist, dass solche Resultate entstehen. Ich dachte Mal, dass mein
System irgendwie in der virtuellen Maschine gefangen ist, aber dann könnte ich Windows nicht aufrufen. Ich dachte, dass bei der
Installation in der virtuellen Maschine ins "nicht-virtuelle"-System geschrieben worden ist. Aber das erklärt nicht das seltsame
Verhalten des Bootloaders.

Ich brauche Hilfe, um mein Linux wieder normal runterfahren zu können. Übrigens gehen fast keine Tastenkombinationen außer Alt Druck B,
nachdem ich den Button herunterfahren gedrückt habe.

Mir fällt nur ein, per USB-Stick das Livesystem zu booten und dann Timeshift aufzurufen. Aber mir ist nicht klar, was mit dem System passiert ist,
so dass das bloss ein rumprobieren wäre.
« Letzte Änderung: 24.01.2021, 21:28:26 von Ekki »

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #1 am: 23.01.2021, 11:00:21 »
So richtig verstanden habe ich nicht, was bei dir nicht funktioniert.

Du sagst, VirtManager installiert und dann Mint in einer VM installiert??? Was macht das für einen Sinn?
Ansonsten: Zugriffsrechtefehler beheben, indem du root Rechte gibst??? Da hast du was falsch verstanden. Vielmehr sollte dein User Rechte bekommen:

sudo usermod -aG libvirt $username
$ sudo usermod -aG kvm $username
Vielleicht solltest du KVM etc nochmals deinstallieren und sauber aufsetzen. Ich habe neulich Windows in einer VM unter Mint 20.1 erfolgreich installiert. Dabei habe ich zunächst "Gnome Boxes" installiert, danach erst den VirtualManager, und zwar so:
sudo apt-get install qemu-kvm libvirt-daemon-system
sudo apt-get install libvirt-daemon-system libvirt-clients bridge-utils virt-manager
sudo apt install spice-vdagent

$ sudo usermod -aG libvirt $username
$ sudo usermod -aG kvm $username

Und wie gesagt: ich verstehe nicht, warum du in einem Mint-System auch noch Mint in der KVM laufen lassen willst. Oder was du überhaupt mit der Virtualisierung erreichen willst, wenn du ein Dual-Bootsystem hast.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #2 am: 23.01.2021, 16:16:22 »
Ich habe probeweise Mint in einer VM installiert, da ich die Installation von Mint und das Ergebnis schon kenne. In Virtualbox habe ich es vorher probeweise mit
Arch-Linux versucht, und später kam ich da mit der Installation nicht weiter, weil offenbar der Systempartition nicht genug Festplatten-Speicher zugewiesen wurde. (Speicherplatz für andere Partitionen war genug da.)

Das mit der Virtualisierung ist auch für meinen nächsten PC, den ich Anfang 2022 bestellen will, gedacht, der dann ohne Dual-Boot laufen sollte.
Da wollte ich Linux-Mint als Hauptsystem und Windows virtuell - und kein Dual-Boot.

Das Ganze war also mehr ein Test.

Das mit der Gruppenzuordnung hatte das Problem mit den Zugriffsrechten nicht gelöst, erst die genannte Datei-Änderung.

Nun habe ich ein Problem mit Linux Mint, und temporär dachte ich auch mit dem Bootloader. Ich weiß nur nicht mehr, was mit meinem System los ist.
Primär möchte ich einfach nur, dass Linux Mint wieder vernünpftig herunterfährt.

Überrascht war ich, dass temporär das Bootloader-Menü weg war, und nach dem zweiten Anlauf mit KVM/QEMU/Virt-Manager war es wieder da,
und das Problem mit Linux-Mint runterfahren. Ich mache also einen Fehler, und das Boot-Menü erscheint wieder. Unerklärlich.
Die Reparaturen mit Timeshift und Bootloader-Reparatur waren letztlich auch nicht erfolgreich, dass ich mein Dual-Boot-System wieder
da und voll funktionsfähig habe. Primär wichtig ist mir, dass das System wieder läuft, dass mit der Virtualisierung selber nachgelagert wichtig.

Die Installation für qemu-kvm habe ich ähnlich wie in Deiner EMail gemacht. Das Problem jetzt ist nur, was macht mein dual-Boot-System
momentan. Das kann ich nicht verstehen.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #3 am: 23.01.2021, 17:48:17 »
was macht mein dual-Boot-System
momentan.
wie wäre es mit sudo update-grub
Ansonsten: die Installation von KVM hat mit dem Bootloader nix zu tun. Da musst du irgendwie anders rumgefummelt haben.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #4 am: 23.01.2021, 19:47:28 »
Habe folgendes gemacht:

- neuen Kernel -->> keine Wirkung
- journalctl -->> Immer noch Virtualisierungseinträge gesehen
- Virtualisierung komplett deinstalliert (eine gute Idee von Dir) -->> Der Rechner fährt wieder runter. Problem gelöst.

Vielen Dank!!!



Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #7 am: 25.01.2021, 18:45:36 »
Ich habe noch einmal einen Versuch gemacht - entsprechend der Anleitung sowie ein paar Linux-Videos - und es hat funktioniert. Was noch nicht funktioniert ist der Heaven-Benchmark in der virtuellen Maschine. Sie ist mit dem Benchmark wohl noch überfordert.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #8 am: 26.01.2021, 10:25:29 »
Heaven-Benchmark
Keine Ahnung, was das für einer ist.
Jedenfalls kann eine VM nicht so schnell wie das Original laufen; insofern, wozu Benchmark. Und sie braucht erhebliche Ressourcen auf der physikalischen Maschine. Mache mal die "Systemüberwachung" an, wenn deine KVM läuft.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #9 am: 26.01.2021, 11:45:34 »
Ich habe noch einmal einen Versuch gemacht -
Was genau Deine Fehler oder Probleme waren, ist per Ferndiagnose kaum zu ermitteln. Allerdings möchte ich hier ein paar Anmerkungen machen.

1. Die Idee Mint oder beliebige andere Betriebssystem zusätzlich zur primären Installation zu virtualisieren, ist immer eine gute Idee. Lass Dich davon nicht abbringen.

2. Der Ansatz "/etc/libvirt/qemu.conf" user und group auf root" war völlig korrekt. User-Rechte haben weder etwas auf dem Verzeichnis noch etwas auf den Dateien verloren.

3. Mit KVM virtualisierte Maschinen verbrauchen nur eine minimale Grundlast auf dem primären System. Das ist deshalb so, weil sie im Gegensatz zu reinen Qemu-Maschinen  oder VMWare keine Voll-Virtualisierer sind, sondern direkt auf der Hardware laufen und nur via Qemu die periphere Infrastruktur verwenden. Das verhält sich also ziemlich neutral zum Ressourcen-Verbrauch und ist im Taskmaanger (z.B. top oder htop) kaum relevant. Bei mir laufen permanent gleichzeitig 4 VMs und alle zusammen erzeugen fluktuierend eine Last von 3-5%... also kaum zu bemerken.

Also, Du hast vom Ansatz zunächst alles richtig gemacht.... wo aber die Probleme herkommen, kann man leider so einfach nicht via Ferndiagnose feststellen.

Re: Virtualisierung hat für mich unverständliche Auswirkung
« Antwort #10 am: 26.01.2021, 11:48:55 »
Keine Ahnung, was das für einer ist.
Ein 3D Benchmark. Halte ich aber auch für recht sinnlos, weil für hohe 3D Performance kann man eine VM eh nicht her nehmen.