Erstupdates Bzw. Mintupdater

Getestet mit: ☑ LM 17 | ☑ LM 18 | ☐ LMDE
Kategorie: Tipps

  Beschreibung

Linux-Mint "tickt" ein wenig anders, als Ubuntu oder andere Linux-Distributionen.
Grundsätzlich kann man Updates über zwei verschiedene Wege beziehen: entweder über ein Terminal (Kommandozeile) oder über die Aktualisierungsverwaltung (grafische Oberfläche).
Ob man es über die Aktualisierungsverwaltung oder mit dem Terminal macht, kann man selbst entscheiden. Für Einsteiger ist sicher der Weg über die Aktualisierungsverwaltung der richtige. Erfahrene Nutzer gehen meist den Weg über das Terminal, da hier der Updateprozess meist schneller erledigt ist.
 
 

Update per Terminal

Im Gegensatz zur Linux Mint Aktualisierungsverwaltung, wo, je nach Einstellung nur ein Teil der Pakete aktualisiert wird bekommt man mit dem unten aufgeführten Terminal-Befehl alle Pakete aktualisiert.
Um den Befehl eingeben zu können, muss man vorher ein Terminal-Fenster (Menü -> Systemverwaltung -> Terminal oder STRG + ALT + t ) öffnen.
Nun kann man für eine Vollständige Systemaktualisierung den folgenden Terminal-Befehl eingeben:

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade -y && sudo apt-get dist-upgrade -y

Terminalbefehle von hier sollte man kopieren - damit werden Tippfehler vermieden. Terminalbefehle werden übrigens in der History gespeichert. Einmal eingetippt, kann man die jederzeit mit der "Pfeil-Rauf-Taste" wiederholen. Ach so - wenn das durchgelaufen ist, dann sollte man einen Neustart machen.
Das Passwort wird im Terminal nicht angezeigt, wird also blind eingegeben und mit der Enter-Taste bestätigt.

Sollte während des Updatens eine Nachfrage (oder auch mehrere hintereinander) erscheinen, ob man Konfigurationsdateien durch neuere Versionen ersetzen will, ist es der bewährte und empfohlene Weg, diese Nachfragen immer zu verneinen, also einfach "Enter" zu drücken oder "N" und "Enter". Es sei denn es gibt einen Grund für die Änderung.
 

Update per Mint-Updater

Die Aktualisierungsverwaltung wird über Menü -> Systemverwaltung -> Aktualisierungsverwaltung gestartet.
Beim ersten Start der Aktualisierungsverwaltung wird man um die Auswahl einer Aktualisierungsebene gebeten. Hier kann der Nutzer frei entscheiden, ob er alles (für Fortgeschrittene Nutzer), Sicherheitsaktualisierungen und normale Pakete (für den Normalanwender), oder nur unkritische Pakete und Sicherheitsaktualisierungen (für Einsteiger), aktualisieren möchte.
Wenn man sich nachträglich für eine andere Aktualisierungsrichtlinie entscheiden möchte, kann man dies in der Aktualisierungsverwaltung über Bearbeiten -> Aktualisierungsrichtlinie tun.

Sind einem die drei Aktualisierungsrichtlinien zu oberflächlich, kann man diese unter Bearbeiten -> Einstellungen -> Ebenen noch näher anpassen.

Ab Mint 18.2 (Sonya) bitte nur die Ebenen 1-4 aktivieren, das sich die Einordnung geändert hat. Ebene 5 ist nicht mehr allgemein zu empfehlen.
 

Die unten genannten Terminal Befehle sind nicht mehr notwendig.

Ab LM 18 kann dort in den Einstellungen, trotz 4 (bzw. 5 (bis 18.1 (Serena)) aktivierten Ebenen, die automatische Kernel-Aktualisierung ausgeschaltet werden um nur bei Bedarf zu aktualisieren.
Kernel-Aktualisierungen immer anzeigen und Kernelaktualisierungen immer auswählen und vertrauen, ausschalten.

Für Fortgeschrittene:

Hinweis ab Linux Mint 18/17...  Diese Befehle sind nicht mehr notwendig und verändern das Mint Kernel Management.

D.h.: für ein Gut funktionierendes System bedarf es hier keine Änderung.
Wer neu ist bei LM, sollte in der ersten Zeit auf folgendes Verzichten, lieber im Forum bei Problemen nachfragen und dann ggf. das weiter aufgeführte Ausführen.
Bei Hardware-Problemen kann man über die Ubuntu-Kernelupdates eventuell Abhilfe schaffen.

LM 18:

Auch wer weiterhin alle Ubuntu-Kernelupdates automatisch erhalten möchte, sollte dann einmalig in der Konsole
für den aktuell installierten Grund-Kernel (z.Z. >LM18 Juli 2016 : Kernel 4.4.0.xx) ein

sudo apt-get install linux-genericausführen. (bis 04/2021 supported)
Bei weiteren LM-Versionen (18.1 …) in der Zukunft wird wegen der Übersicht eine neue WIKI-Seite entstehen müssen!

Für LM 17 nur diese Optionen ausführen:

Weiterhin alle Ubuntu-Kernelupdates erhält man automatisch in dem man einmalig in der Konsole
für den 3.13.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-genericausführt. (bis 07/2019 supported) Will man diesen Kernel mit Mint 17.2 / 17.3 nutzen muss der Vorinstallierte 3.16er / 3.19er Kernel entfernt werden nachdem der 3.13er installiert wurde.

Relativ neuer Kernel ist der 4.4. (Feb./März 2016). Läuft hier gut auf einem Duo-Core 2,7 GHz mit Cinnamon 17.3 64-bit.
Allerdings mit einen Nvidia-Treiber (304) gabe es Probleme-->Rückfallmodus. Ab Nvidia 340, Intel Mobile 4 und den proprietären Treibern geht es!

Als erstes den 4.4.-xx Kernel über die Aktualisierungsverwaltung --> Linux-Kernel installieren und neu booten!
Dann aber für den 4.4.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-generic-lts-xenial
ausführen. (bis 04/2019 supported)

Je nach dem welchen Kernel man haben will. (LM 17 & 17.1 wird mit 3.13.0-xx, LM 17.2 wird mit 3.16.0-xx und LM 17.3 wird mit 3.19.0-xx ausgeliefert.)

Diese Zeilen installieren die originalen Ubuntu-Pakete für den Kernel (und die sog. "Kernel-Header"), mit denen man dann wieder alle Kernelupdates aus den Ubuntu-Quellen erhält. Das kann Vorteile haben wenn man z.B Probleme mit der Hardware hat, da ein neuerer Kernel auch Treiberprobleme lösen kann. Außerdem sind die Kernelupdates manchmal auch Sicherheitsupdates.

 

Siehe auch

     • http://wiki.ubuntuusers.de/Synaptic#Paketquellen-freischalten-aktivieren
     • http://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=8840.0
     • Clem: On the topic of the Update Manager -- Linux Mint Forums