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Autor Thema:  In Deutschland wurde zum ersten Mal digitaler Katastrophenfall ausgerufen  (Gelesen 1123 mal)

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thebookkeeperThreadstarter

  • aka AnanasDampf
  • *****
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/ransomware-die-naechste-pandemie-wird-digital-kolumne-a-8d3aea8c-726f-4585-9c82-e6363dc91177:
Zitat
... am Freitag, dem 9. Juli 2021 ist in Deutschland zum ersten Mal überhaupt ein digitaler Katastrophenfall ausgerufen worden. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist weitgehend handlungsunfähig, weil seine IT-Infrastruktur einem Hackerangriff zum Opfer fiel. Die Verwaltung steht größtenteils still ...
Wann wird die IT-Infrastruktur von Behörden endlich auf Linux umgestellt? Sollen sich Freunde von Ransomware doch bei Privatanwendern austoben. 

« Letzte Änderung: 22.07.2021, 09:09:46 von sidewinder »

Wann wird die IT-Infrastruktur von Behörden endlich auf Linux umgestellt? Sollen sich Freunde von Ransomware doch bei Privatanwendern austoben.
Gar nicht.
* das ist politisch nicht gewollt
* es fehlt an entsprechender spezieller Software, wie z.B. auch in Krankenhäusern, Arztpraxen usw. - müsste erst alles entwickelt werden
* es gibt nur wenige professionell arbeitende Firmen in diesem Bereich welche auf Linux ausgerichtet sind, außer vllt. Serveranwendungen
* gutes Beispiel für ein letztendlich gewolltes Scheitern von Linux bei der Stadtverwaltung München vor ein paar Jahren - & M$ Lobbyarbeit gegen Linux
* es ist ein riesen Geschäft M$-Systeme "sicher" zu machen und zu pflegen, warum sollte man das aufgeben?
* Linux ist und bleibt auf dem Desktop und bei Endanwendungen etwas für Privatanwender und Enthusiasten

Leider nur allzu wahr... ::)

...Wann wird die IT-Infrastruktur von Behörden endlich auf Linux umgestellt?

Was soll das bringen? Dann ändern die Angreifer eben ihre Werkzeuge um ans Ziel zu gelangen. Ich denke in Linux selbst und den Anwendungen gibt es ebensoviele Sicherheistlücken - sie werden bloß mangels Attraktivität nicht genutzt (oder gesucht).

Im konkreten Fall war es natürlich wieder so ein Microsoft Klops wie damals die Exchange Geschichte, aber die meiste Ransomware wird wohl (unbewusst) durch den Anwender ins Unternehmen gebracht.

Das Problem ist primär auch gar nicht Windows, sondern unfähige Administratoren, die bei Lieschen Müllers PC Office Makros und Powershell erlauben. Ich habe hier in der Bekanntschaft jemanden der von seiner Uni ein Windows 7 Notebook mit Adminrechten hatte, selbst aber der totale IT Ausfall war und überall drauf geklickt hat. DAS sind die eigentlichen Probleme. Man kann sich nur wundern, dass nicht noch viel mehr passiert...

Der Wechsel auf OpenSource wäre aus Gründen der Unabhängigkeit wünschenswert aber ich denke da wird niemals etwas draus - weil das jemand Kompetentes in die Hand nehmen müsste, wobei der Auftraggeber ja die Behörde oder übergeordnete Instanzen sein müssten. Und was die so leisten wissen wir ja....

Schade.

Wann wird die IT-Infrastruktur von Behörden endlich auf Linux umgestellt? Sollen sich Freunde von Ransomware doch bei Privatanwendern austoben.
Gar nicht.
* das ist politisch nicht gewollt
* es fehlt an entsprechender spezieller Software, wie z.B. auch in Krankenhäusern, Arztpraxen usw. - müsste erst alles entwickelt werden
* es gibt nur wenige professionell arbeitende Firmen in diesem Bereich welche auf Linux ausgerichtet sind, außer vllt. Serveranwendungen
* gutes Beispiel für ein letztendlich gewolltes Scheitern von Linux bei der Stadtverwaltung München vor ein paar Jahren - & M$ Lobbyarbeit gegen Linux
* es ist ein riesen Geschäft M$-Systeme "sicher" zu machen und zu pflegen, warum sollte man das aufgeben?
* Linux ist und bleibt auf dem Desktop und bei Endanwendungen etwas für Privatanwender und Enthusiasten
Dem kann ich nur Zustimmen. Zusätzlich muss ich mit einem Irrglauben aufräumen.
Der Einsatz von Linux garantiert NICHT ,das die Systeme NICHTMEHR gehakt/zerstört werden können....Es ist ein Irrglaube,das Linux "Unzerstörbar" ist.

WENN es eine Person oder eine Gruppe darauf anlegt, einen "Digitalen Katastrophenfall" zu produzieren, dann ist das auch (leicht) auf Linuxsystemen möglich...

Nur macht es kaum jemand, auch weil die Verbreitung von Linux einfach zu gering ist...

Moin! :D Ein Ransomware Angriff ist echt fies. Hatte ich auch gehabt. Man kommt an keine Datei mehr ran außer natürlich der Erpresser "Botschaft" zahlen Sie man schön,dann schalten wir Ihre Dateien wieder frei. Ich hatte Windows 10 drauf und bin Privatanwender. *** Bei so einer netten Mail die man da bekommt gibts nur eins zu sagen - Niemals und auf überhaupt gar keinen Fall bezahlen ! Das raten übrigens auch Experten. Das einzigst wirksame Mittel gegen Ransomware sind regelmäßige Backups und zwar bevor! der Angriff passiert. Ich habe folgendes gemacht: Betriebssystem gewechselt von Win 10 auf ein gewisses Linux im grünen. Was da wohl gemeint ist ? :D Naja nu,dann habe ich die Win 10 Partition komplett gelöscht und ne Linux Live DVD gestartet und hab dann Linux draufgozogen . Dann habe ich meine privaten Daten zurückgespielt auf den PC und seitdem war Ruhe. Wollte ja hier keine Werbung für LINUX MINT machen. :D Hatte vorher auch KUbuntu drauf aber das war zu "fett" für meinen PC. Hab jetzt XFCE drauf,und das läuft. Soviel zum Thema Ransomware von mir. Das war ganz schön "heavy" was mir da passiert ist aber es war für mich nicht das Ende. Ransomware ist fies wenn man sich nicht zu helfen weiß,bei mir haben die rein gar nichts mit ihrem Angriff erreicht. Backups regelmäßig,das hilft,spart viel Zeit und Ärger. Soviel dazu von mir. :)

gewolltes Scheitern von Linux bei der Stadtverwaltung München
Was mich immer wundert ist, dass immer nur München vorgeschoben wird. Auch die niedersächsische Polizei hat jahrelang auf Basis von Fedora, später dann, als die veraltete Hardware es dann absolut nicht mehr mitgemacht hat, teilweise mit Debian als Betriebssytem gearbeitet,

Das dortige, für zig Millionen eingekaufte Vorgangsbearbeitungssytem basiert auf Java, also Betriebssytem unabhängig. Von daher war es einfach, für teueres Geld eben auf amerikanische Software umzusteigen, die halt Infos über den Teich sendet - scheint niemanden zu interessieren.

Das Problem der Mitarbeiter in Niedersachsen, wie vermutlich auch in München, war nicht das mit Linux selbst, sondern das mit hoffnungslos veralterter Hardware. Kein Wunder, wenn schon der Start des Betriebssystems allein mehrere Minuten gedauert hat.

Wir dürfen uns da nichts vormachen, wie heißt es doch so schön, "das Internet ist für uns Neuland", und genau so kommt es mir hier schon seit langem so vor. Das Problem ist, dass die "alten" Leute, die hier bei uns etwas zu sagen haben, es nicht begreifen - digital sind wir so was von abgehängt...

* es fehlt an entsprechender spezieller Software, wie z.B. auch in Krankenhäusern, Arztpraxen usw. - müsste erst alles entwickelt werden

Hallo,
das stimmt nicht ganz; meine Praxissoftware gibt es auch als Linux-Ausgabe.
Im großen Ganzen hast Du aber sicher recht.
Tippy

Hier bei uns in einem Neubaugebiet wurde vor knapp vier Jahren nur Kupferkabel für Telekommunikation/Internet verlegt. Real mögliche Bandbreite aktuell zwischen 50 und knapp über 80Mbit im günstigsten Fall. Da weiß, man schon jetzt, dass die komplette Straße in ein paar Jahren wieder aufgerissen werden muss, für Glasfaser.

Der DSL-Anschluss dauerte auch ein paar Wochen länger, es sei denn man hätte sich direkt für einen Anschluss von den Telekomikern entschieden. Andere Anbieter schauen auf deren Plan, ob bereits Hausanschlüsse bestehen und nur dann ist ein anderer Anbieter ggf. in der Lage einen DSL-Vertrag anzubieten. Ist man nicht in der Liste/auf dem Plan, wohnt man in einem noch nicht erschlossenen Gebiet.

Im Nachbarort mit Industriegebiet (ca. 3000 Einwohner/Haushalte) verlegt ein anderer Anbieter Glasfaser, sofern sich genügend Leute für deren Anschluss entscheiden (haben quasi auch alle gemacht). Ist natürlich eine Kostenfrage. Die Telecom macht es nicht,  da angeblich zu wenig Haushalte ("lohnt ich nicht/kein Bedarf").
« Letzte Änderung: 23.07.2021, 09:58:55 von Flash63 »

@Flash63

In den falschen thread gerutscht?

neo67

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* Linux ist und bleibt auf dem Desktop und bei Endanwendungen etwas für Privatanwender und Enthusiasten
Öhm, nö - auf der meisten Internetstruktur-Hardware läuft Linux, als OS oder embedded.

Zitat
Öhm, nö - auf der meisten Internetstruktur-Hardware läuft Linux, als OS oder embedded.
Das stellt ja auch niemand in frage.
Da steht "auf dem Desktop und bei Endanwendungen ...", also bitte genauer lesen! Danke.

Das Problem ist, dass die "alten" Leute, die hier bei uns etwas zu sagen haben, es nicht begreifen - digital sind wir so was von abgehängt...
Das ist weniger ein Problem von alt oder jung, sondern eher eine Auswirkung des Zusammenwirkens von Peter-/Dilbertprinzip und Dunning-Kruger.
Es spült halt nicht die Fähigsten nach oben.

neo67

  • Administrator
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Da steht "auf dem Desktop und bei Endanwendungen ...", also bitte genauer lesen! Danke
Hatte ich falsch interpretiert, zumal es auch nicht stimmt: Es gibt viele IT-Firmen, die komplett auf Linux fahren. In der Produktion ändert sich das auch langsam.
Überall dort, wo es gewachsene Strukturen gibt wie Ärzte, Steuerberater etc. und wo mit der Anschaffung von Software, mit der meist auch die Konnektoren für den Uplink gekauft werden wie Krankenkassen,  Datev etc., ist es sehr schwer reinzukommen, weil schlichtweg die Software fehlt.
Öffentliche Verwaltungen wie München könnten mit Vorlaufzeit wechseln, das sind aber Prestige-Objekte. Sobald eine große Verwaltung nach 10 Jahren ihre Kostenbilanz erstellt und das Einsparungspotential mit jedem nächsten Jahr zeigt, ist MS raus aus der öffentlichen Verwaltung. Das scheitert meist eh nur am Unwissen und diverse Holzköppe.