Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
23.10.2021, 15:38:21

.
Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Mitglieder
Statistiken
  • Beiträge insgesamt: 759244
  • Themen insgesamt: 61003
  • Heute online: 616
  • Am meisten online: 2287
  • (22.01.2020, 19:20:24)
Benutzer Online

Autor Thema:  Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität / Upd  (Gelesen 11139 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

p.aThreadstarter

  • *
Hi!

Ich wage mich seit Jahren immer wieder einmal an Linux als Zweit-OS auf meinen PCs heran. Dabei waren es immer die jeweils aktuellen SuSE-Versionen. Bisher war das immer solange so, bis ich mir dann irgendwann wieder einmal die Boot-Konfiguration oder sonst irgendetwas \"zerschossen\" habe. Da das eher Spielerein waren, war's nie besonders tragisch. Dann fehlten mir mal wieder Zeit und Lust usw. Jetzt mit einem neuen Computer bin ich wieder einmal ausprobierfreudig. Ein openSuSE 10.3 läuft schon. Eigentlich wollte ich jetzt noch primär Ubuntu ausprobieren, bin jetzt aber zufällig auch auf LinuxMint gestoßen und habe gestern einmal die LiveCD ausprobiert. Und (abgesehen vom flimmernden Monitor, den ich bisher bei jedem Nicht-Windows-OS vor dem Installieren des NVIDIA-Treibers hatte) - es ist kaum zu glauben - aber alles, was ich probiert habe, hat *sofort* funktioniert: Multimedia und auch WLAN (da kämpfe ich bei openSuSE seit Wochen erfolglos damit). Kurz, ich bin begeistert. Nur mit LiveCD ist das natürlich ein wenig langweilig. Also erwäge ich jetzt, den ursprünglich eigentlich für das Standard-(K)Ubuntu vorgesehenen freien Platz auf meinen Festplatten für LinuxMint zu verwenden. Da hätte ich aber noch einige Fragen:

1. Welche Mindestgröße sollten die Partitionen denn Eurer Meinung nach haben? Primär möchte ich Programme ausprobieren, Medien abspielen (wobei die Mediendateien an sich sowieso auf einer externen Festplatte bzw. im Heimnetzwerk ausgelagert sind) usw. und weniger besonders viele Benutzerdaten speichen. Das spräche doch gegen eine riesige /home-Partition, oder? Und vor allem: Was würdet ihr mindestens nehmen?

2. Kann ich bei der Installation irgendwie verhindern, dass meine derzeitige Boot-Konfiguration überschrieben wird und LinuxMint dann manuell zu meinem aktuellen GRUB hinzufügen? Worauf muss ich da achten? openSuSE hat mir eine GRUB installiert, der dann plötzlich Vista nicht mehr booten konnte und auch openSuSE erst nach manueller Anpassung zum Laufen gebracht hat (aus irgendeinem Grund wurde eine falsch Partition eingetragen). Mit einem Vista-Tool habe ich dann einen Windows-Bootmanager installiert, der beides booten konnte, wobei bei der Auswahl von openSuSE dann trotzdem noch der von openSuSE installierte GRUB erschien, mit dem man dann ja problemlos openSuSE booten konnte. Dann habe ich noch eine Solaris-Installation hinzugefügt, die wieder GRUB installiert hat. Diesmal aber einen funktionierenden. Der bootet alle drei Betriebssysteme tadellos, wobei bei Vista und openSuSE jeweils noch deren eigener BootManager erscheint. Ich möchte also verhindern, dass ich mir mit einer LinuxMint-Installation jetzt wieder die funktionierende Konstruktion zerschieße. Die ist zwar vermutlich ein wenig eigenwillig, aber sie funktioniert tadellos. *g*

3. Habe ich das richtig verstanden, dass ich mit LinuxMint sämtliche Pakete, Aktualisierungen etc., die's für Ubuntu gibt, auch verwenden kann?

4. Wie läuft das eigentlich mit Updates? Kann man problemlos auf neue Versionen updaten oder ist da immer mehr oder weniger eine Neu-Installation nötig, weil sonst hinten und vorne alles nicht mehr so richtig funktioniert?

Das war ein wenig viel auf einmal, ich weiß. Aber so viel steht hier im Forum ohnehin noch nicht! Danke an alle, die bisher gelesen haben. :)

neo67

  • Administrator
  • *****
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #1 am: 28.01.2008, 18:54:33 »
Hi & Willkommen p.a

unter http://manual.sidux.com/de/part-size-examp-de.htm#part-example sind einige gute Partitionierungsbeispiele aufgeführt. Auch das debian Anwenderbuch hat ein sehr empfehlenswertes Kapitel darüber. Leider ist es derzeit unter debiananwenderbuch.de nicht erreichbar.

Unter http://blog.chip.de/chip-linux-blog/triple-boot-vista-xp-und-linux-20070117/ gibt es eine praktikable Lösung Linux von Windows aus zu booten. Der Grub/Lilo meldet sich immer, weil er das Betriebssystem laden muss. Er meldet sich nur, wenn mehr als Eintrag vorhanden ist. In dem Falle das Linux von Windows aus gebootet werden soll, muss Grub/lilo auf der Partition liegen, wo sich /boot befindet. Das ist meistens die root Partition \"/\". Ich habe nur wenige PCs gesehen, wo \"/boot\" eine eigene Partition bekommt.

Linux Mint nutzt die Ubuntu Repositories, stellt aber auch eigene Tools zur Verfügung:
https://www.linuxmintusers.de/dokuwiki/doku.php?id=tutorien:minttools_und_specials

Ein Update auf eine neue Version ist möglich, wenn in mintUpdate (eines des erwähnten Tools) dist-upgrade Pakete aktiviert werden. Aber wie überall gilt: \"never change a running system\"

neo67

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #2 am: 28.01.2008, 19:12:18 »
Hallo p.a

1. Welche Mindestgröße sollten die Partitionen denn Eurer Meinung nach haben? ...

Ich kann keine generelle Regel aufstellen.
Wie schauts bei mir aus? Ich habe Mint Daryna Main Edition (Gnome) installiert.
System= /-partition: 13 GB, von denen sind derzeit ca. 5 GB belegt.
Ich habe aber etliches an Programmen nachinstalliert, z.B. Digikam und Zubehör (mjpegtools, imagemagick), Lyx (und was dazugehört), Krusader, Gnomegames, Tellico, Exaile etc.

Home-Partition: 18 GB, von denen sind 16 GB frei.

Ich habe allerdings meine Dokumente, Bilder und Musikdateien in eigenen Partitionen (FAT 32), damit ich auf die auch von Windows XP zugreifen kann (angelegt, als es unter Linux noch keinen schreibenden Zugriff auf NTFS gab.)

Bezüglich Bootloader: Ich hab kein Vista, kann daher nix sagen. Bei mir hat es aber immer geklappt mit den Bootloadern, die mir meine Linuxe (Kubuntu, Ubuntu, Mint) bisher installiert haben.
(Ich habe XP und 2x Mint installiert: einmal zum Arbeiten, einmal zum Herumprobieren und Testen.)

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #3 am: 28.01.2008, 22:17:41 »
Ich denke auch, dass 10 GB für \"/\" ausreichend ist. Wie groß du letzten Endes deine /home-Partition machst hängt wirklich nur von deinen Wünschen ab.

Um deinen bestehenden GRUB nicht zu \"zerschiessen\" musst du bei der Installation (bei Daryna/Gutsy im letzten Schritt unter \"erweitert\")  angeben, dass GRUB auf deine / - Partition installiert wird. Dann bootest du in dein \"altes\" System und passt die /boot/grub/menu.lst an. Voilà!

Updates per mintUpdate ist in den Grundeinstellungen nicht gefährlich - du solltest aber zwischen Updates und Upgrades auf eine neuere (System,Kernel....) Version unterscheiden. Mir ist nicht ganz klar, was du damit meinst.

p.aThreadstarter

  • *
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #4 am: 28.01.2008, 23:53:12 »
Danke für Eure Antworten und Tipps! :)

Beim \"Update\" habe ich mich wohl wirklich etwas unklar ausgedrückt. Ich meinte eigentlich \"Upgrades\", also den Umstieg auf jeweils neuere aktuelle Versionen. Gerade bei den Linux-Distributionen gibt's die ja vergleichsweise häufig. Dass es diese Langzeit-Unstützungs-Versionen gibt und die nächste eine solche sein wird, ist mir bekannt.

Mir ist jetzt gerade noch eine Idee gekommen: Kann man eigentlich die Swap-Partitions von mehreren Linux-Installationen gemeinsam benutzen lassen? Das wäre doch eigentlich sinnvoll. Immerhin wird die ja sowieso immer nur für die Auslagerungsdatei bei laufendem System verwendet. Und beide gleichzeitig sind ja ohnehin nie in Betrieb. Oder verstehe ich da etwas grundsätzlich falsch? openSuSE hat mir da nämlich 2 GB angelegt (zusätzlich zu ohnehin vorhandenen 4 GB RAM), was schon sehr großzügig ist. Da wäre es praktisch, die auch für Mint verwenden zu können. Obwohl, müsste die, wenn es überhaupt geht, auf der gleichen Platte liegen?

Ist ein Schreibzugriff auf NTFS mittlerweile eigentlich gefahrlos möglich? Ich bilde mir ein, mich zu erinneren, dass früher von Schreib-Zugriffen auf Windows-Partitions abgeraten wurde, weil die Gefahr von Datenverlust bestand.

Und, noch eine Grundsatzfrage: Warum werden eigentlich root und home getrennt und nicht in einer Partition vereint? Welchen Vorteil hat das eigentlich? Auf den ersten Blick schaut das für mich eigentlich nur einschränkend aus, weil man irgendwann einmal auf einer der beiden möglicherweise Platzprobleme hat, auf der anderen aber noch genug frei wäre. Ich werde es jetzt wohl eher so anlegen, dass ich eine großzügige root-Partition mit einer eher knapp bemessenen home-Partition kombiniere. Die ganzen Anwenderdaten sind - wie gesagt - sowieso ausgelagert.

Zum Bootloader noch ein Nachtrag: Vista ist da ein wenig fies. Da wird nämlich ein neuer Bootloader/-manager verwendet und nicht der gleiche wie bei XP. Der erkennt bei Installation zwar wunderbar andere Windows-Installationen, ignoriert sonstige Betriebssysteme aber konsequent, wenn man nicht nachhilft. Die Bootloader, die von diversen Linux-Distributionen installiert werden, dürften wiederum noch nicht alle auf diese Vista-Eigenheit abgestimmt sein und dementsprechend dann Probleme beim Booten von Vista haben.

Danke nochmal für Eure bisherigen Tipps. Ihr habt mir damit schon sehr weitergeholfen! :)

neo67

  • Administrator
  • *****
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #5 am: 29.01.2008, 08:19:45 »
Zitat
Ein Update auf eine neue Version ist möglich, wenn in mintUpdate (eines des erwähnten Tools) dist-upgrade Pakete aktiviert werden. Aber wie überall gilt: \"never change a running system\"

Ich meinte damit ein upgrade. Das muß aber in mintUpdate aktiviert sein.

Swap Partitionen können von mehreren Linux Versionen gleichzeitig benutzt werden.

Trennung von \"/home\" und  \"/\" macht Sinn, wenn das System mal \"hinüber\" ist, brauchst Du das System nur auf \"/\" neu zu installieren. Auch kannst Du wie die swap Partition auch die \"/home\" Partition von mehreren Linuxe aus benutzen, es sollte aber immer ein anderer User angelegt werden, damit es nicht zu Verwechselungen kommt, da die eine oder andere Distri doch etwas anderes im User Verzeichnis ablegt.

neo67

p.aThreadstarter

  • *
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #6 am: 29.01.2008, 08:52:11 »
Dürfen solche gemeinsam genutzten swap- und /home-Partitionen auch auf einer anderen Festplatte liegen als die /-Partition? Ich habe nämlich openSuSE auf einer eigenen eher kleinen Platte (die davon zur Gänze ausgefüllt wird) und den Rest auf der ersten, größeren Platte, auf der ich auch noch Platz für Mint hätte. Leider habe ich bei der openSuSE-Installation noch nicht vorhergesehen, was ich noch alles vorhabe. Sonst hätte ich dort auch ein wenig Platz gelassen. Ich habe dort jetzt sehr großzügige Partitionen, die ich eigentlich gar nicht brauche. Somit wäre eine Doppelverwendung geradezu perfekt. Neu installieren mag ich das aber nicht, nachdem ich jetzt doch eine Weile lang alles schön eingerichtet habe.

Bietet die Installation eigentlich die Möglichkeit an, bestehende Partitionen zu verwenden oder muss ich da irgendwie tricksen?

Danke nochmal für die Hilfe! :)

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #7 am: 29.01.2008, 10:36:32 »
Zitat
Dürfen solche gemeinsam genutzten swap- und /home-Partitionen auch auf einer anderen Festplatte liegen als die /-Partition?
Keine gute Idee... ;D

Zitat
Bietet die Installation eigentlich die Möglichkeit an, bestehende Partitionen zu verwenden oder muss ich da irgendwie tricksen?

Ja, während dem Schritt, bei dem das Partitionsprogramm kommt, einfach \"manuell\" wählen und dann kannst du deine bestehenden Partitionen einhängen, wo du sie haben willst.

p.aThreadstarter

  • *
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #8 am: 29.01.2008, 10:57:05 »
Keine gute Idee... ;D

Darf man fragen, warum? Dass es Probleme gibt, soferne Platten ausgetauscht, vertauscht oder sonstwas werden, ist mir klar, aber sonst?

Bzw. klären wir einmal die Alternative: Mit Vista konnte ich die von Vista verwendete (dazumals einzige) Partition auf einer Platte verkleinern, ohne irgendetwas darauf zu löschen. Es wurde einfach ein freier Bereich am Ende freigegeben. Kann ich sowas auch mit einer Linux-/home-Partition machen, ohne mich größerer Gefahr eines Datenverlustes auszusetzen? Dann könnte ich nämlich problemlos auf der zur Gänze von openSuSE belegten Platte Platz für die Mint-/-Partition machen. Da hätte ich locker genug Platz dafür.

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #9 am: 29.01.2008, 11:16:44 »
Zitat
Kann ich sowas auch mit einer Linux-/home-Partition machen, ohne mich größerer Gefahr eines Datenverlustes auszusetzen? Dann könnte ich nämlich problemlos auf der zur Gänze von openSuSE belegten Platte Platz für die Mint-/-Partition machen. Da hätte ich locker genug Platz dafür.

Ja, geht - du kannst dir hierfür gParted-Live-CD herunterladen. Damit hat's bei mir immer geklappt mit dem Verkleinern.
Ich dachte du willst die Swap für Mint auf eine Extra-Festplatte legen, z.B. /-Mint auf sda1 und Swap auf sdb1 o.ä. - ich glaube das geht nicht so gut!

p.aThreadstarter

  • *
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #10 am: 29.01.2008, 12:08:40 »
Das hast Du schon richtig verstanden. Das war der ursprüngliche Plan. Wobei es eher Richtung sda5 für Mint-/ und sdb2 und sdb3 als gemeinsame swap- und /home-Partitionen gegangen wäre. Wenn das mit dem Verkleinern klappt, wäre das aber sicher die sauberere Lösung, keine Frage.

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #11 am: 29.01.2008, 12:13:43 »
Ich meine, bei 4GB RAM, dürften 2-4GB Swap locker reichen - und die kann man normalerweise entbehren.
So wie sich das anhört \"schwimmst\" du ja in Festplatten  ;D

p.aThreadstarter

  • *
Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #12 am: 29.01.2008, 12:17:42 »
Naja, ich habe einmal 500 GB und einmal 80 GB drinnen. Dazu gibt's dann noch eine externe Festplatte mit 320 GB. Also ja, am Platz mangelt es mir nicht. Die Frage ist eher, wie ich ihn zukunftssicher aufteile. :)

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #13 am: 29.01.2008, 12:21:36 »
Ach ja, versteht sich eigentlich von selbst vor solchen Operationen:

Backup Backup Backup  ;D

Re: Partitions-Größen / BootLoader / Ubuntu-Kompatibilität /
« Antwort #14 am: 29.01.2008, 15:15:55 »
bezügl. Verteilung von Partitionen:
Ich habe zwei Festplatten, 2 Linux-OS.
auf sda sind /root1, /home2
auf sdb sind /root2, /home1;
swap: ist egal, wo du sie installierst.  Ich habe einmal gelesen, dass es für die Performance günstiger ist, wenn sich swap nicht auf der HD befindet, auf der /root ist.

Ich habe mit dieser Aufteilung noch nie Probleme gehabt.