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Umfrage

Sind Kernel-Aktualisierungen sinnvoll, auch wenn sie die Systemstabilität gefährden könnten?

ja
20 (76.9%)
nein
6 (23.1%)

Stimmen insgesamt: 26

Umfrage schließt: 02.10.2017, 18:30:19

Autor Thema:  Updatepolitik  (Gelesen 1099 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Re: Updatepolitik
« Antwort #15 am: 11.09.2017, 10:18:50 »
Hast du mal einen Link?
Der Linux Kernel ist monolithisch, enthält also quasi alles in einem, da gibt es keine Trennung in Treiber und Sicherheitsaktualisierungen. Die verschiedenen Dateien haben andere Gründe.
Es gibt keine "teilweisen" Kernelupdates. Alles oder nichts ist hier die Devise.
« Letzte Änderung: 11.09.2017, 10:23:54 von toffifee »

Re: Updatepolitik
« Antwort #16 am: 11.09.2017, 10:23:07 »

Re: Updatepolitik
« Antwort #17 am: 11.09.2017, 10:27:12 »
Du hast da was falsch verstanden. Sicherheitsaktualisierung bezieht sich dort auf die Software, die enthalten ist, nicht auf den Kernel.
Wenn du einen Kernel sperrst, um keine neuen Treiber ins System zu bekommen, bekommst du auch keine Kernel-Sicherheitsaktualisierungen.
Der Artikel formuliert hier etwas unglücklich, indem er den Kernel manchmal "Treibersammlung" nennt.
Ein Kernelupdate beinhaltet aber eben mehr als das, AUCH die Sicherheitsaktualisierungen (des Kernels).
« Letzte Änderung: 11.09.2017, 10:31:22 von toffifee »

Re: Updatepolitik
« Antwort #18 am: 11.09.2017, 10:30:30 »
Dann habe ich tatsächlich etwas falsch verstanden. Ich dachte immer, der Kernel wäre eine Sammlung aus Software und Treibern und nur noch die Software bekäme Sicherheitsaktualisierungen und die Treiber nicht mehr. Also eine Teil-Kernelaktualisierung.  ???

Aber bei Linux Mint gibt es doch die Option in der A-Verwaltung, Kernelaktualisierungen zu verhindern. Wäre das Sperren in Sypnatic nicht dasselbe?

Re: Updatepolitik
« Antwort #19 am: 11.09.2017, 10:32:53 »
Sowas gibt es nicht, wie schon gesagt. Der Kernel ist ein Ganzes und wird als solches auch aktualisiert.

Ja, das ist im Endeffekt dasselbe.

Re: Updatepolitik
« Antwort #20 am: 11.09.2017, 10:38:15 »
Hallo toffifee,

dann erst einmal "herzlich Dank" für Deine erklärlichen Ausführungen!  :)

Auch in einem Artikel einer Fachzeitschrift las ich vor einiger Zeit, dass Kernelaktualisierungen nur sinnvoll wären, wenn es eigene Probleme mit dem bisher verwendeten Kernel gäbe. Welche Zeitschrift das war, weiß ich nicht mehr.

Re: Updatepolitik
« Antwort #21 am: 11.09.2017, 10:43:11 »
Das lässt dann aber auch Sicherheitspatches außen vor. Ich sehe es andersrum, ich aktualisiere immer den Kernel, so lange es keine Probleme gibt. Man kann dann ja immer noch zurück. Siehe deinen Link.

Re: Updatepolitik
« Antwort #22 am: 11.09.2017, 10:50:05 »
Man kann also sagen, das ist eine "Glaubens"sache. Linux Mint bzw. Sypnatic bieten ja die Möglichkeit, die Kernelaktualisierung zu verhindern. Man kann es tun,
muss es aber nicht.  ;D

Re: Updatepolitik
« Antwort #23 am: 11.09.2017, 13:36:18 »
Es gibt wohl kaum Probleme, wenn man nur Kernel derselben Linie verwendet. Ubuntu 16.04/Mint 18 kam damals mit Kernel 4.4 Ich pflege genau diesen noch immer. Das ist ein Kernel mit Langzeitunterstützung und dieser erhält nach wie vor Updates.

Ich habs schon öfters geschrieben. Ich hab ne Kiste, die ab Kernel 4.9 rumspinnt. Der 4.4er läuft zuverlässig und wenn du keine superneue Hardware hast, die einen neueren Kernel verlangt, ist 4.4 noch immer eine sehr gute Wahl.

Re: Updatepolitik
« Antwort #24 am: 11.09.2017, 15:14:53 »
Man kann also sagen, das ist eine "Glaubens"sache
Denke nicht.
Es sei denn, das bedeutet: einfach nur den Aussagen irgendeines Meinungsführers zu vertrauen.
Man kann sich aber auch ganz weltlich über den Sachverhalt informieren und eine eigene Entscheidung treffen. 

Edit
Ich habe nicht abgestimmt, weil mir die Frage mit den Antwortmöglichkeiten 'Ja' oder 'Nein' zu simpel ist. Durch solche eingeschränkten Fragestellungen wird das Ergebnis manipuliert und ist letztlich nicht aussagekräftig.
« Letzte Änderung: 11.09.2017, 15:23:49 von aexe »

Re: Updatepolitik
« Antwort #25 am: 12.09.2017, 13:52:25 »
und auch die Mint-Update Strategie ist so aufgebaut, weil die Entwickler das so für richtig halten. Da kann und darf man durchaus auch ganz andere Meinungen zu haben. Es gibt kein richtig und falsch. Entwickler von Rolling Release Distributionen sehen das bekanntlich ganz anders. Da gibt's immer alles neu.

Mint hingegen soll einfach zu benutzen sein und auch bleiben. Deshalb ist die Update-Politik restriktiver. Ich selbst finde das nicht schlecht und habe das Ebenensystem so gelassen mit dem Knopf in der Mitte, wie auf aexes Bild (Standardauswahl). Ich nutze es nur nicht. Wenn Updates angekündigt werden gucke ich mir das im Updater nur an, wie die LM das Zeugs so "einstuft". Updates einspielen mache ich immer mit dist-upgrade, da krieg ich dann ja immer alles.

Re: Updatepolitik
« Antwort #26 am: 12.09.2017, 17:44:30 »
DANKE an Euch alle! Ihr habt mir weitergeholfen!   :D

Sollte ich irgendwann mal mein Betriebssystem neu aufsetzen (müssen), dann wird es wahrscheinlich Linux Mint!

Re: Updatepolitik
« Antwort #27 am: 12.09.2017, 20:25:14 »
Ich glaube, dass du auf jeden Fall "Immer alles aktualisieren" als Aktualisierungsrichtlinie auswählen solltest. Im Kernel werden ziemlich oft kritische Sicherheitslücken geschlossen, deswegen ist es wichtig, dass die Kernelupdates auch eingespielt werden. Dafür, dass unerfahrenen Benutzer empfohlen wird, manche Updates nicht einzuspielen, ist LM etwas in die Kritik geraten: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Mint#mintUpdate

Die Chance, dass bei diesen Updates etwas schief geht, ist übrigens meines Wissens nach deutlich geringer als bei den Windows10-Upgrades.

Außerdem ist der alte Kernel dann ja noch da; du kannst ihn im Grub-Menü unter "Erweiterte Optionen für Linux Mint" starten.

Re: Updatepolitik
« Antwort #28 am: 12.09.2017, 22:21:27 »
Dafür, dass unerfahrenen Benutzer empfohlen wird, manche Updates nicht einzuspielen, ist LM etwas in die Kritik geraten: https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Mint#mintUpdate
Auch Artikel bei Wikipedia bieten keine Gewähr dafür, richtig und aktuell zu sein; das hier ist so ein Fall.

Es empfiehlt sich einen Blick in die seit 18.2 integrierte Hilfe zu werfen. Dort läßt sich nachlesen, daß Updates für alle Ebenen von 1 bis 4 empfohlen werden; lediglich Ebene 5 sollte man nicht anwenden, weil sie (nach aktuellem Stand) mit Sicherheit das System brechen. Der Punkt mit den Ebenen, wie sie seit 18.2 neu definiert wurden, ist der, daß die Chance gegeben werden soll im Fall von Problemen die Ursache ermitteln zu können und folglich das Problem beheben zu können. Dazu ist die Anwendung der Updates Ebene 3 / 4 einzeln erforderlich; das ist etwas anderes, als das ab-empfehlen. Das Dumme beim Update-Manager sind 2 andere Dinge: Erstens paßt nicht eine der sowieso sinnfreien und überflüssigen Aktualisierungsrichtlinien wirklich zu dem, was in der Hilfe beschrieben und empfohlen wird und zweitens wurde in der Hilfe versäumt, den Neustart des Rechners nach der Anwendung der einzelnen Updates Ebene 3 / 4 anzuraten; ohne diesen Neustart ist aber nicht gewährleistet, daß die neue Version tatsächlich bereits wirksam wird (betrifft Dienste und Treiber und natürlich auch Kernel). Dadurch entstehen solche Situationen, wo der Fragesteller schreibt, daß "gestern noch alles funktionierte, aber heute nach dem Einschalten dies oder das nicht mehr".