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Autor Thema: [gelöst]  Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien  (Gelesen 1889 mal)

[gelöst] Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« am: 16.03.2012, 23:51:43 »
Hallo Zusammen,

ich habe heute endlich den Schritt gewagt und mich von Windows verabschiedet!
Die Installation von Linux Mint ging auch für einen Anfänger wie mich recht problemlos,wenn man mal von einigen Kleinigkeiten absieht, die ich allerdings mit Hilfe des Forums lösen konnte. :-)

Leider ist mir erst, nachdem ich alles für mich passend eingestellt hatte eingefallen, dass ich während der Installation die Verschlüsselung der persönlichen Daten nutzen wollte, bin mir jetzt allerdings nicht zu 100% sicher, ob ich die Option auch gewählt hatte.

Gibt es einen einfachen Weg um herauszufinden, ob die persönlichen Daten verschlüsselt sind und kann ich dies Problemlos nachholen, falls dies nicht der Fall sein sollte?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
« Letzte Änderung: 17.03.2012, 18:56:27 von anDy2k »

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #1 am: 17.03.2012, 14:26:31 »
Leg einfach nochmal die Live-CD ein, dann schau mal zu deinem Home-Ordner.

Festplatte -> home -> *den Ordner mit deinem benutzernamen*

Wenn du diesen Ordner öffnen kannst ist er nicht verschlüsselt (keine Sorge, deine Daten sind noch durch die Rechtevergabe gesichert), bekommst du nur eine Fehlermeldung wenn du ihn öffnen willst ist er verschlüsselt.

Tja, und nun zum nachträglich verschlüsseln. Da muss ich dich wohl enttäuschen, ich wüsste grad nicht wie. Du könntest aber einen neuen Benutzer anlegen und dann dessen Home-Ordner Verschlüsseln. Dann müsstest du eben das andere Konto benutzen (dein erstes kannst du dann glaub ich auch löschen).
ThinkPad R60
vorübergehend Ubuntu 11.10

Blindenhund

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #2 am: 17.03.2012, 14:34:07 »
truecrypt wäre ne Ansage...

Aber ich weiss mal wieder nicht, warum schon wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden muss... Entweder, die gesamte Platte ist verschlüsselt oder aber man lässt die Finger davon weil via /tmp etc. sonst trotzdem guter Einblick ist...

Kinners - Datensicherung ist wichtiger, als ne Pseudoverschlüsselung...
# dd if = /dev/dschehennet of = /dev/dschehenna bs=666


Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #4 am: 17.03.2012, 18:56:10 »
Moin,

ich hab gerade mal die LiveCD eingelegt und versucht den Home Ordner zu öffnen. Da es nicht geht scheint alles geklappt zu haben. Dachte es wäre nicht übel die persönlichen Daten zu verschlüsseln, da ich das Laptop regelmäßig mit der Uni habe und vermeiden möchte, dass jeder meine privaten Daten lesen kann, falls es mal abhanden kommen sollte.

TrueCrypt werde ich mir auch mal ansehen, eventuell kann ich ja einfach einen Container anlegen und dort meine Briefe usw. ablegen, würde mir eigentlich auch reichen! :)

Vielen Dank & LG
andy

Blindenhund

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #5 am: 17.03.2012, 19:16:43 »
Besser wäre es, Du würdest Dein System unverschlüsselt lassen und Deine privaten Daten auf einer externen Hdd oder einem Stick speichern.

Ich glaub nicht, daß Du alles begriffen hast. :(
# dd if = /dev/dschehennet of = /dev/dschehenna bs=666

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #6 am: 17.03.2012, 19:38:51 »
Hallo,

ich denke es ist  eher ein Problem das gesamte Home - Verzeichniss verschlüsselt zu haben. Gibt es ein Problem, startet er nicht mehr, hat man etwas gelöscht was man eigentlich nicht löschen wollte ist es eigentlich vom Vorteil wenn man dann  mit live-System den Computer starten kann und dann auch Zugriff auf seine Daten hat. Wenn ich irgendwann ein neues System installieren will und ich habe /home auf einer eigenen Partition (sollte eigentlich normal sein) gibt es keinerlei Problem,alle meine Daten sind im neuen System. Wenn diese verschlüsselt ist- was dann?
Für den normalen User der  den Computer nicht zum arbeiten, womöglich mit sensiblen Firmen oder Kundendaten nutzt ist truecrypt die perfekte Lösung.
So viele wichtige Daten wird man als Privatnutzer wohl nicht haben die man verschlüsseln müßte.
Und für Experten gibt es fast immer eine Möglichkeit die Daten lesbar zu machen.
Ah und mit truecrypt kannst du auch einen USB Stick verschlüsseln und zu Hause lagern ohne das die anderen Familienangehörigen diesen lesen können. Wenn du den Laptop verlierst oder er geklaut wird ist schließlich sonst alles weg
Ciao Harry

Korfox

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Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #7 am: 17.03.2012, 20:12:34 »
Bei einem verschlüsselten /home gibt es auch für sogenannte Experten keine Möglichkeit, diese Daten (in erschwinglicher Zeit) lesbar zu machen. Das dauert mehrere Monate, eher Jahre.
« Letzte Änderung: Heute um 04:64:28 von Korfox »
Jo, richtig geraten - mein "z" ist kaputt... ok, das "l" jetzt auch...

atze

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #8 am: 17.03.2012, 20:32:08 »
Sorry das es etwas abdriftet aber die Frage ergibt sich gerade so gut..
Zitat von: Korfox
Das dauert mehrere Monate, eher Jahre.
Sollte man das nicht mit cloud computing auf Stunden reduzieren können? Hintergrund: http://www.heise.de/security/meldung/WPA-Schluessel-in-der-Cloud-knacken-1168061.html
Realität ist etwas für Leute, die sich nichts besseres vorstellen können.

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #9 am: 17.03.2012, 20:56:53 »
Also mir scheint verschlüsseltes  Home-Verzeichniss etwas übertrieben. Alle paar Monate kommt etwas neues, Mint11, Mint12 Mint....Ich selbst bin erst vor wenigen Wochen von Ubuntu zu Mint gewechselt. Ich bin mir da jetzt nicht sicher aber ich vermute mal das eine Neuinstallation bei verschlüsselten Home-Verzeichniss eher meine Daten begräbt statt ins neue System zu überführen, oder? Dann habe ich noch ein Knoppix auf einen 16GB USB wo z.B. ext4magic (http://openfacts2.berlios.de/wikide/index.php/BerliosProject:Ext4magic ) und einige andere Datenrettungsprogramme installiert sind. Dazu muß man aber die Daten lesen können.

Wie schon gesagt für Privatnutzer scheint mir truecrypt ideal. Ah, ohne jemanden etwas unterstellen zu wollen, wir sind ja alles brave Leute, aber wenn jemand Kinderpornografie, Bombenbaupläne oder Nazipropaganda auf seinen Computer hätte reicht im Zweifelsfall ein einziges Foto als Beweis, da bin ich mir sicher das sie das finden werden wenn sie den Computer beschlagnahmen. Verschlüsselt oder nicht.
Ciao Harry

Frieder108

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Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #10 am: 17.03.2012, 21:02:23 »
noch a bisle mehr OT:

atze, Danke für den Link, hab gerade festgestellt, dass mein Passwort (nicht das echte, aber ein gleich aufgebautes) 922 Tage zum knacken benötigt  ;D

find ich beruhigend.

Zum Thema: Verswchlüsselung schützt nicht vor Verlust - auf mobilen Geräten sollte beides (also auch back-up) regelmäßig gemacht werden.

Bei sehr sensiblen Daten würde ich allerdings ne Vollverschlüsselung der gesamten Platte vorziehen und dann die Ordner mit den sensiblen Daten nochmal verschlüsseln und gleichzeitig noch auf nem verschlüsslten USB-Stick zwischenspeichern.

Für nen normalen Gebrauch an ner Uni dürfte aber ein simples Verschlüsseln von /home + Datensicherung auf Stick ausreichend sein - gilt für Studenten, für nen Prof mit Prüfungsdaten sieht das wieder anders aus.

Grüße

Frieder

Korfox

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Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #11 am: 17.03.2012, 23:22:10 »
Sorry das es etwas abdriftet aber die Frage ergibt sich gerade so gut..
Zitat von: Korfox
Das dauert mehrere Monate, eher Jahre.
Sollte man das nicht mit cloud computing auf Stunden reduzieren können? Hintergrund: http://www.heise.de/security/meldung/WPA-Schluessel-in-der-Cloud-knacken-1168061.html

1. Reden wir hier von WPA (ok, die HDD wird auch symmetrisch verschlüsselt)
2. Steht recht deutlich in dem Artikel, dass zur Zeit Wörterbuchangriffe der einzig sinnvolle Weg sind. Wer heutzutage Wörterbuchwörter als Passwort verwendet ist doch nun mal wirklich... dann kann man es auch ganz lassen.
Der Schlüssel mit dem das Dateisystem verschlüsselt wird wird (meines Wissens - unter Windows ist es so) vom System erzeugt und hat nichtmal was mit deinem Passwort zu tun. Er wird mit dem eigenen Passwort verschlüsselt irgendwo abgelegt... Und das System, das Wörterbuchpasswörter erzeugt... nungut... es kommt halt aus random, wa? ;)
« Letzte Änderung: Heute um 04:64:28 von Korfox »
Jo, richtig geraten - mein "z" ist kaputt... ok, das "l" jetzt auch...

Re: Linux Mint 12 - Verschlüsseln von persönlichen Dateien
« Antwort #12 am: 17.03.2012, 23:33:47 »
Da habe ich ja eine richtige Diskussion ausgelöst! hehe

Ihr habt genau genommen schon recht, dass die Verschlüsslung eigentlich nicht wirklich nötig ist, genau genommen wäre es im Prinzip auch nicht wirklich schlimm, wenn jemand meine Links, Briefe, Hausarbeiten usw. einsehen könnte. Es hatte sich im ersten Moment halt ganz gut angehört, wenn es schon von der Installation angeboten wird! :-)

PS: Habe zur Sicherheit gerade meine Dokumente auf einer USB Platte gesichert und werde dies jetzt auch regelmäßig machen! :)

LG
andy
« Letzte Änderung: 17.03.2012, 23:39:41 von anDy2k »