Mint Installieren: Etwas Anderes Machen

Getestet mit: ☑ LM 13 | ☑ LM 17 | ☐ LMDE
Kategorie: Tipps

Beschreibung

Einer der wichtigsten Punkte bei Installieren ist die Partitionierung. Wer nicht die Kontrolle aus der Hand geben will, darf sich nicht auf die Automatik verlassen. Im ersten Punkt wird die ganze HDD genommen. Dann ist alles weg. Das ist für Einsteiger und eine alleinige Installation auf einer Platte/SSD auch erstmal Okay so. Im zweiten Punkt wird vom Installer rumgedoktort und irgendetwelche Partitionen kleiner gemacht und das Mint dazwischen gequetscht. Beides nicht so das "Gelbe vom Ei", finde ich.

Der dritte Menü-Punkt lautet "etwas anderes machen" - dahinter verbirgt sich der Vollzugriff.

Den Anfang macht das System:

Ganz zu Anfang einen Hinweis: Dieses Tutorial behandelt nicht die Möglichkeit extra Partitionen für /boot oder /home anzulegen.
Zu Anfang vergewissern wir uns, dass wir auch auf der zu bearbeitenden HDD sind - hier ist es sdb (ich simuliere das mal mit einem USB-Stick!). Dann markieren wir die Partition, auf die Mint installiert werden soll - in diesem Falle also die sdb1. Danach klicken wir unten den Button [Ändern] und editieren das aufpoppende Fenster:

Als Anhaltspunkt für eine Linux-Systempartition inkl. /home, jedoch mit separater Datenpartition, kann man eine Größe von 25 - 40 GB ansetzen.
Übernehmen mit OK. Achtung: Für das System habe ich angeklickt, dass die Partition formatiert werden soll. Das soll und muss so sein!

Die Datenpartition folgt:

Jetzt binden wir die Datenpartition(en) ein:

Datenpartition in der Maske markieren. Wieder auf "ändern", "benutzen als..." (in diesem Beispiel FAT32) NICHT formatieren (wenn schon Daten vorhanden) und einhängen als...

Einhängen als: Hier sollte spätestens klar sein, wie man seinen User, also sich selbst nennt! Wer hinterher als "hugo" oder "daisy" firmieren will, kann hier natürlich jetzt nicht "maya" eintragen!

Hinweis: Der Pfad muss mit Kleinbuchstaben geschrieben werden; das zu nutzende Verzeichnis darf hingegen Großbuchstaben haben.

In diesem Beispiel habe ich /home/maya/Daten genommen. Das muss händisch eingetragen werden!

Hinweis:

Gern wird bei der Installation gleich das ganze /home/maya verschlüsselt. Das sollte man sich genau überlegen! Sinniger wäre es, nur /home/maya/Daten zu verschlüsseln! Will man das komplette Home verschlüsseln muß ein Mountpunkt ausserhalb gewählt werden, z.B. /media/benutzer/Daten.

Der Bootloader - wohin damit?

Jetzt wirds lustig. Wohin mit dem Bootloader?? Eigentlich ist das ganz einfach. In dem Beispiel hier installiere ich einen Pinguin auf dem Stick. Der soll autark sein, damit er auf jedem Rechner, welcher über USB booten kann, bootable ist.

Es wäre also sdb

Im Falle einer zweiten HDD (sdb; sda ist vorhanden) muss man überlegen. Da gibt es beide Möglichkeiten; im Falle von sdb jedoch muss man dann über das alternative Bootmenue (zumeist F12) booten wenn man den Pingu haben will.

Für den Fall, dass es nicht der Hauptpingi (Ich nenne ihn immer gern Häuptling) ist sondern ein Nebenpingi (Indianer), sollte er weder auf sda, noch auf sdb sondern in die Partition installiert werden, in der man das System installiert hat. Hier wäre es sdb1 - es kann auf Deinem Rechner auch sda7 sein!!

Das Ende

Installation durchführen, User-Konto anlegen und Reboot....