LMDE FAQ

Einführung

Am 7. September 2010 erschien Linux Mint Debian, kurz LMDE genannt, und entwickelt sich seitdem zu einer Erfolgsgeschichte. Meßbar daran, daß inzwischen auch eine Xfce Version angeboten wird, eine KDE Version scheint bevorzustehen.

Der Vorteil dieser Distribution ist, im Gegensatz zur Wahl eines Original Debian, dass  hilfreiche Mint Tools und wichtige Multimedia Pakete vorinstalliert sind.  Anstrengende Zusatzarbeiten, die unter dem Original anfallen, entfallen somit.

Windows Umsteiger werden ihre Schwierigkeiten mit LMDE  haben. Ihnen sei der Umweg zum kennen lernen über Mint Main empfohlen. Mit Vorkenntnissen der Main Distris ist es nicht sonderlich schwierig, einen  Einstieg zu finden.

Einige Hürden hat LMDE bei der Installation und Einrichtung, wie jede andere Distribution auch, auf Lager. Diese Hürden sollen im folgenden besprochen werden.

Wer gewohnte Pakete der Main Editionen vermisst, wird evtl. hier fündig:

http://people.debian.org/~bartm/borg/missing.html
 
 
 

Vorab: Der Installer und Bug in der /etc/fstab

Bei der Auswahl der Sprache ist darauf zu achten, German (Germany) zu wählen. Es passiert leicht, dass bei einer ersten Installation von LMDE  German, Low (Germany) gewählt wird. Man erhält so ein System in einem plattdeutschen Dialekt. Wer die Sprache beherrscht, wird  Spaß damit haben.
Momentan ist es nur möglich, das Dateisystem bei der Installation mit ext3/ext4 zu formatieren. Andere Dateisysteme wie btrfs, ReiserFs, Reiser4 werden vom Live Kernel nicht erkannt und können, falls auf der Festplatte vorhanden, bei der Installation nicht eingebunden werden.

Spezielle Installationsverfahren wie Raid, LVM, andere Dateisysteme als ext3/ext4 zu formatieren oder einzubinden, werden evtl. mit späteren Updates möglich sein. Entsprechende Bitten liegen den Mint Entwicklern vor.

Eine LVM Installation ist möglich, indem zunächst Debian Testing installiert wird und dann an Mint angepasst wird:

http://www.linuxbsdos.com/2011/01/01/how-to-install-linux-mint-debian-edition-on-an-encrypted-lvm-file-system/

Auf manchen Systemen wird bei der Installation eine fehlerhafte /etc/fstab angelegt. Das ist ein bekannter Bug:

https://bugs.launchpad.net/linuxmint/+bug/636417

Nach der Installation

sudo blkid -c /dev/null

im Terminal ausführen und die Ausgabe mit der fstab eines funktionierenden Mint Systems vergleichen. Sind falsche Einträge vorhanden - löschen.
 
 
 

LMDE 201012 32Bit/64Bit

Als Weihnachtsgeschenk 2010 wurde die LinuxMint Community mit der Version 201012 in 32 und 64Bit beschert.

Die gute Nachricht, die 64Bit Version funktioniert bis auf eine Kleinigkeit problemlos. Die Kleinigkeit betrifft eine nicht korrekt angezeigte Zeit. Das lässt sich ändern.

Methode 1: Paket 'ntp' installieren, -->Kontrollzentrum -->System -->Datum und Uhrzeit   -->über Schlosssymbol entsperren, einen deutschen Zeitserver auswählen, fertig.

Methode 2: mit Adminrechten die Systemzeit neu setzen.

Sollte in Synaptic das Feld 'Schnellsuche' ausgegraut sein:

sudo apt-get install apt-xapian-index

Falls in einigen Anwendungen die Schrift unschön dargestellt ist:

sudo apt-get install ttf-mscorefonts-installer

anschliessend mit den dadurch gewonnenen zusätzlichen Schriftarten experimentieren.

Da sich auf vielen Systemen 201012 32Bit nicht installieren liess, ist am 01.01.2011 die überarbeitete Version 201101 32Bit re-spin erschienen.

Das Debian Installationsprogramm unterscheidet sich wesentlich vom Installationsprogramm der Main Editionen und gibt es bisher nur in Englisch. Eine hilfreiche Installationsanleitung hat der Benutzer seeley  geschrieben:

http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=64&t=63012
 
 
 

Rolling Release, wie wird es verwirklicht?

Der Traum vieler, einmal installieren und dann sollte ein System möglichst viele Jahre laufen und mit updates versorgt werden - Rolling Release macht es möglich.

Um zu verstehen, wie das verwirklicht wird, ist das Verständnis der Veröffentlichungen (Releases) des Original Debian hilfreich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Debian

Uns soll hier genügen, dass wir es bei der Installation von LMDE mit der Veröffentlichung von 'Testing' zu tun haben. Die Einstellungen in der etc/apt/sources.list (Software-Quellen) verweisen auf die Paket Quellen von 'Testing'.

Wer daran interessiert ist, die Möglichkeit eines Rolling Release in Anspruch zu nehmen, sollte an diesen Einstellungen nichts ändern und wird ständig ein relativ aktuelles System haben.

Wenn die sources.list geändert werden soll ist darauf zu achten, daß die Umstellung auf die Quellen einer weniger aktuellen Version (Downgrade) nicht möglich ist! 'testing' kann auf 'unstable' (sid) aktualisiert werden jedoch nicht auf 'stable'.

Ausnahme - vor einem Stable Release von 'testing'. Solange sich dieses in einem Zustand des 'Freeze' befindet, kann auf 'stable' umgestellt werden. Wer an einem LMDE Stable interessiert ist, installiert mit der 201101 ISO und stellt vor einem Update auf 'stable' (momentan 'squeeze') um. Als diese ISO erstellt wurde, befand sich 'testing' im Freeze und eine Umstellung ist möglich.

Zum besseren Verständnis der Debian Zweige:

Debian 'stable' --> Codename 'squeeze' --> bietet alte aber getestete, stabile Software
Debian 'testing' --> Codename 'wheezy' --> bietet neuere Software, die für den Einsatz im nächsten 'stable' getestet wird.
Debian 'unstable' --> Codename 'sid' --> bietet aktuelle Software, die für den Einsatz in 'testing' getestet wird.
Debian 'experimental' --> bietet allerneueste Software, die generell auf Einsatztauglichkeit untersucht wird.

In der sources.list kann sowohl die Zweig Bezeichnung als auch der Codename verwendet werden. Beispiel:

deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free

deb http://ftp.debian.org/debian wheezy main contrib non-free

Beides verweist auf ein und dieselbe Software Quelle.

Für LMDE sind zwei neue Quellen hinzu gekommen:

Linux Mint Debian Latest
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free

Linux Mint Debian Incoming
deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free

Latest bietet Software, die von Usern in 'incoming' getestet wurde. Das bedeutet, mit den 'latest' Quellen hat man ein bestmöglich stabiles LMDE zur Verfügung.

Wer gerne testet und Risiken in Kauf nimmt, benutzt die 'incoming' Quellen und meldet der Gemeinschaft bitte gefundene Fehler. Optimalerweise mit Möglichkeiten einer Fehlerbehebung. Falls das nicht möglich ist, viele Augen sehen mehr als zwei  ;)

Um die Mint Quellen zu nutzen, kann das Paket mintupdate-debian installiert werden. Mit diesem Updater erhält man hilfreiche Hinweise zu Paketen, die aktualisiert oder neu installiert werden. Wer sich für MU Debian entscheidet, sollte Update Pack Infos unbedingt beachten. Nur dann ist eine sichere Aktualisierung gewährleistet.

Weitere Informationsquellen sind:

http://forums.linuxmint.com/viewforum.php?f=186

http://forums.linuxmint.com/viewforum.php?f=187

Es ist aber auch möglich, weiterhin das Terminal mit dem Befehl

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

zu nutzen. Sinnvoll ist es, sich auch dann möglichst umfassend zu informieren, bevor ein Upgrade gefahren wird.

http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=141&t=67502

http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=141&t=76010

Es ist nicht nötig, die inzwischen über 40 Seiten des LMDE Breakage Thread zu lesen. Es reicht, sich auf den letzten zwei bis drei Seiten ein zu lesen, wichtiges bekommt man dann mit wenn man am Ball bleibt.

Hacking LMDE bietet viele wertvolle Tips zum Umgang mit LMDE.
 
 
 

Die sources.list in der Praxis

3.1 - die sources.list in einem frisch installiertem System

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
 
 # deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 # deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo

backport romeo wird im Grunde nicht benötigt, ist deshalb deaktiviert.

   

3.2 - eine sources.list, die alle Quellen enthält, die angezapft werden können:

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import

deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
 
 # deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 # deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 
 # deb http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
 # deb-src http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
 
 # deb http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
 # deb-src http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
 
 # deb http://ftp.debian.org/debian experimental main contrib non-free
 # deb-src http://ftp.debian.org/debian experimental main contrib non-free
 
 # deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
 # deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
 
 # deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
 # deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free

Diese list ist benutzbar, sollte aber nur von denjenigen gebraucht werden, die sich ihres Handelns vollkommen sicher sind. Aktiv sind die Quellen, die nicht mit einer Raute # versehen sind. Um weitere Quellen zu aktivieren, werden die Rauten entfernt. Die sources.list wird dafür als Administrator mit gedit oder einem Editor der persönlichen Vorliebe geöffnet. Zum deaktivieren werden Rauten wieder hinzu gefügt.

     

3.3 - sources.list für ein bestmöglich stabiles LMDE mit den Mint eigenen 'latest testing' Quellen:

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import

deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
 
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
 
 # deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 # deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo

       
   

3.4 - sources.list für Tester, Bughunter, die sich daran beteiligen möchten, die 'latest' Quellen möglichst stabil zu halten. Grundlage dafür sind die 'incoming testing' Quellen:

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import

deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
 
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
 
 # deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 # deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo

       
       

3.5 - sources.list mit den wichtigsten Quellen für eine variable Handhabung von Upgrades/Downgrades:

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import

deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
 
 # deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 # deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
 
 # deb http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
 # deb-src http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
 
 # deb http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
 # deb-src http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
 
 # deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
 # deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free

Auch diese list sollte nur benutzen, wer genau weiss, was er/sie machen möchte. Will man z.Bsp. Gnome 3 Pakete nicht haben, kann 'stable' aktiviert werden, um die alte Pakete wieder zu installieren. Vorher müssen neue Pakete deinstalliert werden. Möchte man aktuellere Pakete, werden die 'unstable' Quellen aktiviert.

Nach den jeweilig durchgeführten Aktionen nicht vergessen, die aktivierten Quellen wieder zu deaktivieren!

Wer es vergisst, riskiert ein geschrottetes System!
 
 
 

Romeo & Julia

Nein Backport-Modules natürlich. Zusätzlich zu den aktivierten Software-Quellen kann man Romeo und Backport-Modules aktivieren. Doch es gibt im Grunde genommen keinen Anlass dafür.

Backport-Modules sind lediglich interessant, wenn die Quellen auf 'stable' weisen.
http://backports.debian.org/

Romeo hält aktuellere Software bereit als Main-, Upstream- und Import Packages. Doch die kann auch mal nicht so funktionieren wie gewohnt. Wer keine unnötigen Risiken eingehen möchte, aktiviert die Romeo Quellen nicht.
 
 
 

Ist LMDE stabil?

Solange sich 'Testing' im Entwicklungsstadium eines 'Freeze' befindet, ist es stabil. Das kann sich ändern, sobald die nächste Entwicklungsversion zu 'Testing' wird. Mit Komplettausfällen ist kaum zu rechnen, doch vorübergehend könnte das System nicht so funktionieren, wie man es gewohnt ist.

Regelmässige Datensicherungen sind deshalb unerlässlich!

Des weiteren ist es sinnvoll, regelmässig Partitionssicherungen des bestehenden Systems zu erstellen. Dafür bietet sich der qt4-fsarchiver an.

http://qt4-fsarchiver.sourceforge.net/

Sollten nach einem Update doch einmal erhebliche Schwierigkeiten auftreten, kann die Systempartition innerhalb weniger Minuten wieder in den alten Zustand zurückversetzt werden. Auch eine Sicherung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und kann sozusagen nebenbei erledigt werden.
 
 
 

Schwierigkeiten mit Grafiktreibern?

Sollte es zu Schwierigkeiten bei der Installation von proprietären Grafiktreibern kommen, fragt bitte im Forum, wie diese Schwierigkeiten zu überwinden sind.

Installation des proprietären Nvidia Treibers:

apt-get install nvidia-kernel-dkms nvidia-glx build-essential nvidia-settings nvidia-xconfig

sudo nvidia-xconfig

Installation des proptietären ATI Treibers (fglrx)

apt-get install fglrx-control fglrx-glx fglrx-modules-dkms

sudo aticonfig --initial
 
 
 

Compiz fehlt?

Compiz ist nicht vorinstalliert. Wer es braucht, kann die Pakete 'compiz' und 'compiz-fusion-plugins-extra' nachinstallieren.

Ein ausführliches 'HowTo install Compiz' gibt es hier:

http://wiki.debian.org/Compiz

Um Compiz dauerhaft zu aktivieren, per MintMenu -> Systemwerkzeuge den Konfigurationseditor starten.

In der Baumansicht desktop -> gnome -> session -> required_components wählen.Rechts im Fenster ist neben Windowmanager der Wert 'gnome-wm' eingetragen. Diesen Wert durch compiz ersetzen.

Der Reiter "Visuelle Effekte" bei den Erscheinungsbild Einstellungen erscheint in LMDE bisher NICHT, auch wenn Compiz korrekt installiert und gestartet ist.

Ein Weg, Compiz mit Intel Grafikchips zum Laufen zu bringen und weitere Tips finden sich hier:
http://musings.omnsproject.org/?p=680
 
 
 

MintMenu - Icons justieren?

Die Größe der Icons kann verändert werden. Rechtsklick auf das Menu > Einstellungen.
Die Vorgabewerte sind:

Anwendungen 22
Favoriten        48
Orte               16
System          16
 
 
 

Googleearth, Schriftdarstellung im Menü Block unschön?

Daran lässt sich leider nichts ändern. Wen es sehr stört, sucht im Netz nach Paketen der 5er Serie und installiert manuell, anstatt das Paket aus der Paketverwaltung zu nutzen.
 
 
 

KDE möglich?

Es können wie von der Gnome Main Edition gewohnt einzelne KDE Anwendungen installiert werden.

Eine abgespecktes KDE  mit den wichtigsten Anwendungen erhält man bei der Installation von 'kde-plasma-desktop'.

Für ein vollwertiges KDE muss das Paket 'kde-full' installiert werden.

Bei allen drei Varianten müssen Sprachpakete nachinstalliert werden.

Bei Variante zwei und drei hat man die Möglichkeit, beim Login zwischen Gnome und KDE zu wählen.

Alle Zeichen deuten darauf hin, daß KDE demnächst auf Debian Basis als eigenständige Distribution erscheinen wird.
 
 
 

Realtime Kernel wird vermisst?

Für den Hausgebrauch sollte ein Realtime Kernel oder kurz rt-kernel kaum noch nötig sein. Allenfalls wenn bei Multimedia Bearbeitungen Latenzen höher als 7,00 ms auftreten, kann ein rt-kernel hilfreich sein.

In den Paket-Quellen wird ein solcher leider nicht angeboten. Ein grosses Angebot  fertiger Kernel ist hier zu finden:

http://www.pengutronix.de/software/linux-rt/debian_de.html

Ausdrücklich für Debian Systeme empfohlene 64bit rt-kernel gibt es hier:

http://www.wuala.com/makimaki/Realtime-Kernel/RT-Kernel%20Debian%20Squeeze%2064-bit/deb/
 
 
 

Samba Probleme?

Für alle, die den „Samba-Komfort“ aus der Mint Main Version vermissen hier eine Zusammenfassung und Übersetzung dieses Threads:

http://forums.linuxmint.com/viewtopic.php?f=141&t=55356#p316972

1. Um das Erstellen von Freigaben im Nautilus bequem verwirklichen zu können müssen ein paar Kleinigkeiten angepasst werden.

Gebt diesen Befehl in der Konsole ein:

gksu gedit /etc/samba/smb.conf

Damit öffnet ihr die Samba Konfigurationsdatei als root und könnt diese bearbeiten. Fügt diese zwei Zeilen am Ende unter 'Global' ein:

map to guest = bad user

usershare allow guests = yes

Dies sorgt dafür, dass ihr auch Gastzugriffe ohne Passwortabfrage erstellen könnt. Jetzt könnt Ihr die Datei abspeichern.

Als nächster Schritt muss euer user noch der Gruppe sambashare zugeteilt werden. Dies geht entweder im Kontrollzentrum unter „Benutzer und Gruppen“ oder auch in der Konsole mit folgenden Befehl:

sudo gpasswd -a %username% sambashare

(%username% natürlich mit eurem Usernamen ersetzen).

2. Um die Funktionalität des Druckens auf freigegebenen Druckern (wie es oft in Firmen zu finden ist) zu erhalten, muss noch der smbclient installiert werden. Einfach in Synaptic suchen oder eben auch über die Konsole

sudo apt-get install smbclient

3. Empfehlenswert ist, gvfs-fuse zu installieren

sudo apt-get install gvfs-fuse

Benötigt wird es, um frei gegebene Dateien in Nautilus zu mounten und auf die enthaltenen Dateien zuzugreifen (ohne das Paket kann es Schwierigkeiten mit ISO Dateien auf einer Netzwerkfreigabe geben). Nachdem das getan ist, muss noch der Benutzer der „fuse“ Gruppe hinzufügt werden. Das geht wieder über „Benutzer und Gruppen“ im Kontrollzentrum, oder aber in der Konsole

sudo gpasswd -a %username% fuse

4. Weiterhin ist empfehlenswert  „winbind“ zu installieren. Wer noch Windowsrechner in der Arbeitsgruppe oder Domäne hat, oder sich einfach besser Namen anstelle von IP Adressen merken kann, wird das nützlich finden. Dies geht über Synaptic oder mit 

sudo apt-get install winbind

Jetzt noch diese Datei anpassen:

gksu gedit /etc/nsswitch

in der Zeile „hosts:         files dns“  den Eintrag wins ergänzen:

„hosts:          files dns   wins“
 
und die Datei speichern.

Der Rechner kann neu gestartet werden oder, wem das zu lange dauert, kann auch den Sambadienst neu starten (sudo service samba restart) und sich einmal abmelden und wieder anmelden.

Zu beachten ist noch, erstellte shares werden in Nautilus Aufgrund eines Bugs nicht mit dem „shared“ Symbol angezeigt. Man kann es aber schnell überprüfen, geht entweder mit Nautilus hier her:

 „/var/lib/samba/usershares“ 

oder gebt in der Konsole folgenden Befehl ein:

net usershare info
 
 
 

Pidgin OSD Notify anzeigen?

Wer möchte das Pidgin den Benachrichtigungsdienst (Desktop Popup bzw. Gnome Notify) benutzt, muß das Paket pidgin-libnotify installieren. Entweder per Paketverwaltung oder Terminal

sudo apt-get install --yes pidgin-libnotify

Sollte Pidgin laufen, muß man es neu starten. Danach kann man in Pidgin unter - Werkzeuge > Plugins > libnotify Popups > Plugin konfigurieren - das Plugin konfigurieren.
 

 

Maus und Keyboard funktionieren nach Update nicht?

Das deutet in der Regel auf einen udev Fehler hin.

Fix:

Recovery Mode booten --> in die Konsole eingeben:

telinit 5

das System sollte jetzt funktionieren --> Terminal öffnen und folgendes eingeben:

ls -l /etc/rc*.d/*udev*

Sieht die Ausgabe ähnlich wie diese aus

    # ls -l /etc/rc*.d/*udev*
    lrwxrwxrwx 1 root root 19  4. Jul 23:27 /etc/rc0.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 29. Jun 21:39 /etc/rc0.d/K02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19  4. Jul 23:27 /etc/rc1.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 29. Jun 21:39 /etc/rc1.d/K02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19 23. Aug 22:06 /etc/rc2.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 13. Sep 22:28 /etc/rc2.d/S02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19  4. Jul 23:27 /etc/rc3.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 29. Jun 21:39 /etc/rc3.d/K02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19  4. Jul 23:27 /etc/rc4.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 29. Jun 21:39 /etc/rc4.d/K02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 20. Sep 21:47 /etc/rc5.d/S02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19 20. Sep 23:33 /etc/rc5.d/S13udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 19  4. Jul 23:27 /etc/rc6.d/K01udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 29. Jun 21:39 /etc/rc6.d/K02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 14 24. Feb 2010  /etc/rcS.d/S02udev -> ../init.d/udev
    lrwxrwxrwx 1 root root 19 25. Feb 2010  /etc/rcS.d/S13udev-mtab -> ../init.d/udev-mtab

alle udev Links von rc0 bis rc6.d löschen. 
 

Systemzeit mit Windows synchronisieren

Es kann sein, dass sich beide Systemzeiten unter Windows 7 und LMDE nicht synchronisieren lassen. Immer ist einer der beiden um 2 (1) Stunde(n) hinten oder vorne.
Lösung: in der Datei

/etc/default/rcS

die zum initscripts Paket gehört, die Zeile:

UTC=yes

in

UTC=no

Das verhindert, dass die BIOS Uhr auf koordinierte Weltzeit (UTC) gestellt wird.
 

Gnome, Xfce, LXDE, Fluxbox, KDE, Enlightenment (E17)

In Mint Debian Edition ist wahlweise der Gnome- oder der Xfce-Desktop vorinstalliert. Doch wer eine andere Desktopumgebung vorzieht, braucht auf diese nicht zu verzichten.

Die gute Nachricht zuerst: Alle in der Überschrift aufgezählten Desktopumgebungen funktionieren problemlos auf LinuxMint Debian.

Die weniger gute Nachricht: Die ubuntubasierten Editionen werden von den jeweiligen Entwicklern stark angepasst. Die Folge ist, dass z. B. Xfce in LMDE optisch anders daherkommt als in Mint 9 Xfce. Thunar verfügt nicht über alle gewohnten Optionen.

Hier eine Übersicht der zu installierenden Pakete, inkl. Auslastung des Arbeitsspeichers im Leerlauf:

Gnome
                                       
mint-meta-gnome
network-manager
network-manager-gnome
Preview Gnome Sys
Preview Gnome Sys
Xfce
                                       
xfce4
xfce4-goodies
Preview Xfce
Preview Xfce
Preview Xfce Sys
Preview Xfce Sys

Xfce gibt es auf Debian Basis auch als eigenständige Distribution:

LXDE
                                       
lxde
Preview LXDE
Preview LXDE
LXDE Sys
LXDE Sys

Fluxbox
                                       
fluxbox
Preview Fluxbox
Preview Fluxbox
Preview Fluxbox Sys
Preview Fluxbox Sys
KDE
                                       
kde-full
kde-l10n-de
Preview KDE
Preview KDE
KDE Sys
KDE Sys

Anmerkungen:

  • Du kannst auch kde-plasma-desktop installieren, allerdings bietet kde-full viel mehr KDE-typische Software
  • Während der Installation wirst du mit der Überschrift "Konfiguriere kdm" gefragt, welcher Display-Manager konfiguriert werden soll
Enlightenment
(E17)

                                       
e17
emodules-all
e17-themes
Preview E17
Preview E17
E17 Sys
E17 Sys
Wichtig bei allen Installationen!
Im Login-Screen die neue Desktopumgebung unter "Sitzung" wählen.

Die Auslastung des Arbeitsspeichers in Zahlen:
Gnome: ca. 117 MB
KDE: ca. 244 MB
XFCE: ca. 95 MB
LXDE: ca. 88 MB
Enlightenment (E17): ca. 79 MB
Fluxbox: ca. 75 MB