Erstupdates Bzw. Mintupdater

Getestet mit: ☑ LM 13 | ☑ LM 17 | ☑ LM 18 | ☐ LMDE
Kategorie: Tipps

Beschreibung

Linux-Mint "tickt" ein wenig anders, als Ubuntu oder andere Linux-Distributionen.
 
 

Wichtig für Mint13 Maya

Vor dem Update muss aus der /etc/apt/sources.list das nicht mehr existente medibuntu-Repository entfernt werden laut dieser Anleitung:
http://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=15029.0
 

Update per Terminal

Mit dem Mint-Updater bekommt man nicht alle Updates sondern nur einen Teil.
Das ist aber kein Fehler, sondern von den Mint-Machern so gewollt, bzw. voreingestellt.
Die Einstellungen (Level) lassen sich in der Aktualisierungsverwaltung auch ändern (siehe nächsten Abschnitt)

Vollständige Systemaktualisierung mit  einem Terminal-Befehl:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Terminalbefehle von hier sollte man kopieren - damit werden "Vertippser" vermieden. Terminalbefehle werden übrigens in der History gespeichert. Einmal eingetippt, kann man die jederzeit mit der "Pfeil-Rauf-Taste" wiederholen. Ach so - wenn das durchgelaufen ist, dann sollte man einen Neustart machen.
 
 

Update per Mint-Updater

Alternativ dazu kann man auch den Mint-Updater umstellen - links Original; rechts überarbeitet:


Ob man es so macht oder mit dem Terminal, kann man selbst entscheiden. Empfohlen als bewährt und sicher wird der Weg über das Terminal. Er hat auch den Vorteil, wenn er in einem Support-Thread etwa ausgeführt wird, dass Helfende verlässlich wissen, dass das System danach richtig aktuell ist.

Noch ein Hinweis: Sollte während des Updatens eine Nachfrage (oder auch mehrere hintereinander) erscheinen, ob man Konfigurationsdateien durch neuere Versionen ersetzen will, ist es der bewährte und empfohlene Weg, diese Nachfragen immer zu verneinen, also einfach "Enter" zu drücken oder "N" und "Enter".

Hinweis ab Linux Mint 18/17

Bei Linux Mint 18/17 werden die Kernelaktualisierungen vom Linux Mint-Team gesteuert - durch ein ab Mint 16 neu eingeführtes, eigenes Paket für die Kernel.

D.h.: für ein Gut funktionierendes System bedarf es hier keine Änderung.
Wer neu ist bei LM, sollte in der ersten Zeit auf folgendes Verzichten, lieber im Forum bei Problemen nachfragen und dann ggf. das weiter aufgeführte Ausführen.
Bei Hardware-Problemen kann man über die Ubuntu-Kernelupdates eventuell Abhilfe schaffen.

LM 18:

Auch wer weiterhin alle Ubuntu-Kernelupdates automatisch erhalten möchte, sollte dann einmalig in der Konsole
für den aktuell installierten Grund-Kernel (z.Z. >LM18 Juli 2016 : Kernel 4.4.0.xx) ein

sudo apt-get install linux-genericausführen. (bis 04/2021 supported)
Bei weiteren LM-Versionen (18.1 …) in der Zukunft wird wegen der Übersicht eine neue WIKI-Seite entstehen müssen!

Für LM 17 nur diese Optionen ausführen:

Weiterhin alle Ubuntu-Kernelupdates erhält man automatisch in dem man einmalig in der Konsole
für den 3.13.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-genericausführt. (bis 07/2019 supported) Will man diesen Kernel mit Mint 17.2 nutzen muss der Vorinstallierte 3.16er Kernel entfernt werden nachdem der 3.13er installiert wurde.

Oder Analog für den 3.16.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-generic-lts-utopicausführen. (bis 08/2016 supported)

Oder aber für den 3.19.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-generic-lts-vivid
ausführen. (bis 08/2016 supported)

Relativ neuer Kernel ist der 4.4. (Feb./März). Läuft hier gut auf einem Duo-Core 2,7 GHz mit Cinnamon 17.3 64-bit.
Allerdings mit einen Nvidia-Treiber (304) gabe es Probleme-->Rückfallmodus. Ab Nvidia 340, Intel Mobile 4 und den proprietären Treibern geht es!

Als erstes den 4.4.-xx Kernel über die Aktualisierungsverwaltung --> Linux-Kernel installieren und neu booten!
Dann aber für den 4.4.0-xx Kernel ein

sudo apt-get install linux-generic-lts-xenial
ausführen. (bis 04/2019 supported)

Je nach dem welchen Kernel man haben will. (LM 17 & 17.1 wird mit 3.13.0-xx, LM 17.2 wird mit 3.16.0-xx und LM 17.3 wird mit 3.19.0-xx ausgeliefert.)

Diese Zeilen installieren die originalen Ubuntu-Pakete für den Kernel (und die sog. "Kernel-Header"), mit denen man dann wieder alle Kernelupdates aus den Ubuntu-Quellen erhält. Das kann Vorteile haben wenn man z.B Probleme mit der Hardware hat, da ein neuerer Kernel auch Treiberprobleme lösen kann. Außerdem sind die Kernelupdates manchmal auch Sicherheitsupdates.

 

Siehe auch

     • http://wiki.ubuntuusers.de/Synaptic#Paketquellen-freischalten-aktivieren
     • http://www.linuxmintusers.de/index.php?topic=8840.0