Einführung In LMDE

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Hinweis: Diese Seite bezieht sich auf das veraltete LMDE von 2011 und NICHT auf LMDE 2 von 2015.

Einleitung

 

Was ist Linux Mint Debian Edition (LMDE)?

Linux Mint Debian Edition (LMDE) ist eine beständig aktualisierte Distribution, auch "Rolling Release" genannt. Sie basiert auf dem Debian Testing Zweig.

Der Zweck von LMDE ist ein System, das genauso aussieht und die gleiche Funktionalität bietet wie die auf Ubuntu basierende Main-Edition, gleichzeitig aber auf Debian basiert.
LMDE ist 100% mit Debian kompatibel, welches wiederum nicht mit Ubuntu kompatibel ist, da Ubuntu auf Debian aufbaut und nicht anders herum.

Derzeit ist von einer Installation abzuraten, da die Basis umgestellt wird: http://www.golem.de/news/lmde-linux-mint-wechselt-zu-debian-stable-neben-ubuntu-1409-108945.html


 

Download

Es stehen Live-DVDs mit Cinnamon (32-Bit/64-Bit) und Mate(32-Bit/64-Bit)-Desktop zur Verfügung.

 

Für wen ist LMDE geeignet?

LMDE ist für Benutzer geeignet, die ihr Betriebssystem nur einmal installieren möchten und trotzdem immer auf einem aktuellen Stand bleiben wollen (Rolling Release).
Wobei hier der Mate Desktop für die nicht so schnellen Computer eingesetzt werden sollte, die Cinnamon Lösung benötigt, um damit flüssig arbeiten zu können, eine unterstützte 3D Grafikkarte.

 

Was bedeutet Rolling Release?

Die Bezeichnung "Rolling Release" bedeutet, dass LMDE immerfort aktualisiert wird. Sie halten ihre Installation einfach mit dem Paketmanager auf dem neuesten Stand.
Dass der Benutzer, wie bei Ubuntu, komplette neue Installationen oder Upgrades durchführen muss, ist nicht mehr nötig. Damit keine fehlerhaften Pakete aus dem Debian "Testing" Zweig in den zweifelhaften Genuss kommen, ihre LMDE Installation zu zerschießen, durchlaufen die Pakete in zwei Schritten einen Test und ggf. die Freigabe.

Das hat Vor- und Nachteile. Pakete die aktualisiert werden, könnten z.B. vor der Installation "Fragen stellen", dann könnten Fehler passieren und es fehlt das Wissen, um diese Fehler wieder zu fixen.
LMDE Benutzer, die sich schon tiefer in die Materie Linux eingearbeitet haben, lieben die Möglichkeiten, die sich aufgrund der gebotenen Flexibilität bei LMDE anbieten. Benutzer, die weniger versiert sind oder einfach nicht die Zeit dazu haben, werden aber auch unterstützt, denn seit einigen Monaten hat man das Rolling Release Prinzip modifiziert und die Benutzung vereinfacht:
Es gibt ein neues Repository, welches monatlich die Pakete spiegelt und sie einer Update Nummer hinzufügt.
Der Mint Update Manager wurde für LMDE modifiziert, dieser zeigt jetzt Informationen über die Update-Pakete an und berichtet, welches Paket benutzt wird und welches ggf. zur Verfügung steht.

Hier sieht man, das Update Paket 2 genutzt wird und das ein Update Paket 3 zur Verfügung steht.

Damit der Mint Manager die geänderten Quellen benutzen kann, müssen die Quellenangaben in /etc/apt/sources.list geändert werden.

Wer diesen Update Prozess verfolgen möchte, kann hier "live" zuschauen:
Hier gibt es den Mega-Thread, in dem alle Update Warnungen gesammelt werden.

 
 

Welche  Vor- und Nachteile hat LMDE gegenüber der Ubuntu Main-Edition?

Vorteile:
Sie müssen das System nicht immer neu installieren. Es wird kontinuierlich neue Software-Versionen und Updates geben.
Es ist schneller und leistungsstärker als auf Ubuntu basierende Editionen.
Nachteile:
Durch die kontinuierliche Aktualisierung mit neuen Software-Versionen und Updates, die noch nicht so gründlich getestet wurden wie im "Stable Release", ist es im Vergleich zu einer Version von Linux Mint, mit festem Veröffentlichungstermin, als nicht gleich stabil anzusehen. Es wird wahrscheinlich häufiger passieren das Probleme auftreten, die das laufende System beeinträchtigen können. Diese sollten sich aber schnell beheben lassen. Aus diesem Grund erfordert LMDE tiefer gehende Linuxkenntnisse, auch im Umgang mit dem Terminal, speziell mit dpkg und apt.
Debian ist weniger benutzerfreundlich / Desktop-optimiert als Ubuntu. Rechne deshalb immer mit ein paar Ecken und Kanten.

 
 

Installation

Deutsche Sprachdateien nachrüsten

Ist der Computer während einer Installation nicht mit dem Internet verbunden, kann das Installations-Programm keine deutschen Sprachdateien herunterladen.
Diese lassen sich jedoch folgendermaßen nachrüsten:

Firefox

Sollte Firefox noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes firefox-l10n-de
 

Fortunes

Um beim Start im Terminal deutschsprachige "Glückskekse" und andere humorvolle Aphorismen angezeigt zu bekommen, muss man das Paket fortunes-de installieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes fortunes-de
 

GIMP

Sollte die Hilfe von GIMP noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes gimp-help-de
 

LibreOffice

Wer die Büro-Suite LibreOffice nutzt, öffnet ein Terminal und installiert die deutschen Sprachdateien mit folgenden Befehl:

sudo apt-get install --yes libreoffice-help-de libreoffice-l10n-de
 

OpenOffice

Wer die Büro-Suite OpenOffice nutzt, öffnet ein Terminal und installiert die deutschen Sprachdateien mit folgenden Befehl:

sudo apt-get install --yes openoffice.org-help-de openoffice.org-hyphenation-de openoffice.org-l10n-de openoffice.org-thesaurus-de
 

Thunderbird

Sollte Thunderbird noch nicht in deutscher Sprache installiert sein, geht man ins Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get install --yes thunderbird-l10n-de
 

Iceweasel

Deutsche Sprache installieren. Terminal starten und folgenden Befehl eingeben:

sudo apt-get install --yes iceweasel-l10n-de
 
 

Google Chrome installieren

Google Chrome kann mit folgendem Befehl ganz einfach über das Terminal installiert werden.

32-Bit:

wget -c https://dl-ssl.google.com/linux/direct/google-chrome-stable_current_i386.deb && sudo dpkg -i google-chrome-stable_current_i386.deb

64-Bit:

wget -c https://dl.google.com/linux/direct/google-chrome-stable_current_amd64.deb && sudo dpkg -i google-chrome-stable_current_amd64.deb

 
 

ATI-Grafiktreiber installieren

Der proprietäre Catalyst-Treiber bietet im Gegensatz zu den freien Treibern eine ausgereifte 3D-Beschleunigung und sorgt für eine optimale Steuerung des Lüfters für die GPU.
Um die aktuelle Version des Treibers aus der Paketquelle zu installieren, muss man im Terminal folgende Befehle ausführen:

sudo apt-get install --yes fglrx-control fglrx-glx fglrx-modules-dkms
sudo aticonfig --initial

und anschließend das System neu starten.

 
 

Nvidia-Grafiktreiber installieren

Der proprietäre NVIDIA-Treiber bietet im Gegensatz zu den freien Treibern eine ausgereifte 3D-Beschleunigung, unterstützt OpenGL sowie die Hardware-Beschleunigung von HD-Videos über VDPAU.
Um die aktuelle Version des Treibers aus der Paketquelle zu installieren, muss man im Terminal folgende Befehle ausführen:

sudo apt-get install --yes nvidia-kernel-dkms nvidia-glx build-essential nvidia-settings nvidia-xconfig
sudo nvidia-xconfig

und anschließend das System neustarten.

Für die Hardware-Beschleunigung von HD-Videos über VDPAU wird das Paket libvdpau1 benötigt.

sudo apt-get install --yes libvdpau1

Sollte danach die CPU-Belastung beim Abspielen von HD-Videos noch immer sehr hoch sein oder unschönes Tearing auftreten, sorgt dieser Befehl:

sudo nvidia-xconfig --no-composite
und ein anschließender Neustart für Abhilfe.

 
 

Schriftarten: Windowsschriftarten installieren

Sollte die Schrift in Webseiten falsch dargestellt werden, kann man - bis auf Tahoma - die Schriftarten von Windows XP nachinstallieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes ttf-mscorefonts-installer
Die Schriftart Tahoma wurde nicht von Microsoft freigegeben, genauso wenig wie die neuen Schriften von Vista oder Windows 7.

 
 

TeamViewer installieren

TeamViewer ist ein Programm, mit dem man über Fernzugriff einem anderen Benutzer Unterstützung geben oder auch selbst Hilfe erhalten kann. Das Programm überträgt den Bildschirm sowie Eingaben über Peripherie Geräte wie Tastatur/Maus an den entfernten Computer.
 
TeamViewer kann mit folgendem Befehl ganz einfach über das Terminal installiert werden:

wget http://www.teamviewer.com/download/teamviewer_linux.deb && sudo dpkg -i teamviewer_linux.deb

Allerdings benutzt TeamViewer wine als Basis, um überhaupt unter Linux zu laufen. Es basiert also auf Windows, was in diesem Fall nicht so schlimm ist: Wine verrichtet hier gute Arbeit. :)

 
 

Troubleshooting

Bootsplash

Plymouth ist noch nicht stabil genug, um in LMDE benutzt zu werden. Alternativen wie usplash oder splashy sind veraltet, und anstatt sie nur vorübergehend benutzen, wurde beschlossen, lieber keinen Standard-Boot-Splash zu verwenden.
Wer während des Bootvorgangs daher gerne sehen möchte, was an Meldungen durchläuft, muss die folgenden Änderungen an seinem System vornehmen:
[1.0] /etc/default/grub bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/default/grub

[1.1] Code ändern und speichern

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"
in
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="vga=0x0318"
ändern.

[2.0] update-grube ausführen (Terminal)

sudo update-grub

 
 

GDM3 PC Beep - Anmeldemelodie deaktivieren

1. Möglichkeit:

[1.0] Lautstärkeregler öffnen (Alt+F2)

gnome-volume-control.gstreamer

[1.1] Im Lautstärkeregler angekommen klickt man auf "Einstellungen".
Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, mit dem Titel "Einstellungen des Lautstärkereglers".
Darin befinden sich auswählbare Mischer für die Wiedergabe.
Jetzt macht man ein Häkchen bei "Beep" und klickt auf "Schließen".
Zurück gekommen im Lautstärkeregler, klickt man im neu hinzugekommen Eintrag "Beep", auf dem im unteren Teil angezeigten Lautsprechersymbol, wodurch dieser jetzt stumm geschalten ist.

2. Möglichkeit:

[1.0] ALSA Mixer für GNOME installieren (Terminal)

sudo apt-get install --yes gnome-alsamixer

[1.1] Lautstärkeregler öffnen (Alt+F2)

gnome-alsamixer

[1.2] Im GNOME ALSA-Mischpult klickt man im Reiter "Beep", auf dem im unteren Teil angezeigten Eintrag "Stumm".

 
 

Interne Laufwerke: mounten dauerhaft legitimieren

Wenn es stört, das beim mounten interner Laufwerke das Passwort abgefragt wird, kann dies folgendermaßen ändern.

[1.0] Datei zum bearbeiten mit gedit öffnen (Alt+F2)

gksu gedit /usr/share/polkit-1/actions/org.freedesktop.udisks.policy

[1.1] Im zweiten Block der Datei, ungefähr Zeile 34 den Eintrag "auth_admin_keep" in "yes" ändern.

Sieht danach so aus:

<action id="org.freedesktop.udisks.filesystem-mount-system-internal">
    <description>Mount a system-internal device</description>
    <description xml:lang="da">Montér en intern enhed</description>
    <description xml:lang="de">Eingebautes Gerät einhängen</description>
    <message>Authentication is required to mount the device</message>
    <message xml:lang="da">Autorisering er påkrævet for at montere et fil system</message>
    <message xml:lang="de">Zugriffsrechte werden benötigt um das Gerät einzuhängen</message>
    <defaults>
      <allow_any>no</allow_any>
      <allow_inactive>no</allow_inactive>
      <allow_active>yes</allow_active>
    </defaults>
  </action>

 
 

Pidgin OSD Notify anzeigen

Wer möchte das Pidgin den Benachrichtigungsdienst (Desktop Popup bzw. Gnome Notify) benutzt, muss das Paket pidgin-libnotify installieren.
Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes pidgin-libnotify

Sollte Pidgin laufen, muss man das Programm neustarten. Danach kann man das Plugin in Pidgin unter:
Plugins > libnotify Popups > Plugin konfigurieren
konfigurieren.

 
 

Synaptic: Schnellsuche aktivieren

Dazu führt man im Terminal folgenden Befehl aus:

sudo apt-get install --yes apt-xapian-index

 
 

Spracheinstellung nachträglich korrigieren

Wer während der Installation von LMDE mehr auf die Deutschlandflagge, als auf den Text, geachtet hat und sich nun über die komische Übersetzung wundert, hat "German, Low (Germany)" anstatt "German (Germany)" ausgewählt.
Um das zu ändern wechselt man ins Terminal und führt folgenden Befehl aus:

sudo dpkg-reconfigure locales
Jetzt setzt man - mit der Leertaste - bei "de_DE.UTF-8 UTF-8" ein Häkchen und entfernt das Häkchen bei "nld_NLD.UTF-8 UTF-8".
Die hier gemachten Angaben werden in der Datei /etc/locale.gen gespeichert.

 
 

Rechner ausschalten: dauerhaft legitimieren

Wenn es stört, das beim beenden oder neustarten des Systems das Passwort abgefragt wird, kann dies folgendermaßen ändern.

[1.0] Datei zum bearbeiten mit gedit öffnen (Alt+F2)

gksu gedit /usr/share/polkit-1/actions/org.freedesktop.consolekit.policy

[1.1] Ungefähr in Zeile 26 den Eintrag "auth_admin_keep" in "yes" ändern.

Sieht danach so aus:

<action id="org.freedesktop.consolekit.system.stop-multiple-users">
 <description>Stop the system when multiple users are logged in</description>
 <message>System policy prevents stopping the system when other users are logged in</message>
 <defaults>
 <allow_inactive>no</allow_inactive>
 <allow_active>yes</allow_active>   
 </defaults>
 </action>

 
 

Update Pack 3: sources.list auf "Latest"-Repository umstellen

In der Datei /etc/apt/sources.list stehen die sogenannten Software-Repository. Diese enthalten Programmpakete und die dazu gehörigen Metadaten (z.B.: Beschreibungen der Pakete, Abhängigkeitsinformationen und Änderungsprotokolle). Belässt man nach der Installation von LMDE die Software-Repositories im Originalzustand, kann es bei Updaten des Systemes schnell zu Problemen kommen, die das System teilweise unbrauchbar machen. Das passiert deshalb, weil in dem standardmäßig aktiviertem "Debian Testing"-Software-Repository fast täglich neue Updates verfügbar sind, welche teilweise wichtige Abhängigkeiten nicht einhalten und dadurch Teile des Systems lahmlegen können. Um dieses Problem möglichst zu verhindern, haben die Macher von LMDE das "Latest"-Repository erstellt. Dieses enthält einmal monatlich Updates, die vorher auf Problemen bei den Abhängigkeiten geprüft wurden und danach freigegeben werden.
Um dieses Software-Repository zu aktivieren, geht man folgendermaßen vor:
[1.0] /etc/apt/sources.list bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/apt/sources.list

[1.1] Inhalt ändern in:

deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/latest/security testing/updates main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/latest/multimedia testing main non-free

und speichern.

[2.0] Software-Repositories neu einlesen lassen (Terminal)

sudo apt-get update

[2.1] gstreamer0.10-plugins-really-bad deinstallieren, weil es sonst beim Update zu Konflikten kommt (Terminal)

sudo apt-get remove gstreamer0.10-plugins-really-bad

[2.2] mintUpdate für Debian installieren (Terminal)

sudo apt-get install mintupdate-debian

[2.3] Updates installieren (Terminal)

sudo apt-get upgrade

 
 

Tipps

Alte Kernel-Versionen mit nur einem Befehl entfernen

Wenn man sein System schon lange Zeit betreibt, sammeln sich eine Menge von Kerneln an.
Denn wird bei einem System-Update ein neuer Kernel installiert, der Probleme bereitet, kann man einfach das System mit einem alten Kernel weiter nutzen.
Bisher hatte ich keine Probleme mit dem aktuellen Kernel, weshalb ich alle anderen, die ich ja nicht verwende, mit diesem Befehl deinstalliere:

sudo dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Quelle: http://www.webupd8.org/2009/12/remove-unused-linux-kernel-headers.html

 
 

Glückskekse aus Terminal entfernen

Wer die "Glückskekse" und andere humorvolle Aphorismen im Terminal nicht angezeigt bekommen will,  kann dieser Anleitung folgen.

[1.0] bash.bashrc bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/bash.bashrc

[1.1] Code ändern (ganz unten am Ende der Datei) und speichern

/usr/bin/mint-fortune in # /usr/bin/mint-fortune ändern.

 
 

GRUB 2: letzte Auswahl merken

Wer möchte das GRUB 2 sich die letzte Auswahl merkt, kann das hiermit realisieren.

[1.0] /etc/default/grub bearbeiten (Alt+F2)

gksu gedit /etc/default/grub

[1.1] Code einfügen oder falls vorhanden ändern und speichern

GRUB_DEFAULT=saved
GRUB_SAVEDEFAULT=true

[2.0] update-grube ausführen (Terminal)

sudo update-grub

 
 

Schließen von abgestürzten GUI-Anwendungen erzwingen

1. Möglichkeit: einmalig

[1.0] Anwendung ausführen (Alt+F2) oder (Terminal)

xkill

[1.1] Der Cursor verwandelt sich in ein dickes weißes Kreuz. Damit klickt man nun auf das abgestürzte Fenster, womit dieses augenblicklich geschlossen wird.

2. Möglichkeit: dauerhaft (GNOME)

[1.0] Anwendung ausführen (Alt+F2)

gnome-keybinding-properties

[2.0] Auf "Hinzufügen" klicken und im Fenster "Individuelle Tastenk" unter "Name" & "Befehl" folgendes eingeben:

xkill

[2.1] Auf "Anwenden" klicken. Jetzt klickt man im Fenster "Tastenkombinationen" neben den Eintrag "kill" auf "Deaktiviert" und drückt dann die gewünschte neue Tastenkombination.

Strg+Alt+Esc

[2.2] Auf "Anwenden" und danach auf "Schließen" klicken. Der Cursor verwandelt sich nun, nachdem man Strg+Alt+Esc betätigt, in ein dickes weißes Kreuz. Damit klickt man nun auf das abgestürzte Fenster, womit dieses augenblicklich geschlossen wird. Sollte man sich doch entscheiden kein Programm zu beenden, reicht ein Klick mit der rechten Maustaste und man hat wieder seinen normalen Cursor.

3. Möglichkeit: dauerhaft (GNOME)

Unter Linux gibt es viele Programme um ein abgestürztes Programm zu beenden. Aber der Button "Beenden erzwingen" im Panel ist die einfachste Variante, für jemanden der sich mit diesen Programmen nicht so gut auskennt. Außerdem hat diese Methode den Vorteil, dass sie bei Tests oft zuverlässiger funktionierte, als xkill.

[1.0] Mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich im GNOME-Panel klicken > Zum Panel hinzufügen ... > "Beenden erzwingen" anklicken > Hinzufügen > Schließen.

[1.1] Klickt man nun im Panel auf den neu hinzugekommenen Button, verwandelt sich der Cursor in ein weißes Kreuz. Klickt man damit nun auf das abgestürzte Fenster, wird dieses - nach Bestätigung einer Sicherheitsabfrage - augenblicklich geschlossen. Sollte man sich doch entscheiden kein Programm zu beenden, reicht das Betätigen der Taste Esc und man hat wieder seinen normalen Cursor.

 
 

     • Linux Mint Debian (201012) released! (englischsprachig)
     • Linux Mint Debian auf LinuxMintUsers.de
     • Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch
     • "Linux Mint Debian Latest"-Repository (englischsprachig)
     • Linux Mint Debian 201109 (Gnome & Xfce) released! (englischsprachig)
     • LMDE Update Pack 3 is out! (englischsprachig)

 
 
 
 
Quellen: /var/www/www.google.de/